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Schadensersatzrecht | 12.05.2017

Fuß­abtreter-Gitterrost

Sturz auf Stöckel­schuhen: Gericht gibt Tipps für Frauen mit hoch­hackigen Schuhen

Klägerin wollte Schadens­ersatz wegen Sturz über einem Fuß­abtreter-Gitterrost von Eigentümerin eines Wohnhauses

Wer mit hoch­hackigen Schuhen in einem Fuß­abtreter-Gitterrost hängen bleibt und stürzt, ist selbst schuld.

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Mutter einer Mieterin verlangte Schadensersatz

Zumindest dann, wenn es auf einem Privat­grundstück passiert. So lässt sich eine Entscheidung des Ober­landes­gerichts in Schleswig interpretieren, die die Behörde nun veröffentlicht hat. Es gab der Eigentümerin eines Wohnhauses Recht, die gegen ein früheres Urteil des Land­gerichts Kiel Berufung eingelegt hatte. Die Mutter einer Mieterin der Angeklagten hatte Schaden­ersatz verlangt, nachdem sie beim Besuch ihrer Tochter mit den Absätzen in einem Fuß­abtreter-Gitter vor der Wohnungs­tür des Hauses hängen geblieben und gestürzt war.

Gericht gab Tipps für Trägerinnen hochhackiger Schuhe

Das Gitterrost sei „verkehrs­widrig“, hatte die Klägerin argumentiert, weil es größere Öffnungen habe als in einem „Merkblatt für Metallroste“ empfohlen. Die Richtlinie gelte nur für öffentliche Wege, argumentierte das Oberlandes­gericht. Vor Wohn­häusern sei mit Fuß­abtretern zu rechnen, außerdem „begründet jedes Gitterrost die Gefahr, mit solchen Damen­schuhen, wie sie die Klägerin trug, hängen zu bleiben“, hieß es bei der Behörde. Für Trägerinnen hoch­hackiger Schuhe hatte das Gericht sogar noch einen Praxistipp parat: „entweder seitlich daran vorbeigehen oder aber den Schritt auf das Gitterrost nicht mit dem Absatz, sondern mit dem Ballen setzen.“

Quelle: dpa/DAWR/ab
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