wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche

Vertragsrecht | 14.03.2017

Branchenbuchabzocke

Rechnung der European Database Services Ltd. für Eintrag auf www.vat-identification.eu - Abofalle kostet fast 3.000 Euro

Vorsicht vor der European Database Services Ltd.

Fachbeitrag von Rechtsanwalt Wolfgang Eckes

Die European Database Services Ltd. gibt sich als Betreiberin eines Europäischen Zentralregisters zur Erfassung und Veröffentlichung von Umsatzsteuer-Identifikationsnummern aus. Tatsächlich handelt es sich aber um eine dubiose Firma, die sich den Anschein einer EU-Behörde gibt und so versucht, an Kunden für das Internetverzeichnis www.vat-identification.eu zu gelangen. Gewerbetreibende erhalten aktuell eine Rechnung in Höhe von 984,- Euro - aber Vorsicht (!) weitere Rechnungen werden wohl folgen. Lesen Sie mehr dazu im folgenden Beitrag.

Die European Database Services Ltd. ist keine europäische Behörde sondern eine Firma mit Sitz und Bulgarien. Als Firmensitz gibt das Unternehmen folgendes an:

European Database Services Ltd.

76A James Bourchier Boulevard

3rd Floor

1407 Sofia, Bulgarien

Vertragsabschluss durch Online-Registrierung

Werbung

European Database Services Ltd. mit E-Mail auf Kundenfang

Die European Database Services Ltd. schlägt einen anderen Weg ein, als die meisten anderen Branchenbuch­anbieter aus dem Internet, um auf Kundenfang zu gehen. Gewerbetreibende erhalten eine mit „Europäisches Zentralregister zur Erfassung und Veröffentlichung von Umsatzsteuer-Identifikationsnummern“ bzw. neuerdings auch „Veröffentlichung Ihrer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr)“ überschriebene E-Mail. Es soll laut Betreff um die „Veröffentlichung Ihrer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer“ gehen. Die E-Mail fordert zur Überprüfung und Bestätigung bereits erfasster Firmendaten auf und sieht sehr offiziell aus.

E-Mail wegen UmsatzsteueridentifikationsnummerAusschnitt aus der E-Mail, die von postmaster@eu-database.org an Gewerbetreibende geschickt wurde. Foto: Deutsches Anwaltsregister (DAWR)

Die Abofalle der European Database Services Ltd.

Die European Database Services Ltd. versucht den Gewerbetreibenden zu verleiten auf den am Ende der E-Mail eingefügten Link zu klicken. Durch den sehr offiziell wirkenden Inhalt der E-Mail soll unserer Ansicht nach der Eindruck entstehen, dass die Überprüfung und Bestätigung der Firmendaten zwingend erforderlich ist.

Es heißt u.a. in der E-Mail:

Betr. Veröffentlichung Ihrer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr)

Sehr geehrte Damen und Herren,

Am 13. Juli 2010 wurde die Richtlinie 2010/45/EU des Rates der Europäischen Union zu den Rechnungsstellungsvorschriften verabschiedet. Alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union waren rechtlich verpflichtet, diese Richtlinie spätestens bis zum 1. Januar 2013 in nationales Recht umzusetzen.

Die entsprechenden Vorschriften gelten nunmehr auch für Ihr Unternehmen. Zur Vereinfachung von Rechnungsstellung und Abrechnungsprozessen wurde die Online-Datenbank USt-IdNr. org eingerichtet.

Nach Europäischem Recht und nun auch nach nationalen Vorschriften am Standort Ihres Unternehmens, ist jedes Unternehmen, das Waren oder Dienstleistungen an Abnehmer in anderen EU-Staaten liefert, verpflichtet, dem Abnehmer eine Rechnung zur Verfügung zustellen, in der sowohl die eigene USt-IdNr. als auch die USt-IdNr. des Abnehmers vermerkt ist.

Bitte überpüfen Sie die dargestellten bereits erfassten Angaben zu Ihrem Unternehmen und bestätigen Sie eu-database.net die Richtigkeit der Daten und die Auftragserteilung zur Erfassung und Veröffentlichung:

Hier prüfen und bestätigen:

http://www.eu-database.org/index.php?...

Wer auf den Link klickt, gelangt zu einem Formular auf der Internetseite www.eu-database.net bzw. www.eu-database.org. Wer daraufhin auch noch das Formular ausfüllt, hat nach Auffassung der European Database Services Ltd. einen Vertrag abgeschlossen.

Werbung

Rechnung der European Database Services Ltd. - Achtung: Folgejahre

Nach der Online-Registrierung erhält der auf diese Weise angeblich neugewonnene Kunde des Europäischen Zentralregisters eine in englischer Sprache verfasste Rechnung in Höhe von 984 Euro. Da die Vertragslaufzeit drei Jahre beträgt, drohen zwei weitere Rechnungen in gleicher Höhe. Zudem verlängert sich der Vertrag jeweils um ein weiteres Jahr, wenn er nicht rechtzeitig gekündigt wird.

Wer jetzt also die Rechnung in Höhe von 984,- Euro bezahlt, darf damit rechnen, im nächsten Jahr wieder eine Rechnung in gleicher Höhe zu erhalten. Gleiches gilt für das übernächste Jahr.

Was Sie tun können

Die SI Rechtsanwaltsgesellschaft mbH rät, Rechnungen der European Database Services Ltd. genau zu prüfen - und wenn Sie keinen kostenpflichtigen Eintrag wünschten - anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Lesen Sie hier unseren Haupt­beitrag über die European Database Services Ltd.

