wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Kapitalmarktrecht und Schadensersatzrecht | 27.12.2016

Insolvenz

Enterprise Holdings-Anleihe: Die nächste Kriminal­insolvenz?

Versicherungs­unternehmen wurde bis zuletzt mit sehr guten bzw. guten Noten durch die Rating­agentur Credit­reform bewertet

Fachbeitrag von Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann

Das Versicherungs­unternehmen, das bis zuletzt mit sehr guten beziehungs­weise guten Noten durch die Rating­agentur Credit­reform bewertet wurde und sich darüber hinaus selber auch immer als stabil und gesund dargestellt hatte, war - jedenfalls für die fast durchgängig deutschen Investoren - völlig überraschend im Sommer diesen Jahres in die Insolvenz gerutscht. Zwischen­zeitlich liege ein Sachstands­bericht der britischen Insolvenz­verwalter vor.

Werbung

Der Sachstandsbericht hat es in sich:

Das operative Geschäft der Enterprise Holdings lief im Wesentlichen über die in Gibraltar ansässige Tochter­gesellschaft EIC, welche wiederum nach einer Überp­rüfung bereits im Juli von den dortigen Aufsichts­behörden unter Zwangs­verwaltung gestellt worden war, wie die FAZ darstellt. Grund hierfür sei die Nicht­erfüllung versicherungs­rechtlicher Anforderungen gewesen. Bereits zu diesem Zeitpunkt sei die Übers­chuldung der Enterprise Holdings offenbar gewesen, eine positive Prognose habe aufgrund fehlender weiterer Liquiditäts­zuflüsse nicht bestanden. Trotzdem hätten die verantwortlichen Manager um Andrew Flowers das Stellen des Insolvenz­antrages um weitere zwei Monate verschleppt. Darüber hinaus seien die Anleihe­gläubiger über die Pleite dreier weiterer Tochter­gesellschaften nicht informiert worden.

Anleihegläubigern wurde unbegründet Hoffnung auf ein gutes Ende der Geschichte gemacht:

Die mit einem Wert von 16 Millionen £ in den Bilanzen verzeichnete Tochter­gesellschaft Andeva solle Kern einer neuaufgestellten Agentur der umstrukturierten Holding werden, darüber hinaus sei ein neuer Geschäfts­zweig Gastronomie geplant. Der Haken bei der Geschichte: die Insolvenz­verwaltung taxiert Andeva als tatsächlich komplett wertlos, und die für die Gastronomie teuer erworbene Immobilie im Osten Londons wurde bereits hoppla­dihopp (zum Spottpreis) an zwei Geschäftsf­ührer von EHL-Töchtern verscheppert. Die Insolvenz­verwalter hätten hier die „Notbremse gezogen“, wie die FAZ formuliert, nachdem die Sanierung des Gebäudes nicht so recht voran gekommen sei.

Werbung

Überhaupt, die Insolvenzverwaltung:

Die eingesetzten Verwalter Stephen Conn und Jonathan Avery-Gee beklagten sowohl die fehlende Verfügb­arkeit von Finanz­unterlagen in Bezug auf das Tages­geschäft als auch die durch die EY Ltd (Gibraltar) bereits geprüften Finanz­berichte, so die FAZ. Insoweit sei noch mit der ein oder anderen frohen Botschaft für die geprellten Investoren zu rechnen. Zwischen­zeitlich befleißige sich jedenfalls die für die vormalig operativ tätige Tochter EIC eingesetzte Insolvenz­verwaltung, möglichst viele der noch vorhandenen Assets für die dortig betroffenen Gläubiger zu arrestieren. In Rede stünden hier unter anderem 39 Millionen £ geflossene Provisionen und kurioserweise auch ein Landrover, der von der EHL bezahlt wurde, trotzdem aber Geschäftsf­ührer Andrew Flowers gehören solle. Flowers wiederum stünde im Verdacht, möglicherw­eise prospekt­widrig Anleihe­gelder in Höhe von 25 Millionen € in ein Arlberger Luxushotel („Blumen Haus“) abgezweigt zu haben.

Auch hier allerdings lief wohl manches schief:

Die zugehörige und finanzierende „Blumenberg Anstalt“ ging plötzlich in Konkurs, das Projekt wurde (einmal mehr zum Spottpreis, wie zu vermuten ist) von der Gustav-Zech-Stiftung aufgekauft, welche auch im Falle der KTG Agrar-Pleite schon kräftig zugegriffen hatte. Die hier nun offenbar werdende und geradezu unfassbare Gemengelage muss mindestens den Verdacht dahingehend erwecken, es möglicherw­eise tatsächlich und auch in diesem Fall erneut mit einer weiteren „Kriminal­insolvenz“ zu tun zu haben. Fraglich steht jedenfalls, warum ganz offen­sichtlich die bestehenden Informations­ansprüche der geprellten Investoren und Anleihe­gläubiger von allen Seiten nach Strich und Faden hintertrieben werden - und wer in diesem garstigen Dramolett für die entstandenen Verluste verantwortlich zeichnet und gegebenenfalls schadens­ersatz­pflichtig zu machen sein könnte.

