wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt suchen 

Deutsches Anwaltsregister

Anwalt gesucht? Anwalt gefunden!

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungsstern5/0/5(3)

Düsseldorfer Tabelle

Die Düsseldorfer Tabelle ist eine Leitlinie an der sich viele Familiengerichte orientieren, wenn es darum geht den Unterhalt für Kinder festzulegen.

Herausgegeben wird die Düsseldorfer Tabelle vom Oberlandesgericht Düsseldorf, in Abstimmung mit den anderen Oberlandesgerichten und dem Deutschen Familiengerichtstag.

Die Sätze in der Düsseldorfer Tabelle werden zum 1. Januar 2019 für Kinder bis zum 17. Lebensjahr angehoben.

Durch die Anhebung des Kindergeldes zum 01. Juli 2019 ergeben sich Abweichungen in der Düsseldorfer Tabelle, obwohl diese gar nicht geändert wird. Bedingt wird dies dadurch, dass sich die Unterhaltspflichtigen teilweise das Kindergeld anrechnen dürfen.

Kindergeld

Kindergeld 2018
nach Anzahl der Kinder
diagramA
1. Kind194,- EUR
2. Kind194,- EUR
3. Kind200,- EUR
4. und jedes weitere Kind225,- EUR
Kindergeld 2019
nach Anzahl der Kinder
diagramA
1. Kind204,- EUR
2. Kind204,- EUR
3. Kind210,- EUR
4. und jedes weitere Kind235,- EUR

Das Kindergeld ist eine steuerliche Ausgleichszahlung und Bestandteil des Familienleistungsausgleichs. Es soll als Steuervergütung zur Freistellung des Existenzminimums des Kindes von der Einkommensteuer dienen, sowie darüber hinaus die Grundversorgung der in Deutschland lebenden Kinder von Geburt an sichern.

Das Kindergeld wurde in den letzten Jahren regelmäßig erhöht, obwohl es dafür keine gesetzlich festgelegte Regelmäßigkeit gibt.

Seit dem 01.01.2018 beträgt das Kindergeld mindestens pro Kind. Mit dem 01.01.2019 wird sich das Kindergeld auf mindestens pro Kind verringern.

Eine ausführliche Übersicht mit allen Kindergeldsätzen der letzten Jahre finden Sie hier.

Werbung

Regelsatz bei Grundsicherung bzw. Arbeitslosengeld II (Hartz IV)

Regelsatz 2018
nach Regelsatzstufen
tableA
1416,- EUR
2374,- EUR
3332,- EUR
4316,- EUR
5296,- EUR
6240,- EUR

Als Grundsicherung wird in Deutschland eine Sozialleistung bezeichnet, die nicht dem Sozial­versicherungs­system (u.a. Renten­versicherung und Arbeits­losen­versicherung) angehört, sondern aus Steuergeldern finanziert wird.

Entsprechend dem Sozialgesetzbuch (SGB) unterscheidet man in

  • Grundsicherungsleistungen der Sozialhilfe (SGB XII)
    • Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung
    • Hilfe zum Lebensunterhalt
  • Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II)
    • Arbeitslosengeld II (Alg II)
    • für Nichterwerbstätige (Kinder, Partner) Sozialgeld

Das Gesetz zur Ermittlung der Regelbedarfe nach § 28 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (Regelbedarfs-Ermittlungsgesetz – RBEG) regelt die Höhe der Sozialhilfe in Deutschland und wird entsprechend dem SGB II in entsprechender Weise auch für die Anpassung der Grundsicherung für Arbeitsuchende zugrunde gelegt.

Man unterscheidet bei der Grundsicherung 6 Regelbedarfsstufen, je nach Alter und Lebenssituation des Bedürftigen. Alleinstehende Erwachsene (Regelsatzstufe 1) erhalten derzeit 416,- EUR, wohingegen gemeinsam lebende Partner nur 374,- EUR erhalten (Regelsatzstufe 2).

