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Verbraucherrecht und Versicherungsrecht | 13.11.2020

Restschuld­versicherung

Restschuld­versicherungen: Sinnvoll ist der Schutz oder teures Vergnügen?

Anwaltliche Prüfung bestehender Kredit- und Rest­schuld­versicherungs­verträge ratsam

Fachbeitrag von Rechtsanwalt Guido Lenné

Häufig bietet die Bank eine Restschuld­versicherung sogar bei kleineren Raten­krediten an, wenn sie eigentlich überflüssig ist. Doch selbst bei großen Darlehen, wenn der Abschluss einer Restschuld­versicherung durchaus Sinn machen kann, ist die Versicherung häufig zu teuer.

Das Problem bei der Frage, wie teuer eine solche Versicherung sein darf: Die Kosten lassen sich nicht pauschal beziffern. Es gibt keine festen Prozent­sätze oder Formeln, anhand derer sich berechnen ließe, wie kostenintensiv die Absicherung des Darlehens wird. Es gibt also keine Standardisierung, sondern kommt immer auf den Einzelfall und den Anbieter an.

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Enorme Kostenunterschiede zwischen verschiedenen Anbietern

Die Preisspanne der verschiedenen Angebote ist enorm. Laut Verbraucher­zentralen liegen bei einer Kreditsumme von 10.000 Euro die Kosten für den Komplet­tschutz zwischen 1.000 und 2.840 Euro, für den Schutz vor Arbeits­unfähigkeit und Tod zwischen 600 und 1.700 Euro und für den Todes­fall­schutz zwischen 240 und 875 Euro. In diesen Preis­angaben sind die Zinsen noch gar nicht eingerechnet.

Oft bewegen sich die Prämien bei der Absicherung eines Raten­kredits zwischen 13 und 17 Prozent des Auszahlungs­betrags. In einem Fall, in dem die Prämie einer Restkredit­versicherung 15,6 Prozent des Auszahlungs­betrags betrug, erklärte das Landgericht Nürnberg die Höhe für „bedenklich hoch“ (Urteil vom 7. April 2014, Az. 6 O 754/14).

Umfangreiche Ausschlussklauseln

Hinzu kommt, dass die Versicherung, wenn der Kredit­nehmer sie tatsächlich braucht, oft nicht zahlt. Denn viele Fälle werden vom Versicherer im Vorfeld ausgeschlossen, z. B. wenn der Versicherungs­nehmer aufgrund einer Krebs­erkrankung arbeits­unfähig wird. Berücksichtigt man die verschiedenen Ausschluss­klauseln solcher Versicherungs­verträge, stehen die Kosten in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Nutzen.

Restschuldversicherung nicht standardisiert

Eine Markt­untersuchung der BaFin (Bundes­anstalt für Finanzd­ienstleistungs­aufsicht) aus dem Jahr 2017 förderte noch weit höhere Kosten von Restschuld­versicherungen zutage. Da die Restschuld­versicherung nicht standardisiert ist, können Leistungen, Beiträge und Kosten stark variieren. Im teuersten von der BaFin untersuchten Tarif für den Todes­fall­schutz beliefen sich die abgezinsten Vertriebs­kosten auf 85 Prozent des Einmal­betrags.

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Wir helfen Ihnen gerne!

Kredit­nehmern ist daher vor Abschluss einer Restschuld­versicherung unbedingt zu raten, genau zu prüfen, ob eine Restschuld­versicherung in ihrem Fall überhaupt angeraten ist. Falls ja, lohnt es sich durchaus, verschiedene Angebote einzuholen. Auch die Prüfung bestehender Kredit- und Rest­schuld­versicherungs­verträge kann sich lohnen, denn unter Umständen ist die Versicherung anfechtbar. Für die Prüfung der Versicherungs­police und der Prämien stehen wir Ihnen in unserer Kanzlei gerne zur Verfügung. Vereinbaren Sie einfach einen Termin für eine kostenlose Erst­beratung.

Ein Fachbeitrag von [Anbieter­kenn­zeichnung]

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