wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Schadensersatzrecht und Zivilrecht | 11.07.2017

Katzenbiss

Tierischer Prozess: Katze muss nicht als Zeugin vor Gericht

Katzen­besitzerin und angebliches Opfer schließen Vergleich

Hat sie gebissen oder nicht? Es wird sich nicht mehr klären lassen, ob in einer Winternacht Nachbars Katze eine Frau anfiel. Vor Gericht schlossen Katzen­besitzerin und angebliches Opfer einen Vergleich. Der Katze blieb eine Gegen­überstellung erspart.

Werbung

Katze soll sich im Bein der Nachbarin verbissen haben

Die Katze wartete artig vor dem Sitzungs­saal, und dabei spielte sie drinnen die Hauptrolle: Hat sie die Nachbarin nun gebissen oder nicht? Vor dieser Frage stand das Landgericht Ingolstadt. Eine eindeutige Antwort gab es nicht und muss es auch nicht geben, denn die Streit­hähne einigten sich auf einen Kompromiss: Die Katzen­besitzerin zahlt ihrer Nachbarin die Hälfte des geforderten Schmerzens­geldes samt Behandlungs­kosten und vorsorglich geltend gemachte mögliche gesundheitliche Schäden für die Zukunft - zusammen knapp 2.700 Euro. Erst will die Frau aber noch klären, ob ihre Haft­pflicht­versicherung dafür aufkommt.

Katze muss nicht in den Gerichtssaal

Ursprünglich war geplant, dass die Katze zu einer Art Gegen­überstellung in den Sitzungs­saal geholt wird. Dies wäre eine absolute Ausnahme gewesen, denn bei Gericht herrscht strenges Tierverbot. Da die Parteien sich jedoch rasch einigten, verzichtete Richterin Heike Linz-Höhne darauf. Die Katze saß, begleitet vom Freund der Beklagten, vor dem Sitzungs­saal in einem Korb. Um sie vor neugierigen Blicken zu schützen, war der Korb mit einem Tuch bedeckt. Richterin Linz-Höhne fragte zu Sitzungs­beginn: „Ist die Katze gut untergebracht?“ Dies sei wichtig, wenn sie „so ein aufregendes Ereignis in ihrem Tierleben hat“.

Die angebliche Attacke auf die Frau soll sich am Abend des 9. Januar zugetragen haben. Beim Spazier­gehen sei die Katze ihr wie schön öfter gefolgt. „Ich habe noch zu meinem Mann gesagt, schau, wir bekommen wieder Begleitung“, schilderte die Klägerin vor Gericht. Plötzlich habe das Tier sie jedoch „ohne Vorwarnung“ angesprungen und in den Ober­schenkel gebissen. Sie habe laut geschrien, ehe die Katze von ihr abließ. Die Wunde entzündete sich, es folgten Dutzende Arztbesuche .Eine scheußliche Narbe werde sie für immer an den Angriff erinnern.

Richterin amüsiert: „Eine Katze muss ich nicht belehren“

Richterin Heike Linz-Höhe führte die tierische Verhandlung sichtlich amüsiert. Unter dem Schmunzeln der Zuhörer meinte sie, der Vorteil dieses Prozesses sei, „eine Katze muss ich nicht belehren“. An einer Stelle fragte sie die Klägerin, woran sie die Katze in der Dunkelheit denn erkannt haben will, denn „bei Nacht sind schließlich alle Katzen grau, wobei diese schwarz-weiß ist“. Die Nachbarin will das Tier an der Fell­zeichnung identifiziert haben.

Die Beklagte versicherte, dass ihre Katz noch nie gebissen habe. Allenfalls habe sie ihr schon mal eine „mit der Tatze gegeben“, wenn sie zum Tierarzt musste. Böse oder aggressiv sei ihr Liebling nicht. Im Übrigen habe sie ihre eigene Katze schon einmal mit der einer Nachbarin verwechselt. „Die habe ich sogar schon einmal aus Versehen in die Wohnung gelassen“, sagte die Beklagte. Vielleicht sei es ja doch diese Katze gewesen, die die Frau gebissen habe.

Werbung

Über den Vergleich waren beide Kontrahentinnen erfreut

Beide Kontra­hentinnen freuten sich am Ende über den Vergleich, schließlich sei ihnen als direkte Nachbarn ein halbwegs gutes Verhältnis auch weiterhin wichtig. Froh war auch die Richterin, die den Beteiligten alles Gute wünschte: „Eine Katze soll ja nicht der Grund sein, dass man sich nicht mehr in die Augen schauen kann.“ Vor allem aber wünschte Richterin Heike Linz-Höhne der Geschädigten gute Besserung - auch wenn wegen der Narbe nun der „Lack am Ober­schenkel ab“ sei.

