wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Arbeitsrecht | 11.08.2022

Trinkgeld

Welche Regeln in Sachen Trinkgeld gelten - Darf der Arbeitnehmer das Trinkgeld behalten oder muss er dem Inhaber etwas abgeben?

Das Trinkgeld steht in der Regel den Service­kräften zu

Viele Beschäftigte in der Gastronomie sind auf zusätzliches Trinkgeld angewiesen. Das landet aber nicht immer direkt in der eigenen Tasche. Wer darf dann darüber verfügen?

Werbung

In der Gastronomie ist das Trinkgeld häufig eine mehr als willkommene Aufstockung zum Lohn. Aber dürfen Service­kräfte das Geld direkt behalten?

Grundsätzlich gilt

Das Trinkgeld steht dem Arbeit­nehmer zu, der es erhalten hat, sagt Prof. Michael Fuhlrott, Fachanwalt für Arbeits­recht in Hamburg und Mitglied im Verband deutscher Arbeits­rechts­anwälte. Zumindest, sofern im Arbeits­vertrag nichts anderes geregelt ist.

Der Gast gebe das Trinkgeld freiwillig und würdige damit die Leistung der ihn bedienenden Service­kraft. Wünscht sich der Gast nicht ausdrücklich eine andere Aufteilung des Trinkgelds, darf die jeweilige Service­kraft das Geld behalten.

Trinkgeld muss nicht an Inhaber gehen

Inhaber oder Inhaberin eines Gastronomie­betriebs etwa können dann nicht verlangen, dass Beschäftigte das Trinkgeld an sie abgeben. Solche Regelungen sind laut Fuhlrott regelmäßig unwirksam. Selbst wer eine entsprechende Klausel unter­schrieben hat, müsse einer solchen Anweisung nicht Folge leisten.

Was dem Arbeits­rechtler zufolge aber denkbar ist: Arbeits­vertrag­liche Regelungen, wonach das Trinkgeld unter den Beschäftigten verteilt wird. Dafür bedarf es aber das Ein­verständnis der Mit­arbeitenden. „Einseitig können solche Regelungen nicht vorgegeben werden.“

Keine Mindestvorgaben für Trinkgeld

Höchstens in Einzel­fällen seien Regelungen erlaubt, das Trinkgeld auf das jeweilige Festgehalt anzurechnen. Hierbei darf aber insbesondere keine Verrechnung mit dem Mindestlohn erfolgen. Mindest­vorgaben für Umsatz oder Mindest­summen von Trink­geldern sind in keinem Fall zulässig.

Die gute Nachricht für Beschäftigte

Trinkgelder sind in un­begrenzter Höhe steuerfrei.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 4.5 (max. 5)  -  4 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#9649