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Zwangsvollstreckungsrecht | 10.01.2017

Pfändungstabelle 2017

Pfändungstabelle 2017 - Aktuelle Tabelle zur Höhe des pfändbaren Arbeitseinkommens

Die aktuellen Pfändungsfreigrenzen

Gläubiger können titulierte Forderungen im Wege der Lohnpfändung beim Arbeitgeber ihres Schuldners eintreiben. Jedoch muss den Schuldnern dabei genug Einkommen zur Sicherung des Existenzminimums bleiben. Die Pfändungstabelle gibt die aktuellen Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen, also die Höhe des nicht pfändbaren Arbeitseinkommens, an. Hier geht es zur derzeit gültigten Pfändungstabelle 2017, die vom 01.07.2015 stammt und noch bis zum 30.06.2017 gilt.

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Die in der Pfändungstabelle angegebenen Pfändungsfreigrenzen werden im Bundesgesetzblatt bekannt gemacht und alle zwei Jahre in Anlehnung an den steuerlichen Grundfreibetrag gemäß § 32 a Absatz 1 Nr. 1 Einkommensteuergesetz angepasst. Die gesetzliche Grundlage findet sich in § 850 c ZPO (Zivilprozessordnung).

Pfändungstabelle 2017 ab 01.07.2017

Die derzeit gültigte Pfändungstabelle stammt vom 01.07.2015 (vgl. aktuelle Pfändungstabelle). Zum 01.07.2017 wird die Pfändungstabelle 2017 in Kraft treten.

Maßnahmen der Zwangsvollstreckung

Wenn nun der Gläubiger über eine titulierte Forderung verfügt (beispielsweise ein vollstreckbares Urteil oder ein vollstreckbarer Vollstreckungsbescheid), kann er Maßnahmen der Zwangsvollstreckung gegen den säumigen Schuldner beauftragen. So kann der Gläubiger den örtlich zuständigen Gerichtsvollzieher mit der Zwangsvollstreckung in das Vermögen des Schuldners beauftragen oder sein Konto pfänden.

Die Lohnpfändung beim Arbeitgeber

Eine andere Möglichkeit der Schuldeneintreibung ist die Lohnpfändung. Dabei wendet sich der Gläubiger direkt an den Arbeitgeber des Schuldners und pfändet beim Arbeitgeber als Drittschuldner das Arbeitseinkommen des bei diesem beschäftigten Schuldners. Der Arbeitgeber führt also den anhand der Pfändungstabelle zu berechnenden pfändbaren Teil des Einkommens direkt an den Gläubiger ab.

Die Pfändungstabelle

Mit den in der aktuellen Pfändungstabelle festgeschriebenen Beträgen verbleibt dem Schuldner der nicht pfändbare Teil seines Arbeitseinkommens zur Sicherung seines Existenzminimums. Gesetzliche Unterhaltspflichten für Partner und Kinder werden in der Tabelle berücksichtigt.

Der unpfändbare Grundbetrag beträgt nach der derzeit aktuellen Pfändungstabelle 1073,88 Euro und steigt mit jedem Unterhaltsberechtigtem, dem gegenüber der Schuldner gesetzlich zu Unterhalt verpflichtet ist.

Auch das Einkommen oberhalb der Pfändungsfreigrenze ist nicht voll pfändbar. Zwar erhöht sich der pfändbare Betrag mit dem Nettoeinkommen des Schuldners. Jedoch verbleibt dem Schuldner bei höherem Nettoeinkommen auch ein höherer unpfändbarer Teil seines Arbeitseinkommens. Dies soll Schuldner dazu motivieren, sich auch bei Verschuldung um ein möglichst hohes Einkommen zu bemühen, mit dem sie ihre Schulden schneller abtragen können und von dem sie zugleich auch selbst jeden Monat profitieren.

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Mit steigendem Einkommen erhöhen sich die Freigrenzen

So ist bei einem Nettoeinkommen von 1.080,00 bis 1.089,99 Euro der Betrag von 4,28 Euro pfändbar, sofern keine Unterhaltspflichten bestehen. Bei einem Einkommen von 1.500,00 bis 1.509,99 Euro sind 298,28 Euro pfändbar und bei einem Einkommen von 2.500,00 bis 2.509,99 Euro der Betrag von 998,28 Euro. Erst ab einem Nettoeinkommen von über 3.392,09 Euro wird der überschießende Betrag voll gepfändet.

Antrag auf Heraufsetzung der Pfändungsfreigrenze

Sofern die in der Pfändungstabelle genannten Beträge im Einzelfall nicht ausreichen, um den Lebensunterhalt des Schuldners zu decken, so kann dieser beim zuständigen Vollstreckungsgericht die Heraufsetzung des unpfändbaren Teils seines Einkommens beantragen. Dies kann bei hohen, von den pauschalisierten Tabellensätzen nicht berücksichtigten Ausgaben bei Krankheit oder bei besonders hohen Unterhaltspflichten der Fall sein.

Keine Lohnpfändung bei Insolvenz des Schuldners

Bei Insolvenz des Schuldners darf der Arbeitgeber das Einkommen nicht mehr im Wege der Pfändung an den Gläubiger abführen, da die Insolvenz der Einzelzwangsvollstreckung entgegensteht. Das Vermögen des Schuldners einschließlich seines Einkommens wird Teil der Insolvenzmasse.

Siehe auch:

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Quelle: DAWR/we

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