wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche

Bankrecht und Kapitalanlagenrecht | 29.12.2016

„0“-Prozent-Finanzierung

Achtung Verbraucherfalle Teil II - „0“-Prozent-Finanzierung als Rahmen- oder Kreditkartenvertrag

Mit der Inanspruch­nahme weiterer Kreditlinie kann auch der bisher ausgenutzte Kreditrahmen kosten­pflichtig werden

Fachbeitrag von Rechtsanwalt Guido Lenné

Mit unserem Artikel vom 15.11.2016 haben wir auf die Gefahren der „0“-Prozent-Finanzierung aufmerksam gemacht. Hier gelangen Sie zu unserem Leitartikel.

Gerade in der Weihnachts­zeit ist für machen die „0“-Prozent-Finanzierung des Weihnachtsgeschenks schon fest eingeplant. Wer nun wegen eines bereits bestehenden Rahmen- oder Kreditkartenvertrags keine weitere „0“-Prozent-Finanzierung mehr erhalten kann, sollte es dennoch vermeiden, den eingeräumten Kreditrahmen in Anspruch zu nehmen.

In der Regel ist die Inanspruch­nahme des Kreditrahmens mit hohen Kosten verbunden.

Werbung

Wir zitieren aus den AGB einer der größten Konsumerbanken hier in Deutschland:

„Für den Erstkauf verzichtet die Bank für die ersten 12 Monate einmalig auf die Berechnung von Zinsen (entspricht einem effektiven Jahreszins für den Erstkauf für die ersten 12 Monate in Höhe von 0,0 %). Der Zeitraum der Zinsfreiheit beginnt mit Erhalt des gesonderten Bestätigungsschreibens über die Eröffnung des Darlehenskontos und die Einräumung des Darlehensrahmens.

Es gelten folgende Betragsgrenzen und Zinssätze:

Veränderlicher Soll­zinssatz für Inanspruch­nahme bis EUR 1.000,00 9,48 % p. a.

9,90 % eff. Jahreszins

Veränderlicher Soll­zinssatz für Inanspruch­nahme bis EUR 1.000,01 13,09 % p. a.

13,90 % eff. Jahreszins“

Vorsicht:

Das bedeutet, dass nur für die ersten 12 Monate keine Kosten anfallen, danach gelten für den Erstkauf sowie alle sonstigen Verfügungen die vorstehenden vertraglich vereinbarten Zinssätze.

Bei einem veränderlichen Soll­zinssatz i. H. v. 13,09 % p. a sollte der Verbraucher prüfen, ob nicht sogar der eigene Dispokreditrahmen günstiger ist.

Wer den Kreditrahmen tatsächlich nutzen will, sollte vorher die Vertrags­bedingungen sorgfältig gelesen haben! Nehmen Sie den Kreditrahmen nicht in Anspruch, wenn Sie sich nicht zuvor über die Kosten informiert haben.

Werbung

Informieren Sie sich über den Sollzinssatz und den Jahreszins

Sie sollten wissen, worauf dieser berechnet wird und ggf. weiter anfallende Gebühren, die Sie sonst nicht zu zahlen gehabt hätten (z.B. Jahres­gebühr).

Es besteht die Möglichkeit, dass mit der Inanspruch­nahme der weiteren Kreditlinie auch der bisher ausgenutzte Kreditrahmen kosten­pflichtig wird. Aus der „0“-Prozent-Finanzierung kann dann sehr schnell eine kost­spielige Finanzierung werden.

Was tun, wenn Sie in die Falle getappt sind?

Eine Kündigung des Rahmenkreditvertrages ist zwar in der Regel monatlich möglich, in den AGB vieler Kredit­institute ist jedoch geregelt, dass die Kündigung als nicht erfolgt gilt, wenn man den Darlehensbetrag nicht innerhalb von 2 Wochen zurückzahlt.

Bedenken Sie auch, dass in der Schufa bereits ein Kreditkartenvertrag eingetragen ist. Der Abschluss eines weiteren Kreditkartenvertrages zur Umschuldung könnte dann an dem ggf. gesunkene Schufa-Score durch die „0“-Prozent-Finanzierung scheitern.

Die Eintragung mehrerer Rahmenkreditverträge beeinflusst nach unserer Einschätzung Ihren Schufa-Score. Hierdurch könnte jede reguläre Finanzierung, die Sie später abschließen möchten, im Preis beeinflusst werden.

Bevor Sie den Kreditrahmen der „0“-Prozent-Finanzierung weiter belasten, sollten Sie sich ein Angebot von Ihrer Hausbank geben lassen und die Preise sowie Sonderleistungen am Markt vergleichen (einige Anbieter berechnen z. B. auf die ersten 2 Monate der Kreditkartenbelastung überhaupt keine Zinsen).

