wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche

Arzthaftungsrecht und Schadensersatzrecht | 09.07.2015

Zeugungsunfähigkeit / Unfruchtbarkeit

Schmerzensgeld für den Verlust eines Hodens oder einer Gebärmutter

Zur Höhe des Schmerzensgelds für Verletzungen im Intimbereich

Fachbeitrag von Rechtsanwältin Isabel Bals

Im internationalen Vergleich liegen die in Deutschland vor Gericht erstrittenen Schmerzensgelder für Verletzungen im Genitalbereich (Verlust des Hodens oder Verlust der Gebärmutter) deutlich im unteren Bereich.

Vor einigen Jahren wurde bei einem 27-jährigen Italiener ein Tumor im linken Hoden diagnostiziert. Der junge Mann ließ sich in einem Krankenhaus im norditalienischen Verona operieren. Statt des befallenen Hodens schnitt der Chirurg versehentlich den gesunden Hoden heraus. Nachdem der Irrtum entdeckt worden war, wurde dem Patienten auch der zweite Hoden entfernt.

Werbung

Junger Mann ist nach missglückter Operation zeugungsunfähig - 180.000 Euro Entschädigung

Der junge Italiener ist seit der missglückten Operation zeugungsunfähig. Das Krankenhaus und der behandelnde Arzt wurden verurteilt, an den jungen Mann eine Entschädigung von 180.000 Euro zu zahlen. Mit der Entschädigungssumme blieb das Gericht deutlich hinter den Forderungen des Klägers zurück. Seine Anwälte hatten gut 1,9 Millionen Euro für ihren Mandanten gefordert.

In Deutschland deutlich geringeres Schmerzensgeld für Verlust eines Hodens

In Deutschland ist ein verletzter Hoden weniger wert. Das Schmerzensgeld für den Verlust eines Hodens beginnt bei 12.500 Euro (ohne Mitverschulden) und reicht bis circa 20.000 Euro. Bei Verlust eines Hodens bleibt in der Regel die Zeugungsfähigkeit des Mannes voll erhalten. Die Gerichte gehen davon aus, dass die optische Beeinträchtigung durch eine Hodenprothese mühelos ausgeglichen werden kann.

Führt der Verlust des Hodens zur dauerhaften Zeugungsunfähigkeit, reicht das Schmerzensgeld in Deutschland bis 50.000 Euro. Beachtlich sind auch die Schmerzensgeldbeträge, die Männer als „Opfer“ einer missglückten Penisverlängerung beziehungsweise Penisprothese erstritten haben.

Schmerzensgeld bei Verlust der Gebärmutter

Anders in Deutschland bei der Frau: Für den Verlust der Gebärmutter, der unwiederbringlich die Unfruchtbarkeit der Frau bedeutet, werden von den Gerichten immer noch Schmerzensgelder in Höhe von 15.000 Euro für ausreichend gehalten. Nur im Einzelfall war bei Nachweis besonderer Schmerzen und psychischer Folgeschäden ein höheres Schmerzensgeld von circa 40.000 Euro zu erzielen. Aus diesem Grund ist in namhaften juristischen Lehrbüchern die bewusst provokative Aufforderung zu finden, „dass Anwälte und Richter/innen der unterschiedlichen Behandlung von Männern und Frauen ‚im Genitalbereich’ endlich ein Ende bereiten sollten!“

Werbung

Schmerzensgelder sind in Deutschland eher gering

Im internationalen Vergleich liegen die in Deutschland vor Gericht erstrittenen Schmerzensgelder deutlich im unteren Bereich. Die Bereitschaft der Haftpflichtversicherer zur angemessenen Schadensregulierung ist eher außergerichtlich – zur Vermeidung eines langwierigen Rechtsstreits – erkennbar.

Ein Fachbeitrag von [Anbieter­kenn­zeichnung]

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 4.5 (max. 5)  -  2 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0
       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#844

Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!
Rechtsanwalt Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

www.wirtschafts-gewerbe­register.info: Rechnungs­stellung der ProData

RechtsanwaltRobert Binder

[22.01.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie ProData aus Spanien verschickt im Zusammenhang mit einem Wirtschafts- und Gewerbe­register Rechnungen an Frei­berufler und Gewerbe­treibende. Dabei verweist das Unternehmen auf eine vertragliche Vereinbarung.

