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Tierrecht | 28.12.2016

Hunde

Urteile zum Thema Hund: Wenn der beste Freund des Menschen vor Gericht steht

Haarige Störquellen auf vier Beinen

Scharfe Zähne, lautes Bellen, gerne mal ein Häufchen: Für manche sind Hunde des Menschen bester Freund, für andere eine haarige Störquelle auf vier Beinen. Vor Gericht werden deshalb immer wieder skurrile Fälle verhandelt.

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Zähne kaputt

Es sollte eine freudige Begrüßung werden. Doch weil Schäfer­hund Camillo zu stürmisch war, ging die Zahnbrücke zu Bruch. 7.000 Euro forderte der betroffene Rentner von Camillos Besitzerin, doch deren Versicherung wollte zunächst nicht zahlen. Vor dem Oberlandes­gericht München kam es im Juni 2016 zum Vergleich: Die Versicherung muss nun 3.250 Euro überweisen.

Gedeckte Hündin

Rüden dürfen Hündinnen nicht ohne Ein­verständnis von deren Besitzer schwängern. Tun sie es doch, gilt das als Sachbeschädigung. Im Jahr 2014 verlangte der Anwalt einer Hunde­besitzerin vor dem Landgericht Coburg in Bayern 16.000 Euro Schmerzens­geld. Die beiden Parteien einigten sich dann aber auf eine Ausgleichs­zahlung von 500 Euro.

Verleugneter Hund

Eine Vermieterin warf einem Mieter im Jahr 2009 vor, trotz Verbots einen Hund zu halten. Der Mann beteuerte, Bulldogge „Clyde“ lebe bei seiner Mutter. „Clyde“ wurde in den Zeugenstand des Amts­gerichts Köln geladen. Dort wurde klar: Die Seniorin wird mit dem großen Tier gar nicht fertig. Das Gericht gab der Vermieterin Recht.

Zu laute Hunde

Das Celler Amtsgericht untersagte im Jahr 2002 einer Hunde­halterin in Wietze (Nieder­sachsen) die Haltung von 15 Cocker­spaniels. Damit wehrte sich ein Nachbar erfolgreich gegen das häufig kläffende Rudel in dem Wohngebiet. Die Frau durfte nur noch drei Hunde halten und musste nachts sowie in der Mittagszeit für Ruhe sorgen.

Hund gegen Postboten

Brief­träger, die von Hunden angegriffen werden, dürfen sich auch mit Fußtritten und Knüppeln wehren. Das Oberlandes­gericht Hamm (Nordrhein-Westfalen) befand 1997, dass die Tierarzt-Kosten für Dackel „Biene“ sein Besitzer tragen müsse - und nicht der Zusteller.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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