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Allgemeines Zivilrecht | 21.03.2017

Fluss als Lebewesen

Indische Flüsse Ganges und Yamuna zu Lebewesen erklärt

Ganges erhält dadurch die gleichen Rechte wie ein Mensch

Der indische Fluss Ganges ist von einem Gericht zu einem Lebewesen erklärt worden. Somit hätten der Ganges sowie die Yamuna - der wichtigste Nebenfluss des Ganges - die gleichen Rechte wie ein Mensch, teilte der Hohe Gerichtshof von Uttarakhand im Norden des Landes mit. Der Status gelte auch für alle Neben­flüsse der beiden Flüsse.

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„Dieser Status eines Lebewesens bedeutet, wenn dem Fluss oder einem Nebenfluss Schaden zugefügt wird, wäre es, als habe man einem Menschen Schaden zugefügt“, sagte Anwalt Manoj Chandra Pant, über dessen Antrag das Gericht am geurteilt hatte.

Zustand der Flüsse soll verbessert werden

Solch ein Urteil sei nötig gewesen, um schwindende Wasser-Ökosysteme zu retten, sagte der Umwelt­aktivist Shekhar Pathak der „Times of India“. „Ich hoffe, dies verbessert den Zustand der Flüsse und ihrer Neben­flüsse.“

Ganges gilt als rein

Für Hunderte Millionen Menschen ist das Wasser des Ganges für religiöse Zeremonien wie auch als Wasser­spender und für die Land­wirtschaft wichtig. Die Bewohner entlang des Flusses verehren ihn meist tief und glauben, sein Wasser sei immer rein. Allerdings werden ein Großteil der Abwässer entlang des Flusses sowie belastete Industrie­abwässer ungefiltert in den Ganges geleitet.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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