wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Erbrecht | 09.05.2016

Unleserliches Testament

Urteil: Lesbarkeit ist zwingende Formvor­aussetzung für ein wirksames Testament

Unlesbar geschrieben – Testament ist ungültig

(Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht, Beschluss vom 16.07.2015, Az. 3 Wx 19/15)

Nach dem Tod der Mutter beantragte die Tochter einen Erbschein als Alleinerbin, da das gemeinsame Testament der Ehegatten die Erbfolge für den zweiten Erbfall – der Vater war vorverstorben – nicht regelte. Das Nachlass­gericht stellte aufgrund der gesetzlichen Erbfolge einen entsprechenden Erbschein zu Gunsten der Tochter aus.

Werbung

Pflegekraft klagte gegen Erteilung des Erbscheins an die Tochter

Später legte eine Pflegekraft ein Schreiben der Erblasserin vor, das auf einen Zeitpunkt zwei Monate vor deren Tod datiert war und aus dem sich ergeben sollte, dass die Pflegekraft zur Alleinerbin eingesetzt wurde. Daraufhin zog das Nachlass­gericht den ursprünglich erteilten Erbschein zu Gunsten der Tochter zunächst ein, erteilte aber auf weiteren Antrag der Tochter erneut einen Erbschein zu Gunsten der Tochter. Hiergegen wandte sich die Pflegekraft mit der Beschwerde.

Schreiben der Pflegekraft erfüllt nicht die gesetzlichen Anforderungen eines Testaments

Darüber hatte das Oberlandesgericht Schleswig zu entscheiden (Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht, Beschluss vom 16.07.2015, Az. 3 Wx 19/15) und erkannte gleichfalls im Sinne der Tochter, weil das von der Pflegekraft vorgelegte Schreiben nicht den gesetzlichen Anforderungen an ein privat­schriftliches Testament entsprach, denn zwingende Formvor­aussetzung für die Wirksamkeit des eigen­händig geschriebenen Testaments des Erblassers sei dessen Lesbarkeit.

Schriftsachverständige konnte fehlende Worte nicht entziffern

In der Mitte des Textes des von der Pflegekraft vorgelegten Schreibens blieben einige Worte, die nicht zweifelsfrei lesbar waren; ein Wort hätte vielleicht „vermache“ bedeuten können, dann aber blieb unklar, was genau der Pflegekraft vermacht werden sollte. In dem von der Pflegekraft erstrebten Sinn „vermache alles meiner“ vermochte das OLG den Text nicht zu lesen und beauftragte deswegen einen Schrift­sach­verständigen. Auch dieser vermochte die weiteren Worte nicht zu entziffern.

Das Oberlandesgericht stellte auch Über­legungen ein, ob noch ein weiterer Sachverständiger für Schrift­gutachten eingeschaltet werden sollte, verneinte dies aber, weil auch dieser hier lediglich auf seine Berufs­erfahrung mit schlecht leserlicher Schrift hätte zurück­greifen können, der bereits eingeschaltete Sachverständige insoweit aber über hinreichend Erfahrung verfüge.

Die angebotene Zeugin sei nicht über die Frage zu vernehmen, welchen Inhalt die Erblasserin hätte erklären wollen, weil ausschließlich der schriftlich niedergelegte Wille maßgeblich sei. Die Urkunde müsse den vollständigen Inhalt der Erklärung des Erblassers wiedergeben. Nach herrschender Meinung könnten Zeugen­aussagen nicht über unlesbare Texte im Testament hinweghelfen.

Werbung

Mein Tipp:

Wer über eine schwer leserliche Handschrift verfügt, aber dennoch privat­schriftlich testieren will oder vielleicht unter Zeitdruck meint, noch schnell testieren zu müssen, sollte sich vor allem Zeit für das Nieder­schreiben nehmen. Oft trägt dies schon dazu bei, dass die Handschrift besser zu entziffern ist.

Schlimmsten­falls helfen Druck­buchstaben – solange sie nur von der Hand der Erblasserin stammen. Theoretisch wäre auch Kurzschrift (Stenografie) zulässig, nur wird die Zahl der Personen, die diese Kunst beherrschen, ständig geringer.

Alternative: man bittet einen Notar, am Krankenbett das Testament aufzunehmen.

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 4.5 (max. 5)  -  2 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#2468

Rechtsanwalt Peter Hahn

Darlehens­vertrag

Fehlerhafte Wider­rufs­information: Hamburger Sparkasse zur Rück­abwicklung eines Darlehens­vertrags aus dem Jahr 2010 verurteilt

RechtsanwaltPeter Hahn

[16.01.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Landgericht Hamburg hat mit Urteil vom 14. Dezember 2017 - 319 O 157/17 - die Hamburger Sparkasse zur Rück­abwicklung eines neueren Darlehens­vertrages verurteilt. Die Kläger, die von Hahn Rechts­anwälte vertreten wurden, hatten die Wider­rufs­information zu einem Immobilien­darlehensvertrag vom 11. November 2010 erhalten. Das Landgericht Hamburg sieht diese als fehlerhaft an.

