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Immobilienrecht und Mietrecht | 23.11.2016

Katzen­inkontinenz

Es stinkt zum Himmel: Streit nach Hauskauf wegen Katzenurin landet vor Gericht

Inkontinente Katze sorgt für Katzen­jammer

Diese Geschichte stinkt zum Himmel - und hat es nun sogar bis ans Oberlandes­gericht München geschafft. Es geht um ein Haus, ein epileptisches Tier - und viel Katzen­jammer.

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Gut 18 Jahre lang schnurrten Katzen in einem Haus in Oberbayern. Mal zwei, mal sieben Haustiere bevölkerten die 140 Quadrat­meter in Zangberg. Doch als neue Bewohner einzogen, war der Katzen­jammer groß. Denn als sie sich im neuen Heim einrichten wollten und alles erst einmal feucht durch wischten, stieg ihnen ein beißender Gestank in die Nase: Katzenurin. In manchen Zimmern konnten sie sich kaum aufhalten.

Haus war „massiv“ mit Katzenurin verseucht

Das stank den Käufern tierisch, die 297.000 Euro für das Haus bezahlt hatten - sie beauftragten einen Sachverständigen mit der Über­prüfung des Hauses. Ergebnis: Es ist „massiv“ mit Katzenurin verseucht. Die Sanierungs­kosten liegen bei rund 56.000 Euro. Deshalb zogen die Käufer vor Gericht und verklagten die Verkäufer auf Schaden­ersatz.

LG: Hauskäufer wurde nicht über den Schaden getäuscht

Vor dem Landgericht Traunstein scheiterten die neuen Bewohner. Die Richter waren der Ansicht, dass die Katzen­liebhaber die Hauskäufer nicht über den Schaden getäuscht hätten. Schließlich hätten diese das Anwesen mehrfach besichtigt und gewusst, dass mehrere Katzen im Haus lebten. Den Haltern sei die massive Verseuchung mit Urin außerdem selbst nicht bewusst gewesen, weil sie den Geruch auf die Katzen­toiletten oder geringe Urinmengen zurück­geführt hätten.

OLG sieht Katzenhalter durchaus in der Verantwortung

Vor dem Oberlandes­gericht München dreht sich der Fall allerdings. Die Richter sehen die Katzen­halter durchaus in der Verantwortung. Zwar waren im Haus zahlreiche Katzenklos aufgestellt. Doch die Tierfreunde besaßen auch eine Katze, die unter epileptischen Anfällen litt und regelmäßig Urin verlor. Die Halter beteuerten zwar, dass das Malheur immer gleich aufgewischt worden sei.

Doch der Vorsitzende Richter Wilhelm Schneider ist skeptisch: „Ich bezweifle, dass Sie der Katze immer so auf der Spur waren, dass sie da jegliches Pfützchen sogleich haben wegwischen können.“ Laut Gutachten gebe es kaum eine Stelle im Haus, „wo nicht hingebieselt worden ist“. So sei sogar auf dem Schrank uriniert worden, hinter dem die Aus­scheidungen ungesehen an der Wand hinunter liefen. Fazit: „Wenn man eine Katze hat, die den Urin nicht so halten kann, dann ist das schon ein bissl Arglist“, sagte Richter Wilhelm Schneider.

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Parteien einigten sich durch Vergleich

Deshalb führten die beiden Parteien Vergleichs­verhandlungen. Mit dem Ergebnis, dass die neuen Bewohner 30.000 Euro bekommen, um die Räume sanieren zu können. Geld stinkt schließlich nicht.

Streit wegen Katzenurin endet nur selten vor Gericht

Ein Fall wie dieser ist selten. „Häufig tritt dieses Problem sicherlich nicht auf“, sagt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund. Es gebe nur vereinzelt vergleichbare Fälle. So verurteilte etwa das Amtsgericht Bremen einen Mieter zu Schaden­ersatz in Höhe von rund 1500 Euro, ebenfalls wegen starken Geruchs nach Katzenurin (Az. 19 C 479/13). Das Amtsgericht Münster entschied, dass einem Mieter fristlos gekündigt werden darf, wenn er seine Wohnung in einen derart unhygienischen Zustand versetzt, dass unzumutbarer Gestank in das Treppenhaus und andere Wohnungen dringt und so die Mitmieter beeinträchtigt (Az. 3 C 4334/10).

Ähnlich äußert sich Alexander Wiech von Haus und Grund Deutschland: Derartige Ver­unreinigungen kommen seiner Kenntnis nach nicht sehr häufig vor. Statistiken lägen ihm nicht vor. „Nur: Wenn es vorkommt, ist das nicht nur ärgerlich, sondern auch sehr teuer.“

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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