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Arbeitsrecht | 04.10.2022

Urlaubs­anspruch

Was passiert bei einem Jobwechsel mit meinem Urlaubs­anspruch?

Welche Regeln gelten

Arbeit­nehmerinnen und Arbeit­nehmer haben einen Anspruch auf Urlaub. Auch, wenn sie die Stelle wechseln, darf nichts verloren gehen. Doppel­urlaub sollte es aber auch nicht geben.

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Der Urlaubs­anspruch ist die „heilige Kuh“ im europäischen Arbeits­recht. So formuliert es Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeits­recht in Berlin. Dass gesetzlicher Urlaub bei einem Arbeitgeber­wechsel unter den Tisch falle, könne daher im Grunde nicht passieren. Der gesetzliche Urlaubs­anspruch liegt bei 24 Werktagen im Jahr - oder 20 Tagen bei einer Fünftage­woche, vertraglicher Urlaub kann mehr sein.

Steht ein Wechsel an, nehmen Beschäftigte in der Regel bis zum Stichtag den Urlaub, der ihnen bei der alten Stelle zusteht. Ansonsten müssen noch offene Urlaubstage finanziell abgegolten werden: „Das gilt als genommen“, sagt Bredereck. Beim neuen Arbeitgeber steht einem Beschäftigten dann erneut anteilig Urlaub zu.

Wann wird gewechselt?

Entscheidend ist allerdings der Zeitpunkt des Wechsels. Findet dieser nicht genau zum 1.7. statt, ist ein Arbeit­nehmer entweder im alten oder im neuen Job mehr als sechs Monate des betreffenden Kalender­jahres beschäftigt. Das bedeutet: Er hat dort laut Gesetz Anspruch auf den vollen Jahres­urlaub.

Beispiel: Wer zum 1. Mai den Job wechselt, erwirbt beim neuen Arbeitgeber einen vollen Urlaubs­anspruch für das betreffende Jahr. Möglicher­weise hatte er aber auch im alten Job schon Urlaubstage genommen. Dann hätte er unterm Strich sogar mehr als die üblichen Urlaubstage.

Genauso hat, wer zum Beispiel zum 1. Oktober wechselt, seinen Jahres­urlaub im alten Job vielleicht schon genommen. Trotzdem bekäme er beim neuen Arbeitgeber noch einmal anteilig Urlaub, pro Monat jeweils ein Zwölftel des Jahres­urlaubs.

Urlaub kann verrechnet werden

Um solche Doppel­urlaubstage zu vermeiden, können der neue Chef oder die neue Chefin aber eine Urlaubs­bescheinigung verlangen. Die muss der Angestellte dann vom alten Arbeitgeber einholen. „Bevor ein Arbeitgeber seinem Angestellten, der im Mai angefangen hat, den vollen Jahres­urlaub gewährt, kann er nachfragen, wie viel Urlaub schon genommen wurde und diese Tage dann verrechnen“, sagt Bredereck.

In der Praxis wird das unterschiedlich gehandhabt. So kann es sein, dass jemand durch einen Arbeitgeber­wechsel auf mehr Urlaubstage kommt, während beim anderen die Rechnung genau aufgeht und es nicht mehr, aber eben auch nicht weniger Jahres­urlaub gibt.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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