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Immobilienrecht | 17.04.2018

Wohnungs­kauf

Wohnungseigentum: Welche Informationen Käufer in der Teilungs­erklärung finden

Kaufinteressenten sollten Teilungserklärung sorgfältig lesen

Wer eine Wohnung kauft, wird Teil einer Eigentümer­gemeinschaft. Er besitzt neben der Wohnung auch Teile des Gebäudes. Alle wichtigen Informationen hierzu finden sich in der Teilungs­erklärung. Wer sie richtig liest, erfährt hier auch schon etwas über Risiken.

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Die Teilungs­erklärung ist für Eigentümer von Wohnungen ein wichtiges Dokument. Käufer sollten es genau lesen, rät der Verband Wohnen im Eigentum in Bonn. Denn darin wird festgelegt, wie das Grundstück samt der Gebäude­anlage aufgeteilt ist.

Beschrieben wird unter anderem, ob es sich um eine Einzelhaus- oder Mehrhaus­anlage handelt. Teilungs­erklärungen nennen auch besondere Einrichtungen wie etwa Stell­plätze, Tiefgaragen oder Gärten. Auch die Zweck­bestimmung der Anlage wird dargestellt, also zum Beispiel, ob es eine reine Wohnanlage oder gemischte Wohn- und Geschäfts­anlage ist. Hinter den Beschreibungen können sich durchaus Risiken verstecken.

Beispiel „Nutzung“

Bei einer gemischten Wohn- und Geschäfts­anlage sind die Sonder­eigentums­einheiten im Aufteilungs­plan als Wohnungs- oder Teil­eigentum festgelegt. Finden sich in der Anlage Geschäfte und Lokale, muss mit Lauf­kundschaft sowie an- und abfahrenden Autos gerechnet werden. Gibt es nur Wohnungs­eigentum, darf hingegen niemand ein Geschäft eröffnen.

Beispiel „Wohnungsgrößen“

Dominieren in der Anlage Ein- und Zwei­raum-Appartements, sollten Käufer mit vielen Vermietern unter den Mit­eigentümern rechnen. Häufig decken sich deren Interessen nicht mit denen von selbst­nutzenden Eigentümern. Das beeinflusst die Meinungs­bildung in der Wohn­eigentums­gemeinschaft (WEG).

Beispiel „Tiefgaragen“

Tiefgaragen sind bequem, oft aber teuer bei Sanierungen. Vor allem beim Kauf einer Bestands­wohnung sollten Käufer daher den baulichen Zustand des ganzen Hauses prüfen. Auch sollte die Frage geklärt werden, ob die Eigentümer­gemeinschaft Sanierungen beschlossen hat, die noch nicht ausgeführt wurden.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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