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Verbraucherrecht und Vertragsrecht | 14.02.2018

Mietwagen

„Kein Cabrio da“: Welches Modell Mietwagen­kunden als Ersatzwagen zusteht

Ein nicht zur gebuchten Fahrzeug­gruppe gehörender Ersatzwagen muss nicht akzeptiert werden

Ein Mietwagen fürs Urlaubsziel ist online schnell gebucht. Die Auswahl ist riesig, die Preise sind dank Mietwagen­brokern und Vergleichs­portalen niedrig. Also alles perfekt? Mitnichten: Der Ärger beginnt, wenn der Vermieter vor Ort das gebuchte Auto gar nicht hat.

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Gleich ist es geschafft. Die Koffer nach der Landung vom Gepäckband gefischt und ab zum Mietwagen­stand. Selbst die lange Schlange davor trübt die Urlaubs­stimmung nicht. Schließlich hat man das ersehnte Cabrio schon daheim übers Preis­vergleichs­portal gebucht. Doch die Dame am Schalter erklärt: „Kein Cabrio da“ - und sorgt für augen­blickliche Ernüchterung. Und dann ist der angebotene Ersatzwagen auch noch viel zu klein fürs Gepäck. Was ist nun zu tun?

Ersatzwagen muss zur gebuchten Fahrzeuggruppe gehören

„In einem solchen Fall würde ich das Ersatzauto zurück­weisen, woanders ein Auto mieten und die Mehrkosten als Schaden­ersatz geltend machen“, sagt Verkehrs­rechts­anwalt Christian Janeczek. „Denn wenn Sie ein Cabrio buchen und der Vermieter keines anbieten kann, müssen Sie das Ersatz­fahrzeug nicht nehmen oder bezahlen.“

Gebucht wird kein bestimmtes Modell

Maßgeblich ist die Buchungs­bestätigung. Meist findet sich dort eine vierstellige Buchstaben­folge, der sogenannte ACRISS-Code. Auf den haben sich viele große Auto­vermieter geeinigt. Er ordnet jedes Fahrzeug anhand von Merkmalen wie etwa Kategorie, Typ, Getriebe oder Treibstoff und Klimaanlage einer bestimmten Fahrzeug­gruppe zu, erklärt die ADAC-Auto­vermietung.

„CLMR“ zum Beispiel steht für eine Limousine der Kompakt­klasse mit manuellem Getriebe und Klimaanlage. Codes und Auto-Beispiele finden sich auf den Vermieter-Seiten oder auch online bei den Autoclubs.

Wer bucht, bestellt daher in der Regel kein bestimmtes Modell eines Herstellers, sondern nur eine Fahrzeug­gruppe, in der die Autos aber untereinander vergleichbar sind. Genannte Modelle stehen immer nur beispielhaft. In der Bestätigung kann dann etwa „Opel Astra Cabrio oder ähnlich“ sowie der Code stehen. „Oder ähnlich“ bezieht sich auf Fahrzeuge der gleichen Gruppe. „Daher könnte es sein, dass der Kunde statt eines Opel Astra den VW Beetle bekommt - beides jedoch als Cabrio“, sagt Julia Leopold vom Vergleichs­portal Check24.

Nach­trägliche einseitige Änderungen - etwa handschriftliche Vermerke auf der Buchungs­betätigung durch Vermieter­personal vor Ort - sind nicht bindend, erklärt Rechts­anwalt Christian Janeczek. Ist die gebuchte Kategorie nicht vorhanden, werden teils Autos der nächsthöheren Kategorie angeboten. Ist das mit Mehrkosten verbunden, lehne man besser ab.

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Reklamationen müssen direkt beim Vermieter erfolgen

Bei der Buchung über Vergleichs­portale kommen bis zu drei Parteien ins Spiel, erläutert Anja Smetanin vom Auto Club Europa (ACE). Neben den Such­portalen als Vermittler von Angeboten und der eigentlichen Auto­vermietung kann auch ein sogenannter Broker beteiligt sein, der bessere Konditionen bei den Vermietern aushandelt.

Deshalb kommt es in aller Regel am Ende immer auf den eigentlichen Flotten­betreiber an: „Der Vertrag wird immer direkt mit dem Vermieter vor Ort geschlossen, das ist der Vertrags­partner“, sagt Marion-Maxi Hartung von der ADAC-Auto­vermietung. „Reklamationen müssen deswegen in der Regel auch direkt beim Vermieter platziert werden.“

Mehrkosten vom Vermieter erstatten lassen

Wer zur Konkurrenz gehen möchte, um doch noch ein Modell der gebuchten Fahrzeug­gruppe zu bekommen, und beim ursprünglichen Vermieter später die Preis­differenz geltend machen möchte, dem rät Rechts­anwalt Christian Janeczek, sich alles schriftlich geben zu lassen. „Eine kurze Erklärung etwa, in der steht, dass ein vergleich­barer Wagen nicht verfügbar war und welche Alternativ­fahrzeuge im Angebot waren.“

Weigert sich der Vermieter, sollte man versuchen, umstehende Reisende als Zeugen zu gewinnen - und sich deren Kontakt­daten notieren. Von den vorgefertigten Unterlagen des Vermieters machen sich die Urlauber Kopien oder Handyfotos. Ist keine alternative Anmietung vor Ort möglich und man kommt man etwa vom Flughafen oder spätabends schlecht von der Vermiet­station weg, rät Rechts­anwalt Janeczek zu einem Taxi zum Hotel. Die Kosten sollte man sich vom Vermieter erstatten lassen.

