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Strafrecht | 24.10.2016

Untreue

Hollywood­reifer Auftritt: „König von Deutschland“ sieht sich als Diener Gottes

Staats­anwaltschaft wirft ihn schwere Untreue in 28 Fällen und Verstoß gegen das Kreditwesen­gesetz vor

Ist alles Show - oder glaubt er wirklich, was er sagt? Der selbsternannte „König von Deutschland“, ein mutmaßlicher Betrüger, legt im Gericht einen hollywood­reifen Auftritt hin. Die Behörden halten ihn aber für eine mögliche Gefahr.

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Verstoß gegen das Kreditwesengesetz und schwere Untreue

Wie in Film: Unter Tränen, angeschmachtet von seiner jungen Lebens­partnerin mit Modelmaßen, weist der selbst ernannte „König von Deutschland“ Peter Fitzek im voll besetzten Gerichts­saal in Halle alle Anklagen von sich. Schwere Untreue in 28 Fällen und Verstoß gegen das Kreditwesen­gesetz wirft ihm Oberstaats­anwältin Heike Geyer zum Prozess­auftakt vor. Es geht um 1,7 Millionen Euro, die Peter Fitzek von Menschen angenommen und ihnen eine krisensichere Anlage in Sachwerten versprochen haben soll. Davon habe er sich satte 1,3 Millionen Euro in die eigene Tasche gesteckt.

„Ich bin ein treuer Diener von Gott“

Die Sicherheits­behörden rechnen Peter Fitzek den Reichs­bürgern zu (vgl. Die „Reichs­bürger“ - wer sie sind und was sie wollen). Diese Bewegung leugnet die Existenz der Bundes­republik und deren Gesetze. Er weist das vehement von sich. Am Mittwoch hatte ein Reichs­bürger in Georgensgmünd bei Nürnberg auf Polizisten geschossen. Ein 32 Jahre alter SEK-Beamter erlag später seinen Verletzungen.

Peter Fitzek, gelernter Koch, gibt sich bei der Frage nach seien Personalien als „Staats­angehöriger des König­reichs Deutschland“ aus. „Ich bin ein treuer Diener von Gott, ich gebe nur mein Bestes, bis heute. Ich bin ein Handlanger vom Schöpfer. Wenn er ruft, muss ich handeln“, sagt der 51-Jährige aus Wittenberg.

Sympathisanten im Gerichtssaal

Das Geld sei ihm „aufgenötigt“ worden. „Ich kann meine Unschuld umfänglich beweisen“, ergänzt der Angeklagte und bricht immer wieder in Tränen aus. Er engagiere sich allein für das Gemeinwohl, er bereichere sich nicht auf Kosten anderer, er lebe „nur etwas besser“ als ein Hartz-IV-Empfänger. Doch für die Staats­anwaltschaft steht fest: Die 1,3 Millionen Euro sind verschwunden.

„Für die Anleger besteht die Gefahr des Total­verlusts“, betont die Oberstaats­anwältin. Dennoch hatten sich einige Sympathisanten im Gerichts­saal eingefunden, verfolgten mit Ansteckern des selbst­gewählten Königreich-Logos den Prozess, der von einem Medien­spektakel und zugleich strengsten Sicherheits­kontrollen begleitet ist.

„Den Ablauf der Verhandlung bestimme ich“, mahnt die Vorsitzende Richterin der Wirtschafts­strafkammer, Ursula Mertens, gleich zu Beginn. Da tritt der Angeklagte - trotz Fußfesseln - auf wie ein Herrscher, Richter, Staats­anwalt, Gutachter und Anwalt in einem.

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„Die Gelder sind immer ins Allgemeinwohl geflossen“

In einer Verhandlungs­pause verspricht Peter Fitzek seiner Lebens­partnerin: „Hab Vertrauen, mein Schatz, wir stehen das durch.“ Dann beschreibt die selbstständige Coacherin „im Bereich Fitness“ mit langen schwarzen Haaren und körper­betontem Outfit der Richterin den Angeklagten. „Ich kenne niemanden, der sich so für andere Menschen einsetzt und so sehr an sich selber spart. Die Gelder sind immer ins Allgemein­wohl geflossen“, beteuert die 33-Jährige.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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