Eine ausführliche Tabelle mit allen Regelsätzen finden Sie hier.

steuerlicher Grundfreibetrag

Grundfreibetrag
diagramA
20178.820,- EUR
20189.000,- EUR
20199.168,- EUR
20209.408,- EUR

Der Grundfreibetrag stellt den Betrag dar, der als das zur Bestreitung des Existenzminimums nötige Einkommen nicht durch Steuern gemindert wird.

Der Grundfreibetrag wurde für 2018 um 180,- EUR auf 9.000,- EUR angehoben. Für 2019 wird er sich um 168,- EUR auf 9.168,- EUR erhöhen. 2020 erfolgt eine Erhöhung um 240,- EUR auf 9.408,- EUR.

Eine Tabelle mit der Entwicklung des Grundfreibetrags finden Sie hier.

Kinderfreibetrag

Kinderfreibetrag
20177.356,- EUR
20187.428,- EUR
20197.620,- EUR
20207.812,- EUR

Der Kinderfreibetrag ist ein Freibetrag im deutschen Steuerrecht, wodurch auf einen bestimmten Geldbetrag des Einkommens der Eltern keine Einkommenssteuer anfällt. Hierbei werden gezahltes Kindergeld und Steuerersparnis durch den Kinderfreibetrag so miteinander verrechnet, dass jeweils das Beste für den Steuerpflichtigen herauskommt. Auch beim Solidaritätszuschlag und der Kirchensteuer wird der Kinderfreibetrag angerechnet.

Der Kinderfreibetrag wurde für 2018 um 72,- EUR auf 7.428,- EUR erhöht. Für 2019 wird er sich um 192,- EUR auf 7.620,- EUR angehoben. 2020 erfolgt eine Erhöhung um 192,- EUR auf 7.812,- EUR.

Krankenversicherung (KV)

Krankenversicherung 2018
Beitragssatz14,6 %
Beitrags­bemessungs­grenze4.425,- EUR
Krankenversicherung 2019
Beitragssatz14,6 %
Beitrags­bemessungs­grenze4.537,50 EUR

Die meisten Einwohner in Deutschland haben die Pflicht sich über eine Krankenkasse in gesetzlichen Kranken­versicherung (GKV) zu versichern und dafür monatlich einkommens­abhängige Beiträge zu entrichten. Begrenzt werden diese Beiträge übrigens durch die sogenannte Beitrags­bemessungs­grenze.

Wer nicht pflichtversichert in der gesetzlichen Kranken­versicherung ist, kann sich entweder privat versichern oder muss freiwillig in die gesetzliche Kranken­versicherung eintreten.

Der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung beträgt derzeit 14,6 % des Bruttoeinkommens, wobei der Arbeitgeber die Hälfte der Kosten übernimmt.

Hierbei werden nur Einkommen bis zur Bemessungsgrenze von 4.425,- EUR berücksichtigt.

Für 2019 ist geplant den Beitragssatz unverändert bei 14,6 % zu belassen und die Bemessungsgrenze auf 4.537,50 EUR zu erhöhen.

Werbung

Pflegeversicherung (PV)

Pflegeversicherung 2018
Beitragssatz2,55 %
... für Kinderlose2,8 %
Beitrags­bemessungs­grenze4.425,- EUR
Pflegeversicherung 2019
Beitragssatz3,05 %
... für Kinderlose3,3 %
Beitrags­bemessungs­grenze4.537,50 EUR

Die Pflege­versicherung ist eine Pflicht­versicherung zur Absicherung des Risikos, pflegebedürftig zu werden. In Deutschland gilt der Grundsatz, dass die Pflege­versicherung der Kranken­versicherung folgt, man sich also dort pflegeversichern muss, wo man auch krankenversichert ist - egal ob gesetzlich oder privat.

Bei der gesetzlichen Pflicht­versicherung werden die monatlichen Beiträge ausschließlich anhand des Einkommens ermittelt, wobei auch hier die Beitrags­bemessungs­grenze der gesetzlichen Kranken­versicherung gilt.

Der Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung beträgt derzeit 3,05 % des Bruttoeinkommens bzw. 3,3 % für kinderlose Arbeitnehmer, wobei der Arbeitgeber die Hälfte der Kosten übernimmt.

