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Arbeitsrecht | 22.11.2016

Anwalt für Arbeitsrecht

Anwaltsliste Arbeitszeugnis: An welchen Anwalt kann ich mich wenden, wenn ich als Arbeitnehmer ein schlechtes Arbeitszeugnis erhalten habe?

Rechtsanwalt für Arbeitsrecht hilft bei Fragen zum Arbeitszeugnis

Als Arbeitnehmer haben Sie Anspruch auf ein Arbeitszeugnis, das Ihr Arbeitgeber Ihnen ausstellen muss. Doch was passiert, wenn der Arbeitgeber sich weigert, ein Zeugnis zu schreiben, oder wenn das Zeugnis negative Formulierungen enthält oder Ihre Leistungen nicht zutreffend wiedergibt? Und woran lassen sich versteckte negative Aussagen erkennen? Ein Rechtsanwalt für Arbeitsrecht kann Sie zu allen Fragen des Zeugnisrechts beraten und die Erteilung eines angemessenen Zeugnisses für Sie durchsetzen.

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Grundsätzlich kann ein Arbeitnehmer bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses ein qualifiziertes Zeugnis von seinem Arbeitgeber verlangen (§ 109 GewO), also ein Zeugnis, das nicht nur Art und Dauer der Tätigkeit bestätigt, sondern auch Leistung und Verhalten des Arbeitnehmers angibt und diese bewertet. Darüber hinaus kann in bestimmten Konstellationen ein Zeugnisanspruch schon im laufenden Arbeitsverhältnis bestehen. Dies kann z.B. bei der Bewerbung des Arbeitnehmers um einen neuen Job der Fall sein.

Anspruch auf wahrheitsgemäße und wohlwollende Beurteilung

Das Zeugnis muss Leistung und Sozialverhalten des Arbeitnehmers zugleich wahrheitsgemäß und wohlwollend beurteilen. Dies ist die so genannte „Zeugniswahrheit“. Gehässige Formulierungen haben auch bei mangelhaften Leistungen zu unterbleiben. Der beurteilte Arbeitnehmer wird seinen ersten Blick auf die Zeugnisnote richten, für die sich Standardformulierungen wie „stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“ für „sehr gute“ Leistungen, „stets zu unserer vollen Zufriedenheit“ für eine „gute“ Note und „stets zu unserer Zufriedenheit“ oder „stets zufriedenstellend“ für die Note „befriedigend“ etabliert haben.

Will sich der Arbeitnehmer mit dem Zeugnis auf eine neue Stelle bewerben, so spielen Formulierung und Bewertung eine große Rolle, da in der Regel alles unterhalb eines „guten“ Arbeitszeugnisses als schlechte Bewertung gilt und die Chancen bei der Bewerbung somit nicht erhöht.

Versteckte negative Formulierungen

Als problematisch für den Arbeitnehmer können sich auch Auslassungen oder versteckt negative Aussagen im Zeugnistext erweisen. Auch hier haben sich mit den Jahren spezielle Zeugniscodes durchgesetzt wie „Er zeigte Verständnis für seine Arbeit“, was für nichts anderes als mangelhafte Leistungen steht, oder die Formulierung „Er war seinen Mitarbeitern jederzeit ein verständnisvoller Vorgesetzter“, womit mangelndes Durchsetzungsvermögen bescheinigt wird.

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Arbeitgeber hat „Formulierungshoheit“

Oft sind Formulierungen im Arbeitszeugnis uneindeutig und möglicherweise gar nicht negativ gemeint. Hier kann zunächst ein Gespräch mit dem Arbeitgeber angebracht sein. Führt dies zu keinem Ergebnis und möchte der Arbeitnehmer das Arbeitszeugnis nicht akzeptieren, kann der Gang zum Rechtsanwalt für Arbeitsrecht weiterhelfen, der das Arbeitszeugnis prüfen und über mögliche rechtliche Schritte gegen den Arbeitgeber aufklären kann. Da es sich bei vielen Formulierungen um Auslegungsfragen handelt, ist für den Laien schwer abzuschätzen, ob eine Zeugniskorrektur vor dem Arbeitsgericht durchgesetzt werden kann. Denn trotz des Anspruchs auf eine wohlwollende Formulierung hat der Arbeitgeber die „Formulierungshoheit“ über das von ihm ausgestellte Arbeitszeugnis.

Wer muss die Qualität der Arbeitsleistungen beweisen?

Der Rechtsanwalt für Arbeitsrecht wird in aller Regel den Zeugnisanspruch zunächst direkt gegenüber dem Arbeitgeber geltend machen. Sollte ein Klageverfahren notwendig werden, kann der Anwalt vorab mitteilen, welche Beweise der Arbeitnehmer vorlegen muss. Denn davon hängt der Erfolg im Klageverfahren ab. Verlangt der Arbeitnehmer ein „sehr gutes“ oder „gutes“ Arbeitszeugnis, muss er beweisen, dass seine Leistungen im Arbeitsverhältnis dieser Benotung entsprachen.

Hat der Arbeitgeber jedoch ein schlechtes Zeugnis erteilt, d.h. „befriedigend“ oder schlechter, so ist er es, der die dieser Note entsprechenden unterdurchschnittlichen Leistungen des Arbeitnehmers beweisen muss.

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Rechtsanwalt für Arbeitsrecht

Ein schlechtes Arbeitszeugnis kann den weiteren Berufsweg empfindlich erschweren. Wer mit seinem Arbeitszeugnis unzufrieden ist, kann sich deshalb vom Rechtsanwalt für Arbeitsrecht beraten lassen. Der Anwalt kann Vorschläge für ein besseres Zeugnis formulieren und auf negative Formulierungen hinweisen sowie die Ansprüche des Arbeitnehmers gegenüber dem Arbeitgeber im außergerichtlichen Verfahren und vor dem Arbeitsgericht durchsetzen.

Liste von Rechtsanwälten und Rechtsanwaltskanzleien

An diese Rechtsanwälte und Rechtsanwaltskanzleien können Sie sich wenden, wenn Sie ein schlechtes Arbeitszeugnis erhalten haben und einen Anwalt benötigen.

Anwälte aus Berlin
Anwälte aus Bayern
Anwälte aus Sachsen
Anwälte aus Nordrhein-Westfalen
Anwälte aus Hessen
Anwälte aus Baden-Württemberg
Anwälte aus Niedersachsen
Anwälte aus Thüringen
Anwälte aus Sachsen-Anhalt
Anwälte aus Saarland
Anwälte aus Schleswig-Holstein
Anwälte aus Rheinland-Pfalz
Anwälte aus Mecklenburg-Vorpommern
Anwälte aus Hamburg
Anwälte aus Bremen

Die Liste der hier genannten Rechtsanwälte und Rechtsanwaltskanzleien ist als Empfehlung zu verstehen und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es gibt viele weitere Rechtsanwälte und Rechtsanwaltskanzleien, an die Sie wenden können, wenn Sie ein schlechtes Arbeitszeugnis erhalten haben.

Quelle: DAWR/we

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URL dieses Artikels: https://www.dawr/d1774
 

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