Werbung

Ein Fachbeitrag von [Anbieter­kenn­zeichnung]

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  3 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0
       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#3581

Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!
Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

Kosten­pflichtiger „Branchen Neueintrag“: Deutsche Gewerbe­einträge S.L.U. storniert Vertrag

Robert Binder

[19.01.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDeutsche Gewerbe­einträge S.L.U. storniert Vertrag über „Branchen Neueintrag“

Rechtsanwalt Gerd Klier

Bereitschaftsdienst

Bereit­schafts­zeit ist mit Mindestlohn zu vergüten

RechtsanwaltGerd Klier

[18.01.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDer Arbeitgeber hat den gesetzlichen Mindestlohn, sofern keine höhere Vergütung vereinbart ist, für jede tatsächlich geleistete Arbeits­stunde zu zahlen.

Rechtsanwalt Frank Vormbaum

„Safe-Lock“-Funktion

Abgelehnte Anerkennung eines Einbruch­diebstahls aufgrund vorhandener „Safe-Lock“-Funktion durch gerichtliches Gutachten widerlegt

RechtsanwaltFrank Vormbaum

[17.01.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDer PKW eines unserer Mandanten war bei dem LVM Land­wirtschaftlicher Versicherungs­verein Münster a.G. gegen das Risiko des Einbruch­diebstahls versichert. Nachdem ihm die Versicherung einen angeblich fingierten Einbruchdiebstahl vorwarf, entkräftete ein von uns beantragtes gerichtliches Gutachten genau diesen Vorwurf.

Rechtsanwalt Peter Hahn

Darlehens­vertrag

Fehlerhafte Wider­rufs­information: Hamburger Sparkasse zur Rück­abwicklung eines Darlehens­vertrags aus dem Jahr 2010 verurteilt

RechtsanwaltPeter Hahn

[16.01.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Landgericht Hamburg hat mit Urteil vom 14. Dezember 2017 - 319 O 157/17 - die Hamburger Sparkasse zur Rück­abwicklung eines neueren Darlehens­vertrages verurteilt. Die Kläger, die von Hahn Rechts­anwälte vertreten wurden, hatten die Wider­rufs­information zu einem Immobilien­darlehensvertrag vom 11. November 2010 erhalten. Das Landgericht Hamburg sieht diese als fehlerhaft an.

Rechtsanwalt Guido Lenné

Fremd­währungs­darlehen

Neues Urteil des BGH zu den Aufklärungspflichten einer Bank bei Abschluss eines strukturierten Darlehens

RechtsanwaltGuido Lenné

[15.01.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDer Bundes­gerichts­hof hat sich aktuell mit Urteil vom 19.12.2017 (Az.: XI ZR 152/17) mit den Aufklärungspflichten einer Bank beschäftigt, die ihrem Kunden im Rahmen einer Finanzierungs­beratung den Abschluss eines im Hinblick auf die Zinsen wechselkurs­basierten Darlehens­vertrags empfohlen hat.

Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

www.online­firmen­portal.de: Kundenfang der EU Marketing AG in Sachen „Online Firmen Portal“

Robert Binder

[12.01.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Hinter­männer der E&S Marketing AG haben eine neue Firma aus der Taufe gehoben, die EU Marketing AG. Die EU Marketing AG geht mittels telefonischer Kaltakquise für ein Branchen­verzeichnis namens „Online Firmen Portal“ auf Kundenfang. Das Verzeichnis findet sich unter www.online­firmen­portal.de.

Rechtsanwältin Almuth Arendt-Boellert

Wintersport

Die Private Unfall­versicherung - Ein Muss für jeden Skifahrer

RechtsanwältinAlmuth Arendt-Boellert

[11.01.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternSkifahren macht den Deutschen Spaß. Allein in der Skisaison 2016/2017 tummelten sich laut dem Statistik-Portal „statista“ 14,61 Deutsche auf den Pisten. Doch leider folgt nicht selten der Schaden auf das allgemein beliebte Wintervergnügen.

Rechtsanwalt Peter Hahn

Schadens­ersatz­anspruch

„Ansprüche prüfen“: Kundenservice der Fidor Bank AG offen­sichtlich völlig überlastet

RechtsanwaltPeter Hahn

[10.01.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Wirtschafts­woche berichtete unter der Über­schrift „Fidor Bank - Opfer des Bitcoin-Booms“ in einem Artikel vom 16. Dezember 2017 von der völligen Über­lastung des Kunden­services der Bank. Zeitweise sei die Service­nummer nicht erreichbar gewesen. Mehrere Tage lang habe das Abheben am Geld­automaten oder das Bezahlen mit der EC-Karte nicht funktioniert. Eil­überweisungen seien tagelang nicht bearbeitet worden.

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d3581
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!