Werbung

Ein Fachbeitrag von [Anbieter­kenn­zeichnung]

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#3586

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

www.clever-gefunden.com: Deal UP beauftragt Anwalts­kanzlei Dr. Harald Schneider

RechtsanwaltRobert Binder

[25.04.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Firma deal UP hat die Anwalts­kanzlei Dr. Harald Schneider mit Inkasso­tätigkeit beauftragt.

Rechtsanwalt Philipp Neumann

Bauspar­verträge

Unzulässige Kündigung von Bauspar­verträgen: Neue Versäumnisurteile gegen Aachener Bausparkasse

RechtsanwaltPhilipp Neumann

[24.04.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternMit Versäumnis­urteilen haben zwei Abteilungen des Amts­gerichts Aachen am 3. April 2018 (Az. 106 C 156/17) und am 27. März 2018 (Az. 105 C 164/17) fest­gestellt, dass die Bauspar­verträge der von den ARES Rechts­anwälten vertretenen Kläger durch die Kündigungen der Aachener Bauspar­kasse wegen einer behaupteten Störung der Geschäfts­grundlage nach den §§ 313, 314 BGB nicht beendet worden sind.

Rechtsanwalt Florian Hitzler

Rechts­schutz­versicherung

Hilfe für geschädigte Anleger der EN Storage GmbH: Rechts­schutz­versicherung muss zahlen

RechtsanwaltFlorian Hitzler

[23.04.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternRund 90 Millionen Euro haben die Anleger der insolventen EN Storage GmbH verloren. Sie haben die Möglichkeit, über Forderungen im Insolvenz­verfahren und über die Geltend­machung von Schadens­ersatz­ansprüchen einen großen Teil ihres investierten Geldes zurückzuholen.

Rechtsanwalt Guido Lenné

AGB-Klausel

BGH stärkt Rechte von Bankkunden: Aufrechnungs­verbots­klausel in Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Banken unwirksam

RechtsanwaltGuido Lenné

[20.04.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDer Bundes­gerichts­hof hat mit Urteil vom 20.03.2018 das Aufrechnungs­verbot in Allgemeinen Geschäfts­bedingungen der Banken gegenüber Verbrauchern für unzulässig erklärt. Solch eine Aufrechnungs­verbots­klausel findet sich sehr häufig in den Allgemeinen Geschäfts­bedingungen von Banken.

Rechtsanwalt Hartmut Göddecke

Wider­spruchs­joker

Geld zurück durch Widerspruch: Göddecke Rechts­anwälte erreichen Rück­abwicklung einer Lebens­versicherung der Gothaer

RechtsanwaltHartmut Göddecke

[19.04.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternTrennen Sie sich mit einem finanziellen Maximum von Ihrer veralteten Lebens- oder Renten­versicherung. Überlassen Sie dabei einem spezialisierten Anwalt die Korrespondenz mit dem Versicherer und profitieren Sie so schnell und sicher von dem „Wider­spruchs­joker“.

Rechtsanwalt Dr. Martin Heinzelmann

Widerrufs-/Autojoker

Autokredit widerrufen: Besitzer kredit­finanzierter Fahrzeuge aufgepasst - jetzt Wertverlust vermeiden

RechtsanwaltDr. Martin Heinzelmann

[18.04.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDen gefrusteten Besitzern von vom Abgas­skandal und angekündigten Fahr­verboten betroffenen Diesel­fahrzeugen bietet der Widerrufs­joker die einmalige Möglichkeit, sich von ihrem verlust­trächtigen Diesel­fahrzeug durch Rückgabe an den Händler/die das Fahrzeug finanzierende Autobank wieder zu entledigen! Allein bei Volkswagen (VW) sind bis zu 2,15 Millionen Verträge potenziell hiervon betroffen.

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

Inkasso­tätigkeit: Anwalts­kanzlei Dr. Harald Schneider treibt angebliche Forderungen von Branchen­buchanbieter ein

RechtsanwaltRobert Binder

[17.04.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Anwalts­kanzlei Dr. Harald Schneider treibt die angeblichen Forderungen gleich mehrerer Branchen­buchanbieter ein.

Rechtsanwalt Philipp Neumann

Insolvenz

Was bedeutet die P&R-Insolvenz für die Anleger der P&R Transport-Container GmbH?

RechtsanwaltPhilipp Neumann

[16.04.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie P&R Transport-Container GmbH ist bisher die einzige der P&R-Gesellschaften, die nicht insolvent ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass Anleger, die Verträge mit dieser Gesellschaft abgeschlossen haben, nicht möglicher­weise auch mit einem Teil ihrer Forderungen gegen die Gesellschaft ausfallen können.

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d3586
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!