Hierbei werden nur Einkommen bis zur Bemessungsgrenze von 4.425,- EUR berücksichtigt.

Für 2019 ist geplant den Beitragssatz auf 3,05 % zu erhöhen bzw. entsprechend für kinderlose Arbeitnehmer auf 3,3 % zu erhöhen und die Bemessungsgrenze auf 4.537,50 EUR zu erhöhen.

Arbeitslosenversicherung (AV)

Arbeitslosen­versicherung 2018
Beitragssatz3,0 %
Beitrags­bemessungs­grenze (WEST)6.500,- EUR
Beitrags­bemessungs­grenze (OST)5.800,- EUR
Arbeitslosen­versicherung 2019
Beitragssatz2,5 %
Beitrags­bemessungs­grenze (WEST)6.700,- EUR
Beitrags­bemessungs­grenze (OST)6.150,- EUR

Die gesetzliche Arbeitslosen­versicherung hat das vorrangige Ziel, arbeitssuchenden Bürgern während ihrer Arbeitssuche das Einkommen zu sichern.

Die gesetzliche Arbeitslosenversicherung in Deutschland ist in erster Linie eine Pflicht­versicherung für abhängige Beschäftige und wird über einkommens­abhängige, monatliche Beiträge finanziert. Begrenzt werden die Beiträge über die entsprechende Beitrags­bemessungs­grenze.

Der Beitrag zur gesetzlichen Arbeitslosen­versicherung beträgt derzeit 2,5 % des Bruttoeinkommens, wobei der Arbeitgeber die Hälfte der Kosten übernimmt.

Hierbei werden in Westdeutschland nur Einkommen bis zur Bemessungsgrenze von 6.500,- EUR bzw. in Ostdeutschland bis 5.800,- EUR berücksichtigt.

Für 2019 ist geplant den Beitragssatz auf 2,5 % zu senken und die Bemessungsgrenze in Westdeutschland auf 6.700,- EUR zu erhöhen und in Ostdeutschland auf 6.150,- EUR zu erhöhen.

Rentenversicherung (RV)

Rentenversicherung 2018
Beitragssatz18,6 %
Beitrags­bemessungs­grenze (WEST)6.500,- EUR
Beitrags­bemessungs­grenze (OST)5.800,- EUR
Rentenversicherung 2019
Beitragssatz18,6 %
Beitrags­bemessungs­grenze (WEST)6.700,- EUR
Beitrags­bemessungs­grenze (OST)6.150,- EUR

Die gesetzliche Renten­versicherung in Deutschland dient vorwiegend der Altersvorsorge von abhängige Beschäftigten. Wenn die erforderlichen Voraussetzungen gegeben sind, haben Versicherte und ihre Hinterbliebenen einen Anspruch auf Rentenzahlungen. Neben Altersrenten werden auch Renten bei verminderter Erwerbs­fähigkeit und Renten an Hinterbliebene, sowie Leistungen zur Rehabilitation (bspw. Kuren) erbracht.

Finanziert werden die Leistungen durch die einkommens­abhängigen, monatlichen Beiträge der Beitragszahler. Auch bei der Renten­versicherung gibt es eine Beitrags­begrenzung über eine entsprechende Beitrags­bemessungs­grenze

Der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung beträgt derzeit 18,6 % des Bruttoeinkommens, wobei der Arbeitgeber die Hälfte der Kosten übernimmt.

Hierbei werden in Westdeutschland nur Einkommen bis zur Bemessungsgrenze von 6.500,- EUR bzw. in Ostdeutschland bis 5.800,- EUR berücksichtigt.

Für 2019 ist geplant den Beitragssatz unverändert bei 18,6 % zu belassen und die Bemessungsgrenze in Westdeutschland auf 6.700,- EUR zu erhöhen und in Ostdeutschland auf 6.150,- EUR zu erhöhen.

Insolvenzgeldumlage

Umlagesatz
20170,09 %
20180,06 %
20190,06 %

Als monatlich von den Arbeitgebern zu zahlende Umlage, dient die Umlage U3 (Insolvenzgeldumlage) in Deutschland dazu, die Mittel für die Zahlung des Insolvenzgeldes aufzubringen.

