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Versicherungsrecht | 17.01.2019

Betrieb­liche Alters­vorsorge

Zuschuss zur betrieb­lichen Alters­vorsorge: Mit dem Arbeitgeber für die Rente sparen

Arbeitnehmer bekommen für betrieb­liche Altersvorsorge verpflichtenden Zuschuss des Arbeitgebers

Keine Frage: Private Alters­vorsorge ist wichtig. Für die betrieb­liche Alters­vorsorge gibt es jetzt neue Anreize. Wer einen Vertrag abschließt, bekommt unter bestimmten Voraus­setzungen einen Zuschuss vom Chef. Was Verbraucher wissen sollten.

Für ihre betrieb­liche Alters­vorsorge bekommen Arbeit­nehmer jetzt einen verpflichtenden Zuschuss des Arbeit­gebers. Das heißt: Wird eine Entgelt­umwandlungs­vereinbarung neu abgeschlossen und sieht die Zahlung in eine Direkt­versicherung, eine Pensions­kasse oder einen Pensions­fonds vor, muss der Arbeitgeber 15 Prozent des um­gewandelten Entgelts in den Vertrag des Arbeit­nehmers zuschießen.

Verpflichtende Zuschuss vorerst nur für Neuverträge

„Dieser verpflichtende Zuschuss des Arbeit­gebers gilt vorerst nur für Ver­einbarungen, die ab dem 1. Januar 2019 abschlossen werden“, erklärt Uwe Rauhöft, Geschäfts­führer vom Bundes­verband Lohn­steuerhilfe­vereine (BVL) in Berlin. Für bereits bestehende Ver­einbarungen, ist der Arbeitgeber erst mit Wirkung ab dem 1. Januar 2022 zur Zahlung dieses Zuschusses verpflichtet.

Arbeitgeber kann Zahlung des Zuschusses ablehnen

Allerdings ist der Arbeitgeber nicht zur Zahlung verpflichtet, wenn er durch die Entgelt­umwandlung des Arbeit­nehmers selbst keine Ersparnis hat. Das ist der Fall, wenn das Arbeit­nehmer­einkommen über den relevanten Beitrags­bemessungs­grenzen der Sozial­versicherung liegt. „Arbeit­nehmer, deren Einkommen unter den Beitrags­bemessungs­grenzen der Sozial­versicherung liegen und die bislang über keine Betrieb­liche Alters­vorsorge verfügen, sollten sich diesbezüglich beraten lassen“, rät Uwe Rauhöft. „Ansonsten besteht die Gefahr, dass sie den Arbeitgeber­zuschuss, der einen Beitrag zur Absicherung im Alter leisten kann, verschenken.“

Höhe der Beitragsbemessungsgrenze im Jahr 2019

Die Beitrags­bemessungs­grenze in der gesetzlichen Kranken­kasse beträgt im Jahr 2019 bundesweit 54.450 Euro und in der allgemeinen Renten­versicherung 80.400 Euro im Jahr in den alten sowie 73.800 Euro im Jahr in den neuen Bundes­ländern.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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