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Arbeitsrecht und Familienrecht | 26.05.2021

Elternzeit

Wie Berufstätige die Elternzeit-Planung angehen

Für werdende Eltern gibt es viele verschiedene Elternzeit­modelle

Mutter­schutz, Elterngeld plus, Partner­monate: Die Regelungen zum Thema Elternzeit sind nicht leicht zu überblicken. Und natürlich ist jede Familie anders. Wie finden werdende Eltern die beste Lösung?

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Wenn ein Baby unterwegs ist, hat man tausend Dinge im Kopf - der Job gehört nicht unbedingt dazu. So groß die Vorfreude auch ist, ein paar Gedanken sollte man sich unbedingt um seine Arbeit machen. Denn wer seine Elternzeit gut plant, kann sie umso mehr genießen. Es gibt eine ganze Reihe Tipps, Fristen und Empfehlungen. Worauf es vor allem ankommt.

Keine gesetzlich geltende Frist zur Bekanntgabe

Zunächst stellt sich meist die Frage: „Wann sage ich es meinem Chef oder meiner Chefin?“ Eine gesetzlich geltende Frist dafür gebe es nicht, sagt Till Bender, Sprecher bei der DGB Rechts­schutz GmbH. Das Mutter­schutz­gesetz sieht lediglich im Fall einer Kündigung vor, dass man dem Arbeitgeber eine Schwangerschaft innerhalb von zwei Wochen - spätestens aber nach Kenntnis - nach der Kündigung mitzuteilen hat, um den Schutz zu erhalten.

Absprachen früh beginnen

Anders sieht es bei der Elternzeit aus: „Wer in Elternzeit gehen möchte, muss diese sieben Wochen, bevor es losgehen soll, beim Arbeitgeber beantragen.“ Das sei natürlich sehr spät, räumt Bender ein. Aus Gründen der Fairness sollte man dem Arbeitgeber eine Schwangerschaft deshalb schon eher mitteilen und ihn möglichst auch in die Planungen einbeziehen. „Je früher und je konkreter, desto besser.“

Denn es gibt viele Möglichkeiten, wie Bender erklärt: Das Elterngeld von rund zwei Drittel des Einkommens wird für 12 beziehungs­weise 14 Monate gezahlt. Die längere Dauer gilt für Allein­erziehende und wenn der Partner oder die Partnerin auch mindestens zwei Monate Elternzeit nehmen.

Viele Möglichkeiten beim Elterngeld

Außerdem kann man das Elterngeld auch auf 24 Monate ausdehnen, bekommt dann aber monatlich nur die Hälfte - das Ganze nennt sich Elterngeld plus. Zudem hat man die Möglichkeit, während der Elternzeit in Teilzeit zu arbeiten. Und es ist zusätzlich möglich, unbezahlte Elternzeit zu nehmen. „Wie man die Zeit nun aufteilt und ob man während­dessen arbeiten möchte, hängt von der individuellen Situation ab“, sagt Bender.

In die Über­legungen sollte man natürlich die finanzielle Situation einbeziehen: Wie viel Geld braucht man monatlich? Auf wie viel Geld kann man also verzichten? „In der Praxis bleibt häufig derjenige zu Hause, der weniger verdient, um die finanziellen Einbußen in Grenzen zu halten“, so Bender.

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Werdende Eltern sollten Beratungsmöglichkeiten nutzen

Bedenken sollte man nicht nur finanzielle Aspekte, sondern auch, wie man sich die Elternzeit vorstellt. Wie viel Zeit wünscht man sich zu Hause mit dem Kind und als Familie? Wichtig ist: Elterngeld kann man bis zu drei Monate rückwirkend beantragen, später ist das nicht mehr möglich.

„Am besten nimmt man die Beratungs­möglichkeiten in der eigenen Kommune in Anspruch“, sagt Bender. „Man sollte sich wirklich Zeit für die Planung nehmen und die Elternzeit nicht auf den letzten Drücker organisieren.“

Auch Sanaz von Elsner sagt, sich für die Planung der Elternzeit Zeit zu nehmen und sich gut zu informieren. Sie ist systemischer Coach und Karriere­beraterin. „Wichtig ist, erst in den eigenen vier Wänden zu klären, wie man sich die Elternzeit aufteilen möchte. Und dann sollte man rechtzeitig mit dem Vor­gesetzten das Gespräch suchen und die Karten auf den Tisch legen.“

Wiedereinstieg in den Job schon mitdenken

Um gut planen zu können, rät von Elsner, sich mit anderen Eltern auszutauschen. „Vielleicht gibt es auch unter den Kollegen Eltern, deren Wissen einem weiterhelfen kann.“ Wie sind deren Erfahrungen? Was ist in Sachen Job realistisch? Wie flexibel ist man als Eltern wirklich? „Es müssen nicht alle Hürden mit der Geburt erledigt, aber am besten bedacht sein.“

Von Elsner rät vor allem Frauen dazu, den Job nicht ohne Weiteres ganz oder für lange Zeit an den Nagel zu hängen. „Man muss an die eigenen Alters­vorsorge denken, an den eigenen Lebensweg, die Kinder werden auch größer.“ Der Wieder­einstieg werde schwerer, je länger man aus dem Beruf raus ist.

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Übergabe an Vertretung rechtzeitig planen

Wer länger in Elternzeit geht, wird im Unternehmen meist vertreten. Wie eine Übergabe an diese Vertretung auszusehen hat, sei rechtlich nicht explizit geregelt, sagt Bender. „Solange ich arbeiten gehe, muss ich meine Arbeit machen. Und wenn ich einen Nachfolger einarbeiten oder meine Aufgaben dokumentieren soll, dann ist das in dem Fall meine Arbeit.“ Aber nur, wenn der Arbeitgeber eine Vertretung benennt. Selbst seine Vertretung organisieren, muss man als Arbeit­nehmer nicht.

Von Elsner empfiehlt, zunächst die eigenen Aufgaben klar zu definieren. Danach kann man das Gespräch mit dem Vor­gesetzten suchen und vielleicht gemeinsam überlegen, ob jemand eingestellt werden muss oder die Aufgaben im Team verteilt werden können.

Manchmal kann die Übergabe persönlich mit der Vertretung stattfinden, manchmal muss eine schriftliche Übergabe reichen. „Wichtig ist, sich rechtzeitig dran zu setzen und nicht erst kurz vor dem letzten Tag“, empfiehlt die Trainerin. „Es kann immer noch etwas dazwischen­kommen, zum Beispiel ein Beschäftigungs­verbot des Arztes.“

Quelle: dpa/DAWR/ab
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