Die Insolvenzgeldumlage wurde am 1.1.2018 von 0,09 auf 0,06 abgesenkt. Aktuell ist geplant, dass die Insolvenzgeldumlage auch 2019 bei 0,06 verbleibt.

Künstler­sozial­versicherung

Abgabesatz
20174,8 %
20184,2 %
20194,2 %

Als Teil der gesetzlichen Sozialversicherung in Deutschland ermöglicht die Künstlersozialversicherung (KSV) freischaffenden Künstlern und Publizisten einen Zugang zur gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung.

Der aktuelle Abgabesatz in der Künstlersozialversicherung beträgt 4,2 %.

Nach dem aktuellen Entwurf der Künstlersozialabgabe-Verordnung, den das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) vorgelegt hat, bleibt der Abgabesatz auch 2019 unverändert bei 4,2.

Mindestlohn

Mindestlohn in Deutschland
derzeit8,84 EUR
ab 01.01.20199,19 EUR
ab 01.01.20209,35 EUR

Mit dem Gesetz zur Regelung eines allgemeinen Mindestlohns (Mindestlohngesetz - MiLoG) wurde zum 1. Januar 2015 in Deutschland ein flächendeckender allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn für Arbeitnehmer und für die meisten Praktikanten eingeführt.

Die Höhe des Mindestlohnes wird in der Regel alle 2 Jahre durch die neunköpfige Mindestlohnkommission (welche die Bundesregierung alle fünf Jahre neu beruft) neu festgesetzt.

Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland liegt aktuell bei 8,84 Euro.

Zum 1. Januar 2019 wird der gesetzliche Mindestlohn auf 9,19 Euro und zum 1. Januar 2020 auf 9,35 Euro steigen.

Diese Erhöhungen hat die von der Bundesregierung eingesetzte Mindestlohnkommission Ende Juni 2018 vorgeschlagen. Das Bundeskabinett hat am 31.10.2018 über diese Erhöhung beraten und den neuen Mindestlohn für 2019 und 2020 beschlossen.

Werbung

Pfändungsfreibetrag

Den Pfändungsfreibetrag darf ein Schuldner trotz Pfändung behalten, damit diesem und seinen Angehörigen ein Existenzminimum zum Leben zur Verfügung steht.

Die aktuell in Deutschland gültige Pfändungstabelle trat am 01.07.2017 in Kraft. Der minimale Pfändungsfreibetrag liegt demnach aktuell bei 1.139,99 EUR.

Die individuelle Höhe des Pfändungsfreibetrags lässt sich aus der Pfändungstabelle ablesen, wobei man das monatliche Arbeits- oder Sozialeinkommen des Schuldners und ggf. anfallende Unterhaltspflichten zugrunde legt.

Einfacher ist es, wenn Sie einen Pfändungsrechner nutzen.

Eine neue Pfändungstabelle mit erhöhten Pfändungsfreibeträgen wird voraussichtlich zum 01.07.2019 in Kraft treten.

Basiszinsatz

Basiszinsatz
ab 01.01.2017-0,88 %
ab 01.07.2017-0,88 %
ab 01.01.2018-0,88 %
derzeit-0,88 %

In Deutschland versteht man unter dem Basiszinssatz einen variablen Zinssatz, der für die Bewertung von Kapitaldienstleistungen (bspw. Zinsansprüche bei Zahlungsverzug) dient. Er wird jeweils zum 1. Januar bzw. 1. Juli eines Kalenderjahres von der Deutschen Bundesbank nach Vorgaben der Europäischen Zentralbank neu berechnet und amtlich bekannt gemacht.

Der amtliche Basiszinssatz wurde zuletzt am 01.07.2018 festgelegt und beträgt seit dem -0,88 %.

