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Arbeitsrecht | 12.02.2016

Beamte

Unbemerkte Abwesenheit: Beamter erscheint sechs Jahre lang nicht im Büro

Fehlen des Beamten fällt erst bei geplanter Auszeichnung für 20 Dienstjahre auf

Ein Beamter in Südspanien ist mehr als sechs Jahre lang nicht zur Arbeit erschienen, ohne dass es seiner Behörde aufgefallen wäre. Zu dieser Zeit bezog der Beamte aber jeden Monat sein Gehalt.

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Stadt verlangt Rückzahlung des Nettogehalts eines Jahres in Höhe von 29.900 Euro

Die Abwesenheit des Beamten fiel nach Medien­berichten erst auf, als die Stadt­verwaltung von Cádiz ihm für seine 20 Dienstjahre eine Plakette überreichen wollte. Die Stadt leitete ein Verfahren ein und verlangte von dem heute 69-Jährigen, der inzwischen pensoniert ist, die Rück­zahlung des Netto­gehalts eines Jahres in Höhe von 29.900 Euro. Ein Gericht bestätigte die Entscheidung und begründete dies damit, dass der Beamte in der Zeit von 2004 bis 2010 nicht an seinem Arbeits­platz erschien sei und keinerlei Arbeiten verrichtet habe.

Unentdeckte Abwesenheit ist auf mangelhafte Abstimmung unter Behörden zurückzuführen

Dass dies lange Zeit nicht auffiel, lag der Behörde zufolge an einer mangelhaften Abstimmung. Der Beamte war von der Stadt­verwaltung zu den Wasser­werken versetzt worden und sollte dort den Bau einer Kläranlage überwachen. „Im Rathaus glaubte man, er sei bei den Wasser­werken, und der Direktor der Wasserwerke wähnte ihn in der Stadt­verwaltung“, erläuterte der damalige Stadtrat José Blas Fernández.

Beamter sieht sich als „politisches Mobbing-Opfer“

Der betroffene Beamte selbst sieht sich als ein Opfer eines „politischen Mobbings“. Nach Informationen der Zeitung „El Mundo“ hält er der Stadt­verwaltung vor, ihn aus politischen Gründen auf einen inhaltsleeren Posten abgeschoben zu haben. Obwohl es für ihn nichts zu tun gegeben habe, sei er gelegentlich in seinem Büro erschienen, berichtete das Blatt. Er bestreite allerdings nicht, fürs Nichtstun bezahlt worden zu sein.

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Quelle: dpa/DAWR/kg
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