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Versicherungsrecht | 06.12.2017

Berufs­unfähigkeit

Berufs­unfähigkeit: Alte Leipziger Lebensversicherung stimmt Vergleich zu

Gutachten des Prof. Dr. med. W.H.M. Castro (Ortho­pädisches Forschungs­institut Münster OFI) widerlegt

Fachbeitrag von Rechtsanwalt Frank Vormbaum

In dieser Angelegenheit haben wir einen Mandanten vertreten, welcher bei der Alten Leipziger Lebens­versicherung auf Gegen­seitigkeit gegen das Risiko der Berufs­unfähigkeit versichert ist.

Unser Mandant ist im Jahre 2008 berufsunfähig geworden und hat auch im Jahr 2008 einen Leistungs­antrag bei der Alten Leipziger gestellt. Die Alte Leipziger hatte außer­gerichtlich ein Gutachten zur Frage der Berufs­unfähigkeit bei Herrn Prof. Dr. med. W.H.M. Castro (Ortho­pädisches Forschungs­institut Münster OFI) beauftragt.

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Gutachtenergebnis des Prof. Dr. med. W.H.M. Castro

„Insofern wird im Hinblick auf die anfallenden schweren Tätigk­eiten und anfallenden Arbeiten in Zwangs­haltungen zwar von einer Beeinträchtigung der Ausübung des Berufs als selbst­ständiger Elektro­techniker, wie er von dem Versicherten bzw. dem zu Begutachtenden beschrieben wird, ausgegangen, jedoch nicht von einer Beeinträchtigung von 50 % oder gar mehr als 50 %. Die Beeinträchtigung wird im Hinblick auf die bei der hiesigen Untersuchung erhobenen klinischen Befunde auf ca. 40 % ein­geschätzt.

Berufsunfähigkeitsleistung aufgrund Gutachtens abgelehnt

Die Alte Leipziger hatte hierauf die Berufs­unfähigkeits­leistung vollständig abgelehnt mit der Begründung, dass keine Berufs­unfähigkeit von mindestens 50 % vorliege.

Gerichtliches Sachverständigengutachten bestätigt Berufsunfähigkeit

Nach der Ablehnung der Berufs­unfähigkeits­rente hatten wir die Ansprüche unseres Mandanten gerichtlich verfolgt und die Einholung eines Sachverständigengutachtens durch das Gericht beantragt. Dem ist das Gericht gefolgt und hat ein Ortho­pädisches sowie neurologisch-psychiatrisches Sachverständigengutachten eingeholt. Hiernach kam das gerichtliche Sachverständigengutachten unter anderem zu dem Ergebnis, dass unser Mandant zumindest zu 50 % nicht mehr in der Lage ist, seine Berufs­tätigkeit auszuüben und mithin berufsunfähig ist.

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Gerichtliches Sachverständigengutachten besagt:

„Der Kläger ist für die ununterbrochene Dauer von sechs Monaten infolge Krankheit, Körper­verletzung oder Kräfte­verfall zumindest 50 % nicht in der Lage, eine regelmäßige berufliche Tätigkeit von 3 Stunden als selbst­ständiger Elektro­meister auszuüben.“

Ansprüche mit Vergleich weitestgehend anerkannt

Hiernach war die Alte Leipziger im Jahre 2016 schließlich bereit, einen gerichtlichen Vergleich abzuschließen, mit welchem die Ansprüche unseres Mandanten weitgehend anerkannt wurden.

Ein Fachbeitrag von [Anbieter­kenn­zeichnung]

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