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Alternativwagen kann unter Vorbehalt akzeptiert werden

Alternativen dazu: „Man fährt mit dem Ersatzauto zum Hotel, erklärt dabei aber ausdrücklich, dass damit kein Ein­verständnis mit dem angebotenen Mietwagen besteht“, so der Anwalt. Vielleicht gibt es dann am nächsten Tag ein passendes oder passenderes Modell. Wichtig: „Wenn mir die Option eröffnet wird, den Mietwagen nur für einen Tag zu nutzen, muss dies ausdrücklich im Vertrag vermerkt werden.“

Oder man akzeptiert den Alternativ­wagen unter Vorbehalt für den gesamten Zeitraum. Es müsse dann aber im Vertrag vermerkt werden, dass der Alternativ­wagen nicht als vertrags­gemäß akzeptiert wird, sagt Rechts­anwalt Janeczek. Dann kann man sich später eine etwaige Preis­differenz zur ursprünglich gebuchten Mietwagen­gruppe erstatten lassen.

Um nach Ende der Reise die jeweiligen Ansprüche geltend zu machen, schreibt man den Vermieter an und schildert den Fall. Nicht vergessen: Eine Frist von zwei Wochen zur Zahlung setzen.

Bei Unklarheiten vor Vertragsunterzeichnung Kundenservice des Vermieters kontaktieren

Kommt es an der Station zu Unklarheiten, rät Julia Leopold von Check24 generell, vor Vertrags­unterzeichnung den Kunden­service des Vermieters anzurufen, der dann oft auch die Kommunikation in Landes­sprache übernehmen könne. Die tatsächlich ausgegebene Fahrzeug­kategorie werde üblicherweise bereits im Mietvertrag vor Ort vermerkt. Ist das nicht der Fall, rät auch Julia Leopold dazu, die erhaltene Kategorie handschriftlich vermerken und unterschreiben zulassen. Reklamieren muss der Kunde dann nach Rückgabe beim Vermieter.

Versicherungen sind das A und O bei der Mietwagenbuchung

Komplizierter werden kann es bei zwei oder sogar drei beteiligten Parteien auch in Sachen Versicherung. Empfehlens­wert ist immer eine Voll­kasko­versicherung mit Diebstahl­schutz ohne Selbst­beteiligung, die am besten auch eine Erstattung von Schäden an Glas, Felgen und Reifen vorsieht. Diese Rundum-sorglos-Lösung lassen sich die Vermieter aber teuer bezahlen. Mietwagen­broker und teils auch Vergleichs­portale machen deshalb oft günstigere Angebote mit einer eigenen Versicherung für die Kosten der Selbst­beteiligung.

Bei einem Schadens­fall passiert dann Folgendes: „Der Kunde muss beim Vermieter vor Ort erstmal die Selbst­beteiligung vorstrecken“, erklärt Marion-Maxi Hartung. Danach müssten alle Belege beim Broker oder beim Portal zur Prüfung eingereicht werden, damit eine Rück­erstattung eingeleitet werden kann. Die Bearbeitung kann einige Zeit dauern.

Wer über Broker und Portale sparen möchte, muss also ein­kalkulieren, dass nach einem Schaden beispiels­weise sehr leicht die Kreditkarte belastet werden kann, bis alle rechtlichen sowie Kosten­fragen unter den verschiedenen Vertrags­partnern geklärt sind, erläutert Anja Smetanin. Menschen mit hohem Sicherheits­bedürfnis sollten Fahrzeug und Versicherungen eher aus einer Hand direkt bei einem Vermieter buchen. „Aber dann zahlen sie auch etwas mehr.“

Anja Smetanin rät grund­sätzlich, Mietwagen-Unterlagen genau zu studieren, vor allem bezüglich der Versicherungen: „Das ist das A und O der Mietwagen­buchung.“ Das Klein­gedruckte sei enorm wichtig, „egal, bei wem Sie buchen“. Wer seine Unterlagen kennt, gerät auch nicht unter Druck, wenn der Vermieter vor Ort plötzlich versucht, etwa eine unnötige, bereits vorhandene Versicherung oder andere nicht gewünschte Zusatz­leistungen zu verkaufen.

Die drei Parteien bei Mietwagen

Neben Direkt­angeboten von Auto­vermietungen wie Avis, Enterprise, Europcar, Hertz, Sixt oder Verleihern, die nur im jeweiligen Reiseland aktiv sind, gibt es Mietwagen-Broker wie Auto Europe, CarDelMar, DriveFTI oder Sunny Cars, die Mietwagen-Kontingente der Auto­vermietungen selbst an den Endkunden bringen. Portale wie Billiger-Mietwagen.de, Check24.de oder Mietwagen-Check.de listen alle Angebots­arten zum Preis­vergleich auf.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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