EEG-Umlage

EEG-Umlage
diagramA
20166,354 ct/kWh
20176,88 ct/kWh
20186,792 ct/kWh
20196,405 ct/kWh

Mit der EEG-Umlage wird der Ausbau der Erneuerbaren Energien finanziert. Um dies für die Betreiber von Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energien (bspw. Offshore Windparks, Photovoltaik-, Biomasse-, Wasserkraft- oder Geothermie-Anlagen) wirtschaftlich interessant zu machen, wird ihnen für die Einspeisung ins öffentliche Stromnetz eine festgelegte Vergütung gewährt. Wenn die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) den eingespeisten Strom an der Strombörse verkaufen und die erzielten Einnahmen nicht die gesetzlich festgelegten Vergütungssätze abdecken, wird den ÜNB der Differenzbetrag erstattet.

Dieser Differenzbetrag wird durch die EEG-Umlage auf alle Stromverbraucher umgelegt, welche grundsätzlich alle Stromverbraucher als Teil des Strompreises bezahlen müssen.

Die Höhe der EEG-Umlage wird durch die Übertragungsnetzbetreiber festgelegt und beträgt für 2018 6,792 Eurocent pro kWh.
Für 2019 verringert sich die EEG-Umlage auf 6,405 Eurocent pro kWh.

Eine ausführliche Übersicht mit allen Sätzen der EEG-Umlage aus den letzten Jahren finden Sie hier.

Schmerzensgeld

Schmerzensgeld ist die Entschädigung für immaterielle Schäden in Geld und kann in gesetzlich geregelten Fällen verlangt werden (§ 253 BGB). Neben Verletzungen der Freiheit, der sexuellen Selbstbestimmung und der Persönlichkeits­rechte bestehen Schmerzensgeldansprüche insbesondere bei Körper- oder Gesundheits­verletzungen.

Für die Höhe von Schmerzensgeld­beträgen lässt sich keine ganz allgemeine Regel finden. Wenn ein deutsches Gericht einem Geschädigtem ein Schmerzensgeld zuspricht, ist dies immer eine Einzelfall­entscheidung entsprechend den Gegeben­heiten des jeweiligen Falls. Dabei gibt es eine ganze Reihe von Faktoren, die letztlich die Höhe des Schmerzensgelds mitbestimmen.

Meist orientieren sich die Gerichte aber an bereits ergangenen Entscheidungen aus der Vergangenheit, wo der Sachverhalt ähnlich war. Die DAWR-Schmerzensgeld­tabelle ist eine Sammlung solcher bereits ergangenen Entscheidungen und gibt Betroffenen einen Anhaltspunkt für die Höhe eines zu erwartenden Schmerzensgelds.

Mietminderung

Was ist ein Mietvertrag?

Im deutschen Recht ist ein Mietvertrag ein gegenseitiger schuldrechtlicher Vertrag zur zeitweisen Gebrauchsüberlassung gegen ein Entgelt. Eine Partei (der Vermieter) muss also der anderen Partei (dem Mieter) den Gebrauch der gemieteten Sache gewähren, während der Mieter zur Zahlung der vereinbarten Miete (auch Mietzins genannt) verpflichtet ist.

Hierfür sind die §§ 535 bis 580a des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) heranzuziehen.

Juristisch versteht man unter Mietminderung den Sachverhalt, dass nur eine gekürzte Miete geschuldet wird, weil die Mietsache einen Mangel hat oder eine zugesicherte Eigenschaft nicht aufweist.

Von einer Mietminderung sind u.a. Mängel ausgeschlossen, die unerheblich sind, die vom Mieter schuldhaft verursacht wurden oder die bei Vertrags­unterzeichnung bereits bekannt waren.
Sollte der Vermieter bestimmte Eigenschaften der Mietsache zugesichert haben, die später wegfallen, rechtfertigt dies ebenfalls eine Mietminderung.

Möchte ein Mieter seine Mietzahlung aufgrund eines Mangels kürzen, bedarf dies einer Mängelanzeige gegenüber dem Vermieter.

Des Weiteren stellt sich die Frage nach der Höhe der Mietminderung. In der Regel werden für die Mietminderung Gerichtsentscheidungen herangezogen, die in ähnlichen Fällen im Rahmen von Klagen ergangen sind. Eine Sammlung solcher Entscheidungen bietet die Mietminderungstabelle im Internet.

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  3 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0
URL dieser Seite: https://www.anwaltsregister.de/Berechnungsgrundlagen2018
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!