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Arbeitsrecht | 27.06.2019

Bewerbung

Vorstellungs­gespräch: Darf ich beim Bewerbungs­gespräch lügen?

Grund­sätzlich hat der Arbeitgeber ein Fragerecht - doch nicht alle Fragen müssen wahrheits­gemäß beantwortet werden

Software­kompetenzen? Klar! Mehrere Jahre Berufs­erfahrung? Aber ja! Ein bisschen flunkern gehört bei der Bewerbung dazu, oder? Doch dürfen Bewerber im Vorstellungs­gespräch lügen? Das kommt auf die Fragen an, die der Arbeitgeber stellt.

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„Grund­sätzlich hat der Arbeitgeber ein Fragerecht bei Bewerbern. Er muss überprüfen, ob der Bewerber für die ausgeschriebene Position geeignet ist“, erklärt Peter Meyer, Fachanwalt für Arbeits­recht in Berlin. Auf alle Fragen, die im Zusammenhang mit den betrieblichen Anforderungen an die Position stehen, müssen Bewerber wahrheits­gemäß antworten. Also etwa, wenn es um die Berufs­erfahrung oder die persönliche Verfügb­arkeit geht.

Bewerbungslügen können den Job kosten

Wer eine berechtigte Frage wahrheits­widrig beantwortet, riskiert, dass der Arbeitgeber das Arbeits­verhältnis anficht oder kündigt. Rechtsanwalt Peter Meyer nennt ein Beispiel: Wer sich auf eine Stelle im Call Center bewirbt, bei der man mit Kunden-Kredit­karten­daten arbeitet, muss auf Nachfrage wahrheits­gemäß offenlegen, ob er Vorstrafen zu Vermögens­delikten hat. In einem solchem Fall habe der Arbeitgeber ein berechtigtes Interesse, diese Informationen zu erfahren.

Auch wer behauptet, hervorragende Kenntnisse in einer bestimmten Software zu haben, eigentlich aber noch nie damit gearbeitet hat, macht falsche Angaben. Täuscht ein Bewerber den Arbeitgeber derart über die eigene Eignung, kann dieser das Arbeits­verhältnis später anfechten.

Keine grundsätzliche Offenbarungspflicht für Bewerber

Das heißt: Wer nicht gefragt wird, muss bestimmte Informationen - etwa zu Kompetenzen bei einer bestimmten Software - auch nicht von sich aus offenlegen. Es kann jedoch Ausnahmen geben. Im Zweifel sind das Einzel­fall­entscheidungen.

Unzulässige Fragen müssen nicht wahrheitsgemäß beantwortet werden

Ein anderes Thema sind unzulässige Fragen im Bewerbungs­gespräch - also solche, die nichts mit den betrieblichen Anforderungen zu tun haben. Ein Recht zu lügen haben Bewerber, wenn sie auf derartige Fragen vom Arbeitgeber nicht antworten müssen. Das können zum Beispiel Fragen zur Familien­planung, zu einer Schwangerschaft oder zur sexuellen Orientierung sein. Eine schwangere Frau etwa, die sich als Sach­bearbeiterin bei einer Versicherung vorstellt, darf verneinen, dass sie schwanger ist, wenn der Arbeitgeber danach fragt.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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