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Arbeitsrecht | 15.10.2019

Brücken­tage

Zusätzliche Urlaubstage: Brücken­tage 2020 optimal nutzen

Mit den gesetzlichen Feiertagen lässt sich der Jahres­urlaub ordentlich verlängern

Wer 2020 mit wenigen Urlaubs­tagen möglichst lange entspannen möchte, sollte sich mit seinen Urlaubs­anträgen beeilen. Denn die Brücken­tage sind im kommenden Jahr nicht so üppig gesät wie 2019.

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Wer träumt nicht davon: Man nimmt so gut wie keinen Urlaub und kann sich trotzdem viele Tage am Stück erholen. Die Brücken­tage zwischen Feiertagen und Wochenenden machen es möglich. Während die Freunde solcher Kurzurlaube in diesem Jahr voll auf ihre Kosten kommen, sieht es 2020 eher bescheiden aus. Bundesweit bieten sich gerade einmal zwei Gelegenheiten für ein deutlich verlängertes Wochenende - nach Neujahr und nach Christi Himmelfahrt.

Der Januar beginnt vielversprechend

Wer sich nach dem Weihnachts­stress und der Silvester­feier noch ein wenig erholen möchte, kann sich freuen. Mit nur zwei Urlaubs­tagen lassen sich fünf freie Tage am Stück gewinnen, denn Neujahr fällt diesmal auf einen Mittwoch. Davon profitieren auch all jene, die „zwischen den Jahren“ komplett freinehmen wollen. Wer in Baden-Württemberg, Bayern oder Sachsen-Anhalt lebt, kann am 6. Januar (Heilige Drei Könige) noch einen zusätzlichen Tag lang ausspannen.

Ein beliebter Brückentag ist jedes Jahr auch nach Christi Himmelfahrt (21. Mai). Das Fest fällt 39 Tage nach Oster­sonntag immer auf einen Donnerstag. Mit nur einem Urlaubstag erhalten Arbeit­nehmer vier freie Tage am Stück.

Viele Feiertage fallen 2020 auf das Wochenende

Während in Bundes­ländern wie Hamburg, Berlin oder Nieder­sachsen die Möglichkeiten für Brücken­tage damit bereits aus­geschöpft sind, dürfen sich Arbeit­nehmer in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, dem Saarland, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz freuen. Denn für sie bietet sich traditionell auch nach dem katholischen Feiertag Fron­leichnam (11. Juni) die Gelegenheit für ein verlängertes Wochenende. Fron­leichnam liegt jedes Jahr an einem Donnerstag.

Auch in Sachsen geht noch mehr: Dort haben Beschäftigte am Buß- und Bettag (18. November) frei. Weil der evangelische Feiertag immer an einem Mittwoch begangen wird, lässt sich in dem östlichen Bundesland mit nur zwei Urlaubs­tagen eine weitere Fünf-Tage-Auszeit einlegen.

Ansonsten liegen die Feiertage 2020 aber eher ungünstig für Arbeit­nehmer. Der Tag der Deutschen Einheit fällt diesmal auf einen Samstag (3. Oktober). Gleiches gilt für den Reformations­tag (31.Oktober), der in den nord- und ost­deutschen Bundes­ländern - außer in Berlin - arbeitsfrei ist.

Die Hauptstadt hat erst in diesem Jahr entschieden, den Internationalen Frauentag am 8. März zum gesetzlichen Feiertag zu ernennen, er fällt im kommenden Jahr allerdings auf einen Sonntag. Einmalig ist in Berlin 2020 aber der 8. Mai Feiertag, der Tag der Befreiung vom National­sozialismus.

Auch Aller­heiligen lässt keine Möglichkeit für eine Auszeit, denn der in manchen west- und südd­eutschen Bundes­ländern gesetzlich verankerte Feiertag fällt ausgerechnet auf einen Sonntag (1.11.), ebenso der in Thüringen gefeierte Welt­kindertag (20. September). Mariä Himmelfahrt (Bayern und Saarland) hingegen liegt an einem Samstag (15. August). Gleiches gilt für den 2. Weihnachts­tag (26. Dezember).

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Bei Urlaubsstreit entscheidet der Arbeitgeber

Für viele Beschäftigte erfreulich: Der Tag der Arbeit (1. Mai) fällt diesmal auf einen Freitag. Die traditionellen Demonstrationen der Gewerkschaften läuten also ein verlängertes Frühlings­wochenende ein. Ein Brückentag erübrigt sich allerdings auch hier.

Weil es im kommenden Jahr also nur sehr wenige Brücken­tage gibt, könnte es in manchen Betrieben Zwist geben: Wer darf frei haben und wer nicht? Grund­sätzlich heißt es im Bundes­urlaubs­gesetz, dass der Arbeitgeber die Urlaubs­wünsche seiner Mitarbeiter berücksichtigen muss - es sei denn, dringende betrieb­liche Gründe sprechen dagegen.

Bei Streit treffe Grund­sätzlich der Arbeitgeber die letzte Entscheidung, erklärt Nathalie Oberthür, Anwältin für Arbeits­recht in Köln. Dabei müsse er den Urlaub aber möglichst gerecht verteilen. Auch soziale Gesichts­punkte spielen dann eine Rolle. So können Mitarbeiter den Vorrang verdienen, die etwa ihre Kinder betreuen müssen, weil die Kita an einem bestimmten Brückentag schließt.

Ungerechte Verteilung: Betriebsrat kann helfen

Wird der Urlaub nicht gerecht verteilt, könne sich der Arbeit­nehmer wehren. Wenn es Streit gibt, kann sich der Arbeit­nehmer beim Betriebsrat beschweren. „Und der Betriebsrat hat die Möglichkeit, sehr effizient und für den Arbeitgeber kosten­trächtig eine Einigungs­stelle anzurufen, um diese Streitig­keit zu lösen“, sagt Rechtsanwältin Nathalie Oberthür. Wenn sich der Betriebsrat darauf einlasse, sei das ein gutes Druckmittel.

Sollte dieser Weg nicht zum Ziel führen, bleibt die Möglichkeit, vor Gericht eine einstweilige Verfügung zu erwirken. Rechtsanwältin Nathalie Oberthür sieht hierbei Erfolgs­chancen: Es komme darauf an, ob der Arbeitgeber Ablehnungs­gründe hat. „Wenn er die nicht hat, dann sind Sie als Arbeit­nehmer auch erfolgreich mit der einst­weiligen Verfügung.“

Übrigens: Arbeit­nehmer können auch gezwungen werden, an einem bestimmten Brückentag Urlaub zu nehmen - nämlich immer dann, wenn der gesamte Betrieb an diesem Tag ruht. „Der Arbeitgeber darf Betriebs­ferien einseitig anordnen, muss allerdings, wenn ein Betriebsrat im Betrieb ist, das mit diesem abstimmen“, so Rechtsanwältin Nathalie Oberthür.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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