Gern vertreten wir Ihre Rechte zum Pauschalpreis, wenn Sie sich gegen einen dubiosen Branchen­buch­anbieter wehren möchten.

Gern beantworten wir Ihre Fragen unter Tel.: (030) 31 00 44 00

Werbung

Ein Fachbeitrag von [Anbieter­kenn­zeichnung]

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 4 (max. 5)  -  7 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0
Nehmen Sie direkt Kontakt zu Rechtsanwalt Wolfgang Eckes auf ...
Bild von Rechtsanwalt Wolfgang Eckes
       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!
Teuer eingetragen in ein Branchenbuch, das keiner kennt? Wir helfen Ihnen!Anzeige

#3901

Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!
Rechtsanwalt Frank Vormbaum

Berufs­unfähigkeit

Berufs­unfähigkeit beantragen: Wann Sie bei Berufs­unfähigkeit den Leistungs­antrag stellen sollten

RechtsanwaltFrank Vormbaum

[22.03.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternIn unserem heutigen Rechtstipp informiere ich Sie darüber, wann Sie den Leistungs­antrag in der privaten Berufs­unfähigkeits­versicherung stellen sollten.

Rechtsanwalt Marcel Seifert

Abgas­skandal

Erneute Niederlage für VW: OLG Köln bejaht erneut vor­sätzliche sitten­widrige Schädigung durch den VW-Konzern

RechtsanwaltMarcel Seifert

[21.03.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Oberlandesgericht Köln hatte schon mit Beschluss vom 3. Januar 2019 entschieden, dass es VW im Abgas­skandal für schadens­ersatz­pflichtig hält (Az.: 18 U 70/18). Diese Rechts­auffassung bestätigte das Oberlandesgericht Köln nun mit Hinweis­beschluss vom 1. März (Az.: 16 U 146/18).

Rechtsanwalt Hermann Kaufmann

Ökologische Geld­anlage

Biogas­anbieter UDI: Sind die Anleger­gelder der UDI Biogas 2011 und der UDI Sprint Festzins gefährdet?

RechtsanwaltHermann Kaufmann

[20.03.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternNach dem vielfachen Scheitern von Anlagen im Bereich der Immobilien und Schiffs­fonds bot sich mit den „grünen Technologien“ eine Möglichkeit, zukunfts­weisend zu investieren. Aber auch hier sind die Anleger vor den Gefahren des Marktes und dem Verlust ihres Geldes nicht gefeit. So drohen die Kapital­anlagen UDI Biogas 2011 und UDI Sprint Festzins zu einem Desaster für die Anleger zu werden.

Rechtsanwalt Prof. Dr. Marco Rogert

VW Abgas­skandal

Erneuter Erfolg im Diesel­skandal: OLG Köln bestätigt vorsätzlich sitten­widrige Schädigung durch VW-Konzern

RechtsanwaltProf. Dr. Marco Rogert

[19.03.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternNachdem sich sowohl der Bundesgerichtshof als auch das Oberlandesgericht Karlsruhe in für den Verbraucher vielversprechender Weise zu dessen Rechten geäußert haben, stellt sich das Oberlandesgericht Köln in seinem Hinweis-Beschluss vom 1. März 2019 wieder auf die Seite der Betroffenen (Az. 16 U 146/18).

Rechtsanwalt Gerd Klier

Ruhestand

Vorgezogene Altersrente oder Erwerbs­minderungs­rente: Welche Rente ist die bessere Wahl

RechtsanwaltGerd Klier

[18.03.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternWer in Rente gehen will, sollte zuvor genau prüfen, für welche Rente wann die Voraus­setzungen erfüllt sind und welche Rente persönlich die beste Wahl ist.

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

Branchen­verzeichnis Regionaler Telefonbuch­verlag: Rechnung wegen „Google Auffind­barkeit Vertrag“

RechtsanwaltRobert Binder

[15.03.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie OPTIMA - COMPUTER GmbH verschickt Rechnungen wegen eines „Google Auffind­barkeit Vertrag“ in Höhe von 712,81 Euro.

Rechtsanwalt Dr. Peter Meides

Meister­pflicht

Wieder­einführung der Meister­pflicht: Ist bald Schluss für viele selbstständige Handwerker ohne Meister?

RechtsanwaltDr. Peter Meides

[14.03.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternEs ist noch nicht konkret, aber gut möglich, dass in absehbarer Zukunft für viele Handwerks­berufe die Rückkehr der Meister­pflicht ansteht. Was wird dann aus selbstständigen Handwerkern ohne Meister­brief und aus Handwerks­betrieben ohne Meister? Sie haben investiert, Kredite aufgenommen und vielleicht auch Personal eingestellt. Kann man ihnen quasi von einem Tag zum anderen die Berufs­ausübung untersagen?

Rechtsanwalt Michael Winter

Strecken­radar-Mess­gerät

Was zu erwarten war! - Bundesweit erstes Strecken­radar-Mess­gerät „Section Control“ muss abgeschaltet werden

RechtsanwaltMichael Winter

[13.03.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Bundes­verfassungs­gericht hatte bereits im Februar zwei Beschlüsse zu Kenn­zeichen-Lese­geräten gefasst, die darauf hindeuten, dass die von mir bereits kritisierte Section Control wohl ebenfalls rechts­widrig sei.

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d3901
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!