Rechtsanwalt Guido Lenné

Fremd­währungs­darlehen

Neues Urteil des BGH zu den Aufklärungspflichten einer Bank bei Abschluss eines strukturierten Darlehens

RechtsanwaltGuido Lenné

[15.01.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDer Bundes­gerichts­hof hat sich aktuell mit Urteil vom 19.12.2017 (Az.: XI ZR 152/17) mit den Aufklärungspflichten einer Bank beschäftigt, die ihrem Kunden im Rahmen einer Finanzierungs­beratung den Abschluss eines im Hinblick auf die Zinsen wechselkurs­basierten Darlehens­vertrags empfohlen hat.

Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

www.online­firmen­portal.de: Kundenfang der EU Marketing AG in Sachen „Online Firmen Portal“

Robert Binder

[12.01.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Hinter­männer der E&S Marketing AG haben eine neue Firma aus der Taufe gehoben, die EU Marketing AG. Die EU Marketing AG geht mittels telefonischer Kaltakquise für ein Branchen­verzeichnis namens „Online Firmen Portal“ auf Kundenfang. Das Verzeichnis findet sich unter www.online­firmen­portal.de.

Rechtsanwältin Almuth Arendt-Boellert

Wintersport

Die Private Unfall­versicherung - Ein Muss für jeden Skifahrer

RechtsanwältinAlmuth Arendt-Boellert

[11.01.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternSkifahren macht den Deutschen Spaß. Allein in der Skisaison 2016/2017 tummelten sich laut dem Statistik-Portal „statista“ 14,61 Deutsche auf den Pisten. Doch leider folgt nicht selten der Schaden auf das allgemein beliebte Wintervergnügen.

Rechtsanwalt Peter Hahn

Schadens­ersatz­anspruch

„Ansprüche prüfen“: Kundenservice der Fidor Bank AG offen­sichtlich völlig überlastet

RechtsanwaltPeter Hahn

[10.01.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Wirtschafts­woche berichtete unter der Über­schrift „Fidor Bank - Opfer des Bitcoin-Booms“ in einem Artikel vom 16. Dezember 2017 von der völligen Über­lastung des Kunden­services der Bank. Zeitweise sei die Service­nummer nicht erreichbar gewesen. Mehrere Tage lang habe das Abheben am Geld­automaten oder das Bezahlen mit der EC-Karte nicht funktioniert. Eil­überweisungen seien tagelang nicht bearbeitet worden.

Rechtsanwältin Nadine Liske

Krankenhaus­haftung

Verletzung der Fürsorgep­flicht: Krankenhaus haftet für Fenster­sturz einer dementen Patientin

RechtsanwältinNadine Liske

[09.01.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternEine demente Patientin hatte bei einem Sturz aus dem Fenster einer Klinik erhebliche Verletzungen davon­getragen. Die Kranken­versicherung der Patientin verlangte daraufhin von der Klinik Erstattung von Behandlungs­kosten, die für die Versorgung der Sturz­verletzungen entstanden waren.

Rechtsanwalt Frank Vormbaum

Kaufpreis­rückzahlung

Der Diesel­skandal und die richtige Berechnung des Rück­zahlungs­anspruchs

RechtsanwaltFrank Vormbaum

[08.01.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternSollten Sie Besitzer eines vom Diesel­skandal betroffenen PKW sein, könnten Ihnen verschiedene Ansprüche gegen den Verkäufer oder den Hersteller des Fahrzeugs zustehen.

Rechtsanwalt Florian Hitzler

Abgas­skandal

Abgas­manipulation: Verdacht illegaler Abschalt­einrichtung auch bei BMW

RechtsanwaltFlorian Hitzler

[05.01.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBMW hat im Abgas­skandal stets betont, dass der Münchener Autobauer keine Abschalt­einrichtungen verwende. Dieses „Saubermann-Image“ hat nach einem Bericht des ZDF Magazins WISO tiefe Kratzer bekommen. Denn nach Unter­suchungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) deutet nun doch einiges auf eine illegale Abschalt­einrichtung bei der Abgas­reinigung der Diesel­motoren hin. Der Bericht rief auch das Bundes­verkehrs­ministerium auf den Plan, das die Vorwürfe gegen BMW prüfen lassen will.

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d2468
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!