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Steuerrecht | 11.11.2021

Steuer­erklärung

Wie Steuer­zahler jetzt noch Geld sparen

Zehn Tipps im Überblick

Bald ist das Jahr 2021 Geschichte. Bevor Sie jetzt aber einen Gang runter­schalten, sollten Sie noch einmal prüfen, ob sich nicht die ein oder andere Ausgabe lohnt. Das kann Steuern sparen.

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Wer bis zum Jahresende noch einmal Geld ausgibt, kann Geld sparen. Hört sich merkwürdig an? Ist es aber nicht, denn mit bestimmten Ausgaben können Steuer­zahlerinnen und Steuer­zahler ihre Steuerlast senken. Manchmal muss man dafür auch nur Formulare ausfüllen oder einen Antrag stellen.

Steuererklärung nachreichen

Nicht jeder ist verpflichtet, eine Einkommen­steuer­erklärung abzugeben. Angestellte Singles ohne sonstige Einkünfte oder Arbeit­nehmer-Paare mit der Steuer­klasse 4/4 brauchen das meist nicht, erklärt der Bund der Steuer­zahler. Sie können ihre Steuer­erklärung aber freiwillig einreichen.

Das lohnt sich, wenn mit einer Steuer­erstattung gerechnet werden kann. Zum Beispiel wegen eines langen Fahrtwegs zur Arbeit. Das Gesetz räumt Steuer­zahlern in diesen Fällen vier Jahre Zeit für die Abgabe der Erklärung ein. Das heißt: Die freiwillige Erklärung für das Jahr 2017 muss bis zum 31. Dezember 2021 eingereicht werden.

Spenden und Steuern sparen

Wer gibt, kann auch etwas zurück­bekommen. Das Finanzamt erkennt Spenden steuer­mindernd an. Voraussetzung: Die Gemein­nützigkeit des Spenden­empfängers ist anerkannt, erklärt der Bundes­verband der Lohn­steuerhilfe­vereine (BVL). Wichtig ist, dass jede Spende nachgewiesen werden kann.

Für Spenden bis 300 Euro sowie Spenden im Katastrophen­fall gilt das vereinfachte Verfahren. Dazu braucht man lediglich einen Einzahlungs­beleg bei einer Bargeld­spende oder einen Kontoauszug. Name, Kontonummer, Buchungstag, Durchführung der Zahlung und Spenden­betrag müssen auf der Buchungs­bestätigung zu erkennen sein. Für Spenden über 300 Euro benötigt man eine Spenden­quittung.

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Lohnsteuerklassen checken

Verheiratete sollten überprüfen, ob ihre Lohnsteuer­klassen noch passen. Besonders zum Jahresende kann das sinnvoll sein, rät der Bund der Steuer­zahler. Verändert sich im kommenden Jahr etwa durch einen Jobwechsel oder eine Gehalts­erhöhung das Verhältnis der Einnahmen zwischen den Partnern, kann sich der Wechsel in eine andere Steuer­klassen­kombination lohnen.

Ehepaare haben die Wahl zwischen der Steuer­klassen­kombination 4/4, 3/5 und dem Faktor­verfahren. Die Kombination 4/4 wird häufig bei annähernd gleichen Einkommen der Partner gewählt, die Kombination 3/5 bei unterschiedlicher Einkommens­verteilung. Mit dem Faktor­verfahren kann die voraus­sichtliche Steuer­schuld sehr genau ermittelt werden.

Wird der Arbeitslohn von einem Ehepartner mit der Steuer­klasse 5 oder dem Faktor­verfahren abgerechnet, ist eine Steuer­erklärung Pflicht. Der Steuer­klassen­wechsel ist seit 2020 mehrfach im Jahr möglich. Seit dem 1. Oktober kann der Antrag auch online gestellt werden.

Krankheitskosten bündeln

Außergewöhnliche Belastungen senken die Steuerlast. Hierunter fallen auch Krankheits­kosten wie die Ausgaben für Brille, Zahnersatz, Physio­therapie sowie Zuzahlungen zu Heilmitteln und Medikamenten, erklärt die Bundes­steuer­berater­kammer.

Das Finanzamt erkennt die außergewöhnlichen Belastungen an, wenn die individuelle Belastungs­grenze überschritten ist. Diese Grenze richtet sich nach dem Gesamt­betrag der Einkünfte sowie der Anzahl der Kinder und wird in drei Stufen individuell ermittelt.

Die zumutbare Belastung eines kinderlosen Arbeit­nehmers, der im Jahr 2021 Einkünfte in Höhe von 30 000 Euro hat, beträgt etwa 1646 Euro. Wer mit seinen Ausgaben einmal seine individuelle Zumutbarkeits­grenze überschritten hat, sollte prüfen, ob es möglich ist, weitere Krankheits­kosten in das laufende Jahr zu holen - etwa, indem eine benötigte Brille noch in diesem Jahr gekauft wird.

