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Arbeitsrecht | 28.09.2020

Warnstreik

Warnstreik im Nahverkehr: Keine Entschuldigung für Verspätung

Arbeit­nehmer dürfen deswegen zu spät zur Arbeit kommen

Kommenden Dienstag könnte es im Nahverkehr ziemlich ruckelig werden: Für den Tag sind bundesweite Warnstreiks angekündigt. Aber dürfen Pendler deswegen zu spät zur Arbeit kommen?

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Arbeitnehmer trägt Wegerisiko

Für Pendler kann es am Dienstag stressig werden: Die Gewerk­schaft Verdi hat für den Tag zu bundesweiten Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen. Wer deswegen zu spät zur Arbeit kommt, riskiert Sanktionen. „Der Arbeit­nehmer ist derjenige, der das Wegerisiko trägt“, sagt Nathalie Oberthür, Fach­anwältin für Arbeits­recht in Köln.

Angekündigter Streik rechtfertigt kein zu spät kommen

Wenn ein Streik angekündigt ist, heißt das also für Pendler: Nicht auf Bus und Bahn verlassen, sondern Alternativen suchen. Eine Verspätung wegen eines Streiks sei nur dann legitim, wenn es sich um eine plötzliche Arbeits­niederlegung handelt, von der niemand vorab gewusst hat, erläutert Oberthür. Dann haben die Arbeit­nehmer zwar ebenfalls keinen Anspruch auf Gehalt - riskieren aber wenigstens keine Abmahnung.

Nur unverschuldete gründe können Verspätung rechtfertigen

Ansonsten sei eine Verspätung nur zu recht­fertigen, wenn es unverschuldete persönliche Gründe gäbe - etwa ein kaputtes Auto oder die Erkrankung eines Kindes.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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