wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche

Haftungsrecht und Versicherungsrecht | 17.10.2017

Verkehrs­sicherungs­pflicht

Verletzung der Verkehrs­sicherungs­pflicht: Wer haftet bei einem Unfall auf dem Trampolin?

Bei körperlicher Schädigung durch Verletzung der Verkehrs­sicherungs­pflicht besteht Anspruch auf Schmerzens­geld

Fachbeitrag von Rechtsanwältin Almuth Arendt-Boellert

Trampoline sind bei Kindern besonders beliebt und liegen voll im Trend. Der Anblick eines Garten­trampolin ist inzwischen nahezu typisch für die Reihen- oder Einfamilien­haus­siedlung. Auch die Betreiber von Freizeit­anlagen haben sich auf den Trend eingestellt. Doch wer haftet bei einem Trampolin-Unfall?

Werbung

Spaß mit Risiken – Betreiber haftet wegen Verletzung der Verkehrssicherungspflicht

Trampolin­springen macht vielen Menschen Spaß und ist augenscheinlich „kinder­leicht“. Dabei gehen mit der Benutzung eines Trampolins nicht unerhebliche Verletzungs­risiken, vor allem Verstauchungen und Knochen­brüche, einher. Wer ein Trampolin aufstellt, schafft damit eine sogenannte „Gefahren­lage“ und muss unter bestimmten Umständen für aufkommende Schäden haften.

In seiner Entscheidung vom 3. Juni 2008 (Az. VI ZR 223/07) hatte sich der Bundesgerichtshof mit der Verkehrs­sicherungs­pflicht des Betreibers einer Trampolin­anlage zu beschäftigen. Ein 40-jähriger Familien­vater hatte sich beim Salto auf dem Trampolin das Genick gebrochen und ist seitdem quer­schnitts­gelähmt. Obwohl die Trampolin­anlage keine technischen Mängel aufwies, war der Betreiber der Anlage zum Schadens­ersatz verpflichtet.

Ähnlicher Unfall auf einem Hüpfkissen

Das Oberlandes­gericht München hatte sich in seiner Entscheidung vom 18. März 2015 (Az. 20 U 3360/14) mit einem ähnlichen Sachverhalt zu befassen. Der 16-jährige Kläger hatte ein Badefrei­gelände besucht, auf dem ein auch für kleine Kinder frei zugängliches luftunterstütztes Hüpfkissen installiert war. Einem am Rand befindlichen Hinweis­schild war zu entnehmen, dass die Benutzung auf eigene Gefahr erfolgte, Schuhe auszuziehen seien und das Kissen heiß werden könnte. Ein Hinweis darauf, dass Saltos verboten seien, war nicht enthalten, obwohl dies in der Bedienungs­anleitung zum Hüpfkissen ausdrücklich empfohlen wurde. Der 16-jährige stürzte bei dem Versuch, einen Salto rückwärts zu machen, auf den Nacken­bereich, brach sich einen Halswirbel und ist seitdem vom Hals abwärts gelähmt.

Werbung

Urteil des OLG München: Betreiber schadensersatzpflichtig, Kläger trägt Teilschuld

Das in erster Instanz zuständige Landgericht Landshut verurteilte den Betreiber der Badeanlage zu Schadens­ersatz. Er habe durch Instal­lation des Hüpf­kissens eine Gefahren­quelle geschaffen, die er nicht durch ausreichenden Hinweis abgesichert habe. Ein Mit­verschulden des Klägers stellte das Landgericht nicht fest, weil das Luftpolster eine weiche Landung versprechen würde.

Das Oberlandesgericht München hat das Urteil in der Berufung weitgehend bestätigt und sich in seinen Urteils­gründen unter anderem auch auf das oben genannte Urteil des Bundesgerichtshofs gestützt. Anders als das Landgericht jedoch nahm das Oberlandesgericht ein 25 %iges Mit­verschulden des Klägers an. Dieser hätte wegen seiner sportlichen Erfahrung und dem Umstand, dass das Hüpfkissen und seine Fußsohlen teilweise nass waren, erkennen können, dass ein sicherer Absprung nicht gewähr­leistet war. Allerdings sei zu seinen Gunsten der jugendliche Über­schwung mit in Betracht zu ziehen.

Anwaltliche Hilfe bei Personenschäden nach Unfällen

Menschen, die erhebliche körperliche Schädigung durch eine Verletzung der Verkehrs­sicherungs­pflicht erleiden, haben einen Anspruch auf hohe Schmerzens­gelder. Dabei ist klar: Keine Summe kann den Verlust von Lebens­qualität aufwiegen. Allerdings ist selbstverständlich, dass Betroffene auf Unterstützung angewiesen sind.

