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Familienrecht und Sozialrecht | 16.03.2016

Waisen

Vollwaise: Welche Rechte hat ein Kind ohne Eltern und wer übernimmt die Verantwortung?

Eltern können für solche Fälle Vor­kehrungen treffen und mit einer Sorgerechts­verfügung einen Vormund bestimmen

Ein Gedanke, den man am liebsten verdrängen würde: Ein Kind ohne Eltern. Das zerreißt fast jedes Herz. Auch wenn es selten ist, dass gleich beide Eltern sterben, gibt es solche Fälle.

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Das Schicksal schlägt ganz unterschiedlich zu: Ob beim Autounfall, beim Brand, aufgrund eines Verbrechens oder einer Krankheit - einige Eltern sterben gleich­zeitig, andere kurz nacheinander. In solchen Fällen stehen die Kinder plötzlich alleine da.

Waisen können für einen bestimmten Zeitraum bei Verwandten untergebracht werden

Klappt alles, bleibt das nicht lange so. Sobald der Tod der Eltern registriert wird, schaltet sich in der Regel das Jugendamt ein. Und zwar mit einer Soforthilfe. Denn ein Kind darf in Deutschland nicht alleine in einer Wohnung bleiben. Hier sprechen die Experten von einer Kindes­wohl­gefährdung. Also werden Verwandte aufgesucht, bei denen die Waisen für den Übergang erst einmal leben können.

Auch das Jugendamt hat Einrichtungen für Waisen

Allerdings gibt es immer wieder Fälle, wo dies nicht möglich ist. Das Jugendamt hat dafür meist Einrichtungen, die rund um die Uhr helfen. Die Kinder­notaufnahme oder die Jugend­schutz­stellen springen dann ein“. Für Babys gibt es die Bereitschafts­pflege. Dabei handelt es sich nicht um eine Dauer­lösung.

Für Minder­jährige ist eine geregelte Vormund­schaft wichtig

Das Gesetz unter­scheidet in Deutschland zwischen Minder­jährigkeit und Volljährigkeit. Viele Rechte kann ein Kind oder Jugendlicher vor dem achtzehnten Lebensjahr nicht ausüben. Ob Waise oder nicht, hier macht das Gesetz für Minder­jährige keine Ausnahmen. Das zeigt, wie wichtig eine geregelte Vormund­schaft ist.

Vormund wird durch Familien­gericht bestimmt

Diese Vormund­schaft wird vom Familien­gericht ermittelt. Liegt eine Sorgerechts­verfügung der Eltern vor, die einen Vormund bestimmt, ist die Person meistens eindeutig. Dies können die Eltern etwa in einem Testament bestimmen. In allen anderen Fällen muss die Gesamt­situation geprüft werden. Laut Bundes­gesetzbuch wird der Vormund unter anderem aufgrund der persönlichen Bindung, der Vermögens­lage und der Religion bestimmt.

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Viele Fragen müssen bei der Wahl des Vormundes beantwortet werden

Was sich theoretisch anhört, wird in der Praxis mit Befragungen der Waisen, der Familie und Bekannten bestimmt. Im Notfall muss das Gericht auch Gutachten anfertigen. Wichtige Fragen hierbei: Wie ist das Umfeld des Kindes? Wer steht ihm nah? Wo ist der Waise gut aufgehoben? Und wie alt ist das Kind?

Ein allgemeiner Irrglauben ist, dass automatisch die Taufpaten eine Vormund­schaft übernehmen. Eine Vormund­schaft geht nicht automatisch über, oft weiß das Familien­gericht nichts von einer Patenschaft, wenn keine Taufurkunde vorliegt. Auch andere Familien­mitglieder werden nicht ohne weiteres als Vormund eingesetzt. Besonders Großeltern haben es vor Gericht schwer, da diese oft zu alt sind.

Auch eine Heim­unter­bringung ist möglich

Und wenn es gar keinen gibt, der den Waisen aufnehmen kann? Heißt das im Umkehr­schluss, das neue Zuhause wird das Heim sein? Ein Kind darf in Deutschland nicht ohne Vormund leben. Die Vormund­schaft würde dann das Jugendamt übernehmen. Bis zu 50 Kinder darf ein Vormund rechtlich betreuen. Dies heißt nicht, dass die Kinder auch bei ihm leben. Das Leben unter einem Dach und die Vormund­schaft fallen in der Realität oft auseinander. Doch auch der Amtsvormund muss Kontakt zu dem Waisen halten. In solchen Fällen würden die Waisen in Wohngruppen, Heimen, in Internaten oder Pflege­familien untergebracht. Eine Adoption kommt meistens nur bei sehr jungen Kindern in Frage.

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Nicht nur Behörden, Gerichte und Anwälte entscheiden über das weitere Leben, auch die Kinder selbst haben ein Mit­sprache­recht

Es scheint so, als würden nur Behörden, Gerichte und Anwälte über das weitere Leben des Waisen entscheiden. Aber auch die Kinder haben ein Mit­sprache­recht. Sie werden in einem geschützten Raum von dem Familien­gericht angehört. Der Wunsch des Kindes wird dann bei der Suche nach dem Vormund beachtet. Zwar spielt bei den Aussagen oft das Alter eine Rolle, aber bei Minderjährigen gibt es Grenzen bei der Selbst­bestimmung. Auch ein 17-Jähriger darf nicht einfach alleine über seinen Vormund entscheiden.

Allerdings dürfen Jugendliche ab 14 Jahren die vorgeschlagene Person ablehnen. Auch im Laufe der Zeit kann der Vormund vom Familien­gericht geändert werden - immer dann, wenn ein fahrlässiges Verhalten vorliegt. Hier hat das Wohl des Kindes Vorrang.

Waisen haben die Möglichkeit sich während des Verfahrens von einem Verfahrens­beistand begleiten zu lassen.

Dieser hilft, Abläufe zu erklären und Einfluss bei der Suche nach einem Vormund zu nehmen. Das können Anwälte, Sozial­pädagogen, aber auch Sozial­arbeiter sein. Zudem dauern die Verfahren um die Vormund­schaft nicht lange. Hier gilt der sogenannte Beschleunigungs­grund­satz. Der Grund: Ohne einen Vormund sind Minder­jährige bei den meisten Geschäften und Entscheidungen rechtlich nicht handlungsfähig.

Und was passiert dann mit der Wohnung der Eltern? In einigen Fällen dürfen die Kinder sogar in der Wohnung bleiben. Dies ist allerdings die Ausnahme. Ab 16 Jahren kann man eventuell darüber nachdenken, ob die Kinder darin alleine wohnen können. Natürlich nur, wenn es der Vormund erlaubt.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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