Rechtsanwalt Dr. Peter Meides

SOKA-Bau-Beitrags­pflicht

Montage von Abschirmungen für Medizintechnik: Keine Beitrags­pflicht zur SOKA -Bau

RechtsanwaltDr. Peter Meides

[21.01.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie tarifliche Sozialkasse des Baugewerbes (SOKA-Bau) verlangt von Betrieben aus ganz unterschiedlichen Branchen Beitrags­zahlungen. Eigentlich geht es bei ihr ums Baugewerbe, doch viele der Beitrags­zahler würde man kaum als klassische Bau­unternehmen einordnen.

Rechtsanwalt Hermann Kaufmann

Lebens- und Renten­versicherung

Widerspruch statt Kündigung: Standard Life Lebens- und Renten­versicherungs­verträge wegen Brexit nicht mehr sicher

RechtsanwaltHermann Kaufmann

[18.01.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie britische Versicherungs­gruppe Standard Life beabsichtigt, aufgrund des bevorstehenden Brexits, tausende Lebens­versicherungs­verträge in eine irische Tochter­gesellschaft zu transferieren. Damit aber entfällt der bisherige Insolvenz­schutz des britischen Entschädigungsfonds.

Rechtsanwalt Marcel Seifert

Fahrverbote

Widerruf der Auto­finanzierung als Ausweg aus der Dieselkrise

RechtsanwaltMarcel Seifert

[17.01.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDiesel­fahrer müssen sich im neuen Jahr mehr und mehr mit Fahr­verboten auseinandersetzen. In Stuttgart gilt seit dem 1. Januar 2019 ein flächen­deckendes Fahrverbot in der Umweltzone für Diesel mit der Schadstoff­klasse Euro 4 und schlechter. Zunächst sind vor allem Pendler von dem Fahrverbot betroffen, für Anwohner wird es nach einer Übergangsf­rist ab April ernst.

Rechtsanwalt Guido Lenné

Fahrer­flucht

Tatbestand der Fahrer­flucht: Das unerlaubte Entfernen vom Unfallort und seine Folgen

RechtsanwaltGuido Lenné

[16.01.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBei Fahrer­flucht denken die meisten Verkehrs­teilnehmer an einen Unfall, bei dem Personen zu Schaden gekommen sind und der verursachende Fahrer einfach weiter­gefahren ist. Doch das trifft in den seltensten Fällen zu.

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

www.fa-24.com: Vertrags­stornierung in Sachen Firmen­auskunft24

RechtsanwaltRobert Binder

[15.01.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternWer als Gewerbetreibender oder Freiberufler für einen Firmen-Werbe-Eintrag in dem Branchenverzeichnis Firmenauskunft24 zahlen soll, hat gute Chancen nichts an die Firmenauskunft P.U.R. GmbH zahlen zu müssen.

Steinschlag

Kein Anspruch auf Schaden­ersatz nach Steinschlag durch voraus­fahrenden Lkw

RechtsanwaltMark Eplinius

[14.01.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternAuch wenn ein Lkw einen Stein auf­gewirbelt und den Wagen dahinter beschädigt, muss der Fahrer nicht immer haften.

Rechtsanwalt Gerd Klier

Zuweisung von Telearbeit

Kein Kündigungs­grund: Kündigung wegen Verweigerung angeordneter Telearbeit unwirksam

RechtsanwaltGerd Klier

[11.01.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDer Arbeitgeber darf dem Arbeit­nehmer nicht aufgrund seines arbeits­vertraglichen Weisungs­rechts Telearbeit einseitig zuweisen. So ist der Arbeit­nehmer arbeits­vertraglich nicht verpflichtet, die ihm angebotene Telearbeit zu verrichten. So hat das Landes­arbeits­gericht Berlin-Brandenburg hat mit Urteil vom 10.10.2018 entschieden.

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d844
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!