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Mietrecht | 24.02.2016

Studenten­mutter

Polizei darf Studenten­mutter notfalls auch mit „unmittelbaren Zwang“ aus der WG werfen

Polizei holte Mutter eines Studenten mit körperlichen Einsatz aus WG

Studenten­mütter und Wohn­gemeinschaften - kein einfaches Thema. Denn Mama ante portas ist nicht jedermanns Sache. In Dortmund holte die Polizei eine Mutter mit körperlichem Einsatz aus einer WG. Zu recht, entschied jetzt das Oberlandes­gericht.

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Studenten können Hausrecht mit Polizei durchsetzen

Studenten­mütter, die sich in der WG ihres Sohnes einquartieren, können notfalls von Polizisten aus der Wohnung geworfen werden. Mitbewohner dürften die Polizei zu Hilfe rufen, um ihr Hausrecht durch­zusetzen, entschied das Oberlandes­gericht Hamm im Fall einer Wohn­gemeinschaft von Studenten in Dortmund.

Mutter eines Studenten zog in Wohngemeinschaft ein

Die Frau sollte sich während des Urlaubs ihres damals 26 Jahre alten Sohnes um seine Katzen und ein Meer­schweinchen kümmern. Sie war aber nicht nur zum Füttern der Tiere gekommen, sondern gleich eingezogen. Das passte dem damals 29 Jahre alten Mitbewohner aber nicht. Weil die Mutter nicht freiwillig ging, alarmierte er die Polizei.

Frau verlangte nach Polizei-Einsatz Schmerzensgeld

Bei dem Einsatz der Polizisten zog sich die Frau nach eigenen Angaben Prellungen und Blutergüsse zu. Dafür hatte sie vom Land ein Schmerzens­geld von 1200 Euro verlangt. Das Oberlandes­gericht wies ihre Klage mit dem veröffentlichten Urteil (Az.: 11 U67/15) ab. Weil sie sich geweigert habe, die Wohnung zu verlassen, hätten die Polizisten „unmittelbaren Zwang“ anwenden dürfen, um den Platz­verweis gegen die Frau durch­zusetzen. Die Mutter habe Haus­friedens­bruch begangen.

Stunden-WG ist kein Ort für dauerhaften Aufenthalt von Angehörigen

Eine Studenten-WG sei „auf das Zusammen­leben regelmäßig jüngerer Erwachsener in einer vergleichbaren Lebenssituation ausgerichtet“, betonten die Richter. Der dauerhafte Aufenthalt von Angehörigen einer anderen Generation in den Gemeinschafts­räumen sei deshalb einer Wohn­gemeinschaft fremd. Zudem suchten die Mitglieder einer WG neue Mitbewohner aus. Das lasse es nicht zu, „einen Mitbewohner durch seine Mutter, und sei es auch nur über einige Tage, auszutauschen“.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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