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Nachbarrecht und Strafrecht | 21.02.2016

Nachbarschafts­streit

Rasenmäher zu laut: Rentner geht auf Nachbarn mit Handgranate los

Bewährungs­strafe und Schmerzens­geld für gewalt­tätigen Rentner nach Nachbarschafts­streit

Sein gewalt­tätiges Vorgehen im Nachbarschafts­streit um einen lauten Rasenmäher hat einem Rentner eine Bewährungs­strafe eingebracht. Das Amtsgericht Mühlhausen verurteilte den 66-Jährigen zu sieben Monaten Haft auf Bewährung wegen gefährlicher Körper­verletzung. Außerdem muss der Nord­thüringer seinem Opfer 1.000 Euro Schmerzens­geld zahlen.

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Rentner attackiert Nachbarn mit Übungs­hand­granate

Der Angeklagte hatte laut Gericht seinem 58 Jahre alten Nachbarn im vergangenen Juni aufgelauert. Es kam zu einer ersten Rangelei. Dann holte der Rentner eine Übungs­hand­granate und schlug mehrfach auf den inzwischen am Boden liegenden Mann ein. Dem Gericht zufolge war die Handgranate nicht scharf.

Richter: „Sie sollten sich wie ein Rentner benehmen“

Ein Zeuge will von dem Verurteilten die Worte „Ich schlag dich tot“ gehört haben. Straf­richter Thomas Linß glaubte den Aussagen des Opfers und des Augenzeugen. „Sie sollten sich wie ein Rentner benehmen“, riet der Richter in der Urteils­begründung dem Angeklagten.

Der entschuldigte sich in seinem Schlusswort. Sein Opfer leidet nach eigenen Angaben bis heute an den Folgen der Attacke, weil zahlreiche Zähne beschädigt sind. Das Urteil ist noch nicht rechts­kräftig.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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URL dieses Artikels: https://www.dawr/d2007
 

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