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Familienrecht und Sozialrecht | 23.08.2023

Elterngeld

Was Betroffene bei Problemen mit Elterngeld tun können

Rechtzeitig handeln hilf

In einigen Fällen kommt es erst viele Monate nach der Geburt des Kindes zur Auszahlung des Eltern­geldes. Was für manche Eltern kein Problem ist, bringt andere in finanzielle Nöte. Rechtzeitig handeln hilft.

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Endlich, das Baby ist da. Doch zur Freude gesellt sich mitunter Frust - nämlich dann, wenn es auch viele Monate nach der Geburt des Kindes immer noch nicht zur ersten Auszahlung des Eltern­geldes gekommen ist. Das bringt Eltern mitunter in arge finanzielle Bedrängnis. Schließlich hat nicht jeder Erspartes, um damit für längere Zeit über die Runden zu kommen.

Das sollten betroffene Eltern tun

„Die Auszahlung des Eltern­geldes kann sich verzögern, wenn der Elterngeld­antrag lückenhaft ausgefüllt wurde oder Nachweise fehlen“, sagt Ulrike Gebelein von der Diakonie Deutschland. Mütter und Väter sollten sich daher frühzeitig mit dem Antrag befassen.

Einrichtungen der Diakonie helfen Eltern bei Bedarf ebenso wie Arbeiter­wohlfahrt, Caritas und Pro familia. Auch kommerzielle und aufs Elterngeld spezialisierte Anbieter wie Elterngeld­helden, Elterngeld­experten, Einfach Elterngeld oder Elterngeld.net unterstützen Mütter und Väter beim Ausfüllen des Antrags.

Wichtig zu wissen: Das Elterngeld können Eltern erst nach der Geburt des Kindes beantragen, da dem Antrag unter anderem eine Kopie der Geburts­urkunde beizufügen ist. Idealer­weise sollten sich Paare aber schon mit Beginn der Schwangerschaft mit dem Thema Elterngeld auseinandersetzen.

Dazu gehört laut Niko Nesselrath von Elterngeld­helden auch, die Situation in der jeweils zuständigen Eltern­geldstelle auszuloten. Denn im Öffentlichen Dienst und damit auch in den Elterngeld­stellen gibt es vielerorts Personal­mangel. „Dieser Mangel an Fach­kräften kann ebenfalls dazu führen, dass Elterngeld­anträge nicht in angemessener Zeit bearbeitet werden“, so Nesselrath.

In Großstädten dauert Bearbeitung tendenziell länger

Ob die Probleme bei der Antrags­bearbeitung aufgrund von Personal­mangel eher in Städten oder eher auf dem Land auftreten, lässt sich pauschal nicht sagen. „Es gibt allenfalls leichte Tendenzen, dass es in Großs­tädten etwas länger dauern könnte“, so Nesselrath. Das gilt aber längst nicht für alle Metropolen in Deutschland.

Weitere Probleme, die Auswirkungen auf die Bearbeitung von Elterngeld­anträgen haben, sind laut Gebelein „viel Bürokratie sowie die mangelnde Digitalisierung“: In Elterngeld­stellen von einigen Kommunen erfolgen die Arbeits­abläufe immer noch nach längst veralteten Mustern und nicht online.

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Welche Rechte und Ansprüche Betroffene haben

Wenn Eltern sechs Monate nach Einreichen des Elterngeld­antrags noch keine Rück­meldung von der Eltern­geldstelle bekommen haben, können sie eine Untätigkeits­klage vor dem zuständigen Sozial­gericht erheben. Diese Möglichkeit ist im Sozial­gerichts­gesetz verankert.

„Hat indes die Eltern­geldstelle den Antrag­stellern zum Beispiel mitgeteilt, dass sie den Antrag erhalten hat, die Bearbeitung aber noch etwas dauert, können Eltern keine Untätigkeits­klage erheben“, stellt Nesselrath klar.

Ihm zufolge können Eltern, bei denen das Geld knapp ist, beim Einreichen des Elterngeld­antrags einen Hinweis auf Mittel­losigkeit beifügen. Diesem formlosen Schreiben sind Nachweise wie Konto­auszüge und eine Kredit­bestätigung beizufügen. „Dieses Vorgehen kann unter Umständen die Bearbeitung des Elterngeld­antrags etwas beschleunigen“, so Nesselrath.

Wenn absehbar ist, dass das Geld von vorne bis hinten nicht reicht, sollten Eltern bei der Eltern­geldstelle vorstellig werden und ihr Problem schildern. „Das hilft vielleicht, dass ein Antrag schneller bearbeitet wird“, sagt Gebelein.

Wie Betroffene Miete & Co. zahlen

Theoretisch gibt es die Möglichkeit, bei einer finanziellen Notlage aufgrund von ausbleibendem Elterngeld Wohngeld oder einen Kinder­zuschlag zu beantragen. „Allerdings sind hier die Bearbeitungs­zeiten ähnlich lang wie beim Elterngeld“, sagt Nesselrath. Sein Tipp: Sobald sich der finanzielle Engpass abzeichnet, sollte man das Jobcenter aufsuchen und sich dort beraten lassen.

Andere Optionen: „Schuldner­beratungs­stellen kontaktieren und sich dort beraten lassen“, so Gebelein. Manchmal bleibt Eltern, die aufs Elterngeld warten, nichts anderes übrig, als einen Kredit aufzunehmen. Das geht ganz klassisch über eine Bank - oder vielleicht auch etwas unkomplizierter, indem man Großeltern, Patentanten oder gegebenenfalls Freunde um ein Darlehen bittet. Letztere Option führt zwar nicht immer zum Erfolg. Doch einen Versuch ist es wert.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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