wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Verbraucherrecht und Versicherungsrecht | 21.07.2022

Versicherungs­schutz

Voller Versicherungs­schutz fürs Haus: Was Sie dafür tun müssen

Welche Wartungs­arbeiten Immobilien­besitzer selbst machen können - und wo Profis ran müssen

Bestimmte Wartungs­arbeiten rund um die eigene Immobilie, oft schreiben dies Anbieter von Versicherungen ihren Kunden vor. Doch was können Immobilien­besitzer selbst machen - und wo müssen Profis ran?

Werbung

Oft geht es im Alltag unter, die eigene Immobilie regelmäßig inspizieren und warten zu lassen. Doch genau solche Pflichten erwarten manche Anbieter von Hausrat- und Wohngebäude­versicherungen von Haus­besitzern - andernfalls erlischt der Versicherungs­schutz.

Beispiels­weise kann sich der Versicherer weigern, für Sturm­schäden aufzukommen, wenn keine Dach­inspektionen in regel­mäßigen Abständen stattgefunden haben. Und es gibt noch weitere Wartungs­arbeiten, die Versicherer Haus­eigentümern vorschreiben können.

Versicherer: regelmäßige Instandhaltung nötig

„Generell ist jeder Kunde dazu verpflichtet, sein Gebäude instand zu halten und - wenn möglich - Schäden vorzubeugen“, sagt Gaby Hundehege, Leiterin private Gebäude­versicherung bei der Allianz Versicherungs-AG in München.

Wenn sich zum Beispiel eine Dachpfanne am Haus lockert, sollte sie wieder befestigt werden, bevor ein größerer Schaden entsteht. Beispiels­weise kann in einem solchen Fall Tauwasser, Regen und Schmutz ins Hausinnere gelangen, eine mögliche Folge ist Schimmel­befall.

„Versicherer gehen mit Vorschriften zu Wartungs­arbeiten unterschiedlich um“, erklärt die Berliner Rechtsanwältin Annett Engel-Lindner, die auch für den Immobilien­verband Deutschland tätig ist. Häufig schreiben Versicherer die Wartung der Heizung oder der elektrischen Anlagen vor.

Kleinere Wartungsarbeiten werden verlangt

Dazu können laut Engel-Lindner Beispiels­weise Wasser­installationen oder Brandmelde- sowie Einbruch­melde­anlagen gehören. „In den meisten Fällen müssen Kunden eine Rückstau­klappe installieren beziehungs­weise warten“, so Hundehege. Tritt ein Schaden aufgrund der fehlenden Wartung auf, kann das Versicherungs­unternehmen die Ent­schädigung ganz oder teilweise kürzen.

Ob das bei der Versicherung, mit der man einen Vertrag abgeschlossen hat, der Fall ist und welche konkrete Anforderungen der Versicherer stellt, lässt sich in der Police nachlesen. „Am besten, man erstellt sich einen Wartungs- und Prüfungs­plan und vermerkt sie gegebenenfalls als Wieder­vorlagen im Kalender“, rät Engel-Lindner. So kann nichts in Vergessenheit geraten.

Manche Immobilien­besitzer dürften sich fragen, was an Inspektions- und Wartungs­arbeiten sie selbst machen können und in welchen Fällen Fach­betriebe ran müssen. „Meist müssen elektrische Anlagen und Maßnahmen an der Wasser­installation von Fachleuten erledigt werden“, so Hundehege.

Werbung

Wartungsarbeiten an der Heizung dem Profi überlassen

Allein schon aus technischen Gründen empfiehlt sie, Wartungs­arbeiten an der Heizung immer von einem Fachbetrieb ausführen zu lassen. Wartungs­arbeiten an Rück­stauklappen und Wasser­filtern könnte laut Hundehege „ein geschickter Kunde theoretisch selbst übernehmen“. Aber auch hier lohnt ein Blick in den Versicherungs­vertrag und seine Bedingungen, ob es hierzu spezielle Vorschriften gibt.

„Wie häufig eine Über­prüfung des Zustands einer Immobilie erfolgen muss, lässt sich nicht einheitlich beantworten“, stellt Engel-Lindner klar. Dies hänge davon ab, welche technischen Anlagen verbaut sind und was genau im Versicherungs­vertrag geregelt ist. Nach einem Sturm oder schweren Gewitter sollten Immobilien­besitzer den Zustand des Dachs ihres Hauses zeitnah in Augenschein nehmen.

Außerdem „empfiehlt sich eine jährliche Inspektion durch einen qualifizierten Fachbetrieb“, so Engel-Lindner. Die Rechnung des Fach­betriebs ist dann gegebenenfalls ein Nachweis gegenüber der Versicherung, dass eine Inspektion erfolgt ist.

Schäden mit der Digitalkamera dokumentieren

Bei der Suche nach möglichen Schäden nach einem Unwetter kann eine Digital­kamera helfen. Diese Aufnahmen können Haus­besitzer selbst machen. Betrachten sie später die Bilder auf einem Computer­bildschirm in starker Vergrößerung und vergleichen sie mit vorherigen Aufnahmen, erhalten sie Hinweise, ob die Dachdeckung Schäden aufweist.

Auch mittels einer Drohne lässt sich das Dach inspizieren. Solche Aufnahmen sollten Immobilien­besitzerinnen und -besitzer aufbewahren, um sie gegebenenfalls ihrer Versicherung präsentieren zu können. „Sind Photo­voltaik-Anlagen oder solar­thermische Anlagen auf dem Dach verbaut, müssen Profis ran, um mögliche Schäden auszuloten“, erklärt Engel-Lindner.

Gibt es in einem Versicherungs­vertrag die Vorschrift, dass regelmäßig der Zustand der Bäume auf dem Grundstück zu überprüfen ist, muss eine Haus­besitzerin oder ein Haus­besitzer damit einen Baum­sachverständigen beauftragen. „Nur solche Fachleute können den Zustand eines Baumes sicher beurteilen“, sagt Engel-Lindner. Auch hier gilt: Die Rechnung als Beleg für die Versicherung aufbewahren.

Werbung

Nach Wartungsarbeiten Belege aufbewahren

Belege sind auch aufzubewahren, wenn Immobilien­besitzer selbst Wartungs­arbeiten vornehmen. „Das können zum Beispiel Kaufbelege von verbauten Materialien und Fotos vom Kauf oder der Montage sein“, erklärt Hundehege.

Unabhängig davon, wie versiert ein Mensch ist: „Wir raten immer davon ab, Arbeiten an der Elektrik oder den Installationen im Haus selbst vorzunehmen“, betont Hundehege. Das kann nicht nur den Versicherungs­schutz, sondern vor allem die Gesundheit des Immobilien­besitzers oder der Immobilien­besitzerin gefährden.

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  3 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#9586