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 3 (max. 5)  -  2 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#4329

Rechtsanwalt Philipp Neumann

VW Abgas­skandal

Erneutes positives Urteil zum Widerruf von Auto­krediten: Käufer schuldet nach Urteil des LG Ravensburg keinen Wertersatz

RechtsanwaltPhilipp Neumann

[20.08.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Landgericht Ravensburg hat mit Urteil vom 07.08.2018 (Az. 2 O 259/17 – nicht rechts­kräftig) entschieden, dass ein Autokäufer eines Skoda Roomster 1.2 TSI, der diesen Kauf über die Volkswagen Bank im Jahre 2015 über ein Darlehen finanziert hatte, nach wirksamem Widerruf des Darlehens­vertrages im Jahre 2017 keinen Wertersatz für die bisher gefahrenen 70.000 Kilometer schuldet.

Anschnall­pflicht

Kontrolle ist Pflicht: Wenn sich das Kind selbst abschnallt ...

RechtsanwaltMark Eplinius

[17.08.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternGrund­sätzlich sind alle Mitfahrer in einem Pkw selbst für ihr richtiges Anschnallen verantwortlich. Bei Kindern sieht es jedoch ein bisschen anders aus: Nach einem Beschluss des Ober­landes­gerichts Hamm muss der Fahrer dafür Sorge tragen, dass der kleine Passagier angeschnallt ist und während der ganzen Fahrt auch bleibt!

Rechtsanwalt Guido Lenné

Betriebs­rente

Betrieb­liche Alters­vorsorge in Gefahr: Zehn Pensions­kassen mit 130.000 Betroffenen stark gefährdet

RechtsanwaltGuido Lenné

[16.08.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Finanz­aufsicht BaFin (Bundes­anstalt für Finanzd­ienstleistungs­aufsicht) warnte bereits im Mai 2016 davor, dass einige Pensions­kassen ohne neues Kapital die Renten­ansprüche der Arbeit­nehmer nicht mehr erfüllen können. Bei zehn Kassen ist die Betriebs­rente inzwischen ernsthaft in Gefahr. Nun führt die BaFin mit 45 Pensions­kassen intensive Gespräche, um eine Kürzung der Betriebs­rente zu verhindern.

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

www.dein-werbeplakat.de: DR Verlags­gesellschaft für SEO & SEA S.L.U beauftragt PNO Inkasso AG mit Forderungseinzug

RechtsanwaltRobert Binder

[15.08.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBei der PNO Inkasso AG handelt es sich um eine Inkasso­firma aus Deggendorf. Als registriertes Inkasso­büro ist sie berechtigt, Inkasso­dienst­leistungen zu erbringen. Sie ist nach eigenen Angaben Teil der Collectia Company, ein Inkasso­unternehmen aus Skandinavien.

Rechtsanwalt Hermann Kaufmann

Abgas­skandal

Widerruf bei Auto­krediten: Urteil mit Signal­wirkung aus Hamburg

RechtsanwaltHermann Kaufmann

[14.08.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Landgericht Hamburg (Versäumnis­urteil vom 29. Juni 2018 – 330 O 145/18, noch nicht rechts­kräftig) hat eine Auto­kreditbank zur Rück­abwicklung der Finanzierung eines Diesel-Pkws verurteilt.

Rechtsanwalt Dr. Martin Heinzelmann

Augenblicks­versagen

Fahrverbot vermeiden: Chancen des Fahrzeug­führers hinsichtlich des Absehens vom Fahrverbot bei Tempo­über­schreitungen

RechtsanwaltDr. Martin Heinzelmann

[13.08.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternHat ein Fahrer eine Ordnungs­widrigkeit in Form einer Geschwindigkeits­überschreitung begangen, kann diese zum temporären Verlust des Führer­scheins führen.

Rechtsanwalt Dr. Ronny Jänig

Grund­erwerb­steuer

Probleme bei der Grund­erwerb­steuer für Einbau­küchen beim Immobilien­kauf

RechtsanwaltDr. Ronny Jänig

[10.08.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternWer ein Grundstück und/oder eine Immobilie erwirbt, wird ganz schön zur Kasse gebeten.

Rechtsanwalt Ulf Böse

VW-Abgas­skandal

Urteil mit Signal­wirkung: OLG Köln verpflichtet Händler zur Rücknahme eines gebrauchten VW-Diesel

RechtsanwaltUlf Böse

[09.08.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Oberlandes­gericht Köln hat entschieden, dass ein VW-Händler einen VW-Diesel zurück­nehmen muss. Damit bestätigte das OLG Köln das verbraucher­freundliche Urteil des Land­gerichts Köln.

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d4329
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!