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Arbeitsrecht | 15.03.2016

Elternzeit

Vorzeitiges Ende der Elternzeit geht nur mit Zustimmung des Arbeitgebers

Für ein vorzeitiges Ende der Elternzeit stehen Arbeitnehmern mehrere Optionen zur Verfügung

Kommt das erste Kind, sind viele unsicher, wie lange sie Elternzeit nehmen wollen. Mancher fragt sich: Kann man im Nachhinein seine Meinung ändern und die Elternzeit gegebenenfalls verkürzen?

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Für vorzeitige Beendigung der Elternzeit ist die Zustimmung des Arbeitgebers erforderlich

Wenn Mitarbeiter ihre Elternzeit vorzeitig beenden wollen, brauchen sie in der Regel die Zustimmung ihres Arbeit­gebers. So ein Wunsch komme in der Praxis häufig vor, sagte Michael Eckert, Rechtsanwalt in Heidelberg. Mancher reicht zum Beispiel zunächst für anderthalb Jahre Elternzeit ein und stellt dann nach der Geburt des Kindes fest, dass er bereits nach einem Jahr wieder arbeiten gehen kann. Passt dem Arbeitgeber das nicht, kann er dem Mitarbeiter den Wunsch jedoch verwehren. Denn er hat womöglich eine Eltern­zeit­vertretung eingestellt, und braucht nicht zwei Personen auf der Position.

Arbeitgeber kann Zustimmung verwehren

Von dieser grund­sätzlichen Regel gibt es jedoch Ausnahmen. Wird etwa der Partner schwer krank, muss der Arbeitgeber einer vorzeitigen Beendigung der Arbeitszeit zustimmen. Denn dann kann es für die finanzielle Existenz der Familie notwendig sein, dass der andere schneller als geplant wieder einsteigt. „Das sind aber Härte­fälle und die greifen nur selten“, erklärt Rechtsanwalt Michael Eckert.

Mitarbeiter können auch Teil­zeit­arbeit während der Elternzeit beantragen

Liegt kein Härtefall vor und der Arbeitgeber lehnt die vorzeitige Beendigung der Elternzeit ab, kann eine Option für den Mitarbeiter sein, Teil­zeit­arbeit während der Elternzeit zu beantragen. Arbeit­nehmer haben die Möglichkeit, zwischen mindestens 15 und maximal 30 Stunden wöchentlich während der Elternzeit zu arbeiten. Voraussetzung ist, dass der Betrieb mindestens 15 Mitarbeiter hat und der Arbeit­nehmer bereits seit mindestens sechs Monaten in der Firma ist. Den Teil­zeit­antrag kann der Arbeitgeber nur ablehnen, wenn er dafür dringende betrieb­liche Gründe hat, erklärte Rechtsanwalt Michael Eckert. Die Voraus­setzungen dafür seien wiederum sehr hoch. Früher als geplant in Teilzeit zurückzukehren, ist deshalb häufig kein Problem.

Ver­längerung der Elternzeit kann problematisch werden

Mancher hat zunächst auch nur eine sehr kurze Elternzeit von wenigen Monaten eingereicht und möchte dann gerne verlängern. „Das ist wiederum schwer möglich und geht nur mit der Zustimmung des Arbeit­gebers“, sagt Rechtsanwalt Michael Eckert.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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URL dieses Artikels: https://www.dawr/d2176
 

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