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Gesellschaftsrecht | 09.05.2016

Unter­nehmens­gründer

Wahl der richtigen Rechtsform für Unter­nehmens­gründer

Notar gibt Hilfes­tellung zur Wahl der richtigen Rechtsform

Mit einer Idee fängt es an. Oder einem Angebot. Der Schritt in die unter­nehmerische Selb­ständigkeit. Der Existenz­gründer steht vor einer Vielzahl von offenen Fragen. Eine der wichtigsten Fragen ist:

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Welche Rechtsform passt zu mir und meiner Geschäftsidee?

„Vielen angehenden Jung­unter­nehmern ist überhaupt nicht bekannt, welche Unter­nehmens­formen für eine selbständige Tätigkeit zur Verfügung stehen und welchen Gestaltungs­spielraum es da gibt“, weiß Notar Uerlings, Presse­sprecher der Rheinischen Notarkammer. Oft scheinen andere Fragen dringender, dabei ist die Wahl der richtigen Rechtsform die Voraussetzung für den Erfolg des Unternehmens. Allzu leicht können die Weichen gleich zu Beginn des Unternehmer­daseins falsch gestellt werden. Solche Anfänger­fehler haben lange und weitreichende Folgen.

Dabei leistet der Notar die nötige Aufklärung: „Die Auswahl an Rechts­formen ist groß: sie reicht vom Einzel­kaufmann bis zur großen börsen­notierten Aktien­gesellschaft“, erläutert Notar Uerlings.

Zwei Grundformen sind für den Anfang zu unterscheiden:

Der Einzel­kaufmann und die Personen­gesellschaften einerseits sowie die Kapital­gesellschaften anderer­seits. Diese Grundformen unter­scheiden sich vor allem in punkto Haftung und Vertretung des Unternehmens.

Die Personengesellschaft

„Prinzipiell gilt für Personen­gesellschaften: Alle handeln und haften gemeinsam“, erläutert Notar Uerlings. Bei diesen Gesellschaften, zu denen die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die offene Handels­gesellschaft (oHG) oder die Kommandit­gesellschaft(KG) gehören, müssen die Gesellschafter generell mit ihrem Privat­vermögen für die Schulden der Gesellschaft gerade stehen.

Die Kapitalgesellschaft

Eine solche persönliche Haftung der Gesellschafter gibt es bei Kapital­gesellschaften grund­sätzlich nicht. In dieser Rechtsform kann das Unter­nehmer­risiko auf das sogenannte Stamm- bzw. Grund­kapital begrenzt werden. Gleich­zeitig muss dieses Start­kapital aber auch beider Gründung der Gesellschaft vorhanden sein. So muss für die in Deutschland besonders beliebte Gesellschaft mit beschränkter Haftung(GmbH) ein Stamm­kapital von nominal 25.000 Euro aufgebracht werden, wovon bei Bar­gründungen aber nur die Hälfte sofort eingezahlt werden muss. Man kann also auch mit 12.500 Euro eine GmbH gründen. Für wenig kapitalintensive Tätig­keiten kann auf die Unter­nehmer­gesellschaft (haftungsbeschränkt) zurückgegriffen werden, die entsprechend weniger Stamm­kapital haben kann.

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Unternehmensgründer sollten sich bei der Wahl der Rechtsform von einem fachkundigen Notar begleiten lassen

„Ein Patent­rezept für die richtige Rechtsform gibt es nicht“, so Notar Uerlings. „Es kommt immer darauf an: zum Beispiel auf den Unter­nehmens­gegenstand, die Zahl der Gesellschafter, den Kapital­bedarf, die Wachstums­pläne, die Mitarbeiter­beteiligung und auch darauf, wie risikoreich die unter­nehmerische Tätigkeit ist“, erläutert Notar Uerlings. Aufgrund dieser Vielzahl von Faktoren ist es nur einleuchtend, dass es bei der richtigen Wahl der Rechtsform immer um eine Entscheidung im Einzelfall geht, die gut überlegt und durch fachkundige Berater wie Ihren Notar begleitet sein muss.

Neben der Gründung des Unternehmens sorgt der Notar auch dafür, dass alle erforderlichen Eintragungen im Handels­register vorgenommen werden. Das Fazit von Notar Uerlings fällt daher eindeutig aus: „Lassen Sie sich und ihr Unternehmen beraten, ob die gewünschte Rechtsform auch zu Ihnen passt.“

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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