Wichtig ist, dass Geschädigte in vergleichbaren Fällen kundig und durch­setzungs­stark vertreten werden. Haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns an.

Werbung

Ein Fachbeitrag von [Anbieter­kenn­zeichnung]

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 3.5 (max. 5)  -  2 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0
       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#4691

Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Anschnall­pflicht

Kontrolle ist Pflicht: Wenn sich das Kind selbst abschnallt ...

RechtsanwaltMark Eplinius

[17.08.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternGrund­sätzlich sind alle Mitfahrer in einem Pkw selbst für ihr richtiges Anschnallen verantwortlich. Bei Kindern sieht es jedoch ein bisschen anders aus: Nach einem Beschluss des Ober­landes­gerichts Hamm muss der Fahrer dafür Sorge tragen, dass der kleine Passagier angeschnallt ist und während der ganzen Fahrt auch bleibt!

Rechtsanwalt Guido Lenné

Betriebs­rente

Betrieb­liche Alters­vorsorge in Gefahr: Zehn Pensions­kassen mit 130.000 Betroffenen stark gefährdet

RechtsanwaltGuido Lenné

[16.08.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Finanz­aufsicht BaFin (Bundes­anstalt für Finanzd­ienstleistungs­aufsicht) warnte bereits im Mai 2016 davor, dass einige Pensions­kassen ohne neues Kapital die Renten­ansprüche der Arbeit­nehmer nicht mehr erfüllen können. Bei zehn Kassen ist die Betriebs­rente inzwischen ernsthaft in Gefahr. Nun führt die BaFin mit 45 Pensions­kassen intensive Gespräche, um eine Kürzung der Betriebs­rente zu verhindern.

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

www.dein-werbeplakat.de: DR Verlags­gesellschaft für SEO & SEA S.L.U beauftragt PNO Inkasso AG mit Forderungseinzug

RechtsanwaltRobert Binder

[15.08.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBei der PNO Inkasso AG handelt es sich um eine Inkasso­firma aus Deggendorf. Als registriertes Inkasso­büro ist sie berechtigt, Inkasso­dienst­leistungen zu erbringen. Sie ist nach eigenen Angaben Teil der Collectia Company, ein Inkasso­unternehmen aus Skandinavien.

Rechtsanwalt Hermann Kaufmann

Abgas­skandal

Widerruf bei Auto­krediten: Urteil mit Signal­wirkung aus Hamburg

RechtsanwaltHermann Kaufmann

[14.08.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Landgericht Hamburg (Versäumnis­urteil vom 29. Juni 2018 – 330 O 145/18, noch nicht rechts­kräftig) hat eine Auto­kreditbank zur Rück­abwicklung der Finanzierung eines Diesel-Pkws verurteilt.

Rechtsanwalt Dr. Martin Heinzelmann

Augenblicks­versagen

Fahrverbot vermeiden: Chancen des Fahrzeug­führers hinsichtlich des Absehens vom Fahrverbot bei Tempo­über­schreitungen

RechtsanwaltDr. Martin Heinzelmann

[13.08.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternHat ein Fahrer eine Ordnungs­widrigkeit in Form einer Geschwindigkeits­überschreitung begangen, kann diese zum temporären Verlust des Führer­scheins führen.

Rechtsanwalt Dr. Ronny Jänig

Grund­erwerb­steuer

Probleme bei der Grund­erwerb­steuer für Einbau­küchen beim Immobilien­kauf

RechtsanwaltDr. Ronny Jänig

[10.08.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternWer ein Grundstück und/oder eine Immobilie erwirbt, wird ganz schön zur Kasse gebeten.

Rechtsanwalt Ulf Böse

VW-Abgas­skandal

Urteil mit Signal­wirkung: OLG Köln verpflichtet Händler zur Rücknahme eines gebrauchten VW-Diesel

RechtsanwaltUlf Böse

[09.08.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Oberlandes­gericht Köln hat entschieden, dass ein VW-Händler einen VW-Diesel zurück­nehmen muss. Damit bestätigte das OLG Köln das verbraucher­freundliche Urteil des Land­gerichts Köln.

Rechtsanwalt Philipp Neumann

Widerruf

Fehlerhafte Widerrufs­belehrung: Widerruf eines Darlehens­vertrages der Bank 1 Saar eG aus 2011 wirksam

RechtsanwaltPhilipp Neumann

[08.08.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternMit Urteil vom 27.07.2018 (Az. 1 O 97/18 – nicht rechts­kräftig) hat das Landgericht Saar­brücken fest­gestellt, dass ein im Jahre 2011 abgeschlossener Darlehens­vertrag mit der Bank 1 Saar eG noch im Jahre 2016 wirksam widerrufen werden konnte, da die Wider­rufs­frist des Vertrages nicht zu laufen begonnen hatte.

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d4691
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!