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Vorauszahlungen von privaten Krankenversicherungsbeiträgen

Beiträge zur Basis­absicherung in der Kranken- und der gesetzlichen Pflege­versicherung sind nahezu in un­begrenzter Höhe steuerlich abzugs­fähig. Dies gilt in gewissen Grenzen auch für Voraus­zahlungen von Beiträgen für eine private Kranken- und Pflege­versicherung für künftige Jahre, erklärt der Bundes­verband Lohn­steuerhilfe­vereine. Denn für diese Zahlungen gilt grund­sätzlich das Abfluss­prinzip.

Voraus­zahlungen werden seit dem Veranlagungs­zeitraum 2020 bis zu dem Dreifachen des Jahres­beitrags steuer­mindernd berücksichtigt. Da nach dem Abfluss­prinzip die steuerliche Berücksichtigung im Jahr der Zahlung eintritt, können so bereits im Vorjahr Steuern gespart werden. Empfehlens­wert ist diese Vorgehensweise laut BVL dann, wenn die dies­jährigen Einnahmen höher als in den Folgejahren sind.

Grenzen für Handwerkerkosten ausschöpfen

Handwerker­leistungen machen sich bezahlt. Denn die Arbeits-, Fahrt- und Maschinen­kosten können Steuer­pflichtige bis zu einer Höchstg­renze von 6000 Euro im Jahr steuerlich geltend machen und 20 Prozent direkt auf die zu zahlende Einkommen­steuer anrechnen lassen, erklärt die Bundes­steuer­berater­kammer. Maximal sinkt die Steuerlast um 1200 Euro.

Damit die Ausgaben vom Finanzamt anerkannt werden, muss das Unternehmen eine ordnungs­gemäße Rechnung ausstellen und die Bezahlung per Über­weisung auf dessen Konto erfolgen. Bar­zahlungen gegen Quittung werden nicht anerkannt. Wichtig ist zudem, dass Lohn- und Arbeits­kosten in der Rechnung genau aufgeschlüsselt sind, da nur diese durch das Finanzamt berücksichtigt werden.

Kostenlose Sondertilgung nutzen

Haus- und Wohnungs­eigentümer haben bei ihrer Finanzierung oft eine jährliche Sonder­tilgung vereinbart. Das heißt: Sie können zusätzlich zur monatlichen Rate einen festgelegten Betrag an die Bank zurück­zahlen.

In diesem Fall lohnt es sich zu prüfen, inwieweit sie dieses Recht genutzt haben oder noch bis Jahresende nutzen wollen, rät der Bundes­verband deutscher Banken. So kann der Zinseszins­effekt minimiert werden, da die Schulden­summe schneller geringer wird. Eine schnellere Kredit­tilgung minimiert außerdem das Ausfall­risiko.

Zulagen für die Riester-Rente beantragen

Menschen, die in eine Riester-Rente investieren, können staatliche Zulagen erhalten. Diese Zulagen gibt es aber nur auf Antrag, erläutert die Deutsche Renten­versicherung Bund in Berlin. Beantragt werden die Zulagen beim jeweiligen Anbieter des Riester-Vertrages.

Bis zu zwei Jahre rückwirkend ist ein solcher Antrag möglich. Danach verfällt der Anspruch. Wer die Zulagen für das Jahr 2019 noch erhalten möchte, muss sie also bis zum 31. Dezember 2020 bei seiner Versicherung oder seiner Bank beantragt haben. Eine praktische Lösung stellt hier der Antrag auf Dauerzulage dar: Er bevollmächtigt den Anbieter, die Zulagen selbst zu beantragen.

Freistellungsaufträge überprüfen

Wer mehrere Konten hat, sollte vor dem 31. Dezember die Freistellungs­aufträge kontrollieren, rät der Bundes­verband deutscher Banken. Sind die vom Steuerabzug frei gestellten Beträge auf Konten und Depots noch optimal verteilt?

Bei einem Auftrag ist womöglich noch Luft nach oben, der andere hingegen ist zu knapp bemessen. Dann kann eine neue Aufteilung sinnvoll sein, bevor die ersten Kapital­erträge im neuen Jahr gutgeschrieben werden. Der Sparer­freibetrag liegt bei 801 Euro pro Jahr, 1602 Euro bei Verheirateten.

Gewinne und Verluste verrechnen

Fallen Gewinne und Verluste auf ein und demselben Konto oder Depot an, verrechnet das die Bank und überträgt darüber hinaus­gehende Verluste auch ins neue Jahr.

Wer aber einen Verlust mit Kapital­erträgen verrechnen möchte, der auf einem Konto bei einer anderen Bank angefallen ist, kann dies nur nachträglich über die Steuer­erklärung machen. Hierfür ist eine Verlust­bescheinigung von der Bank erforderlich. Sie kann bis zum 15. Dezember 2021 angefordert werden.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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