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Arbeitsrecht | 27.09.2021

Resturlaub

Wann darf man Resturlaub mit ins nächste Jahr nehmen?

In bestimmten Fällen kann der Resturlaub in das kommende Jahr übertragen - ein Überblick

Für die einen un­vorstellbar, für andere Arbeit­nehmer tatsächlich ein Problem: Was passiert, wenn sie gegen Ende des Jahres noch viele Urlaubstage übrig haben? Dürfen sie die Tage aufsparen?

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Wer gegen Ende des Jahres noch Urlaubstage offen hat, will diese vielleicht lieber ins nächste Jahr mitnehmen. Aber geht das überhaupt? Im Bundes­urlaubs­gesetz steht, dass der Urlaub im laufenden Kalender­jahr genommen werden muss, sonst verfällt er, erklärt Johannes Schipp, Fachanwalt für Arbeits­recht.

Der Arbeitnehmer muss Hinweise geben

„Ganz so einfach ist es aber doch wieder nicht“, beruhigt Schipp. Im Jahr 2018 habe der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden, dass Arbeitgeber dafür sorgen müssen, dass Arbeit­nehmer ihren Urlaub auch nehmen. Dieser Rechtsprechung ist das Bundes­arbeits­gericht gefolgt.

Während früher nicht genommene Urlaubstage einfach futsch waren, gilt heute: „Der Arbeitgeber muss darauf hinwirken, dass ein Arbeit­nehmer seinen gesamten Urlaub im laufenden Kalender­jahr nimmt“, so Schipp.

Dazu gehört auch: Arbeitgeber müssen darauf hinweisen, dass der Urlaub verfällt, wenn er nicht genommen wird. Reagieren Arbeit­nehmer trotz der Hinweise nicht, ist der Urlaub mit Ablauf des Jahres weg.

Anspruch auf Urlaubstage kann länger bestehen

Laut Bundes­urlaubs­gesetz (Paragraf 7) kann der Urlaub ins nächste Jahr übertragen werden, wenn dringende betrieb­liche Gründe das recht­fertigen.

„Denkbar wäre“, so Schipp: ein Arbeitgeber bekommt gegen Ende des Jahres einen riesigen Auftrag. Dann könne er Arbeit­nehmerinnen und Arbeit­nehmern verbieten, im laufenden Jahr noch Urlaub zu nehmen. Der Anspruch bestehe dann bis zum 31. März des Folgejahres.

Im Gesetz ist noch ein anderer Fall vorgesehen

Wenn ein Arbeit­nehmer oder eine Arbeit­nehmerin den Urlaub wegen Krankheit nicht nehmen kann. „Auch dann überträgt sich der Anspruch“, erklärt Schipp.

Bei Krankheit gilt noch eine Besonderheit

Der Anspruch verlängert sich nicht nur wie üblich bis zum 31. März des Folgejahres. Kann jemand wegen der Krankheit den Urlaub darüber hinaus wieder nicht nehmen, bleibt der Anspruch bis zum 31. März im übernächsten Jahr bestehen, so Schipp.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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