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Schadensersatzrecht | 23.04.2020

Abgasskandal

KBA ordnet Rückruf für Porsche Cayenne 4,2 Liter EURO 5 an

Unzulässige Abschalteinrichtung stellt Mangel dar und kann Anspruch auf Schadensersatz begründen

Fachbeitrag von Rechtsanwalt Dr. Ingo Gasser

Mehr oder weniger unbemerkt hatte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen den Rückruf für Porsche Cayenne mit 4,2-Liter-V8-Dieselmotor und der Abgasnorm Euro 5 schon im August 2018 angeordnet. Passiert ist lange nichts. Erst jetzt ist es Porsche offenbar gelungen, ein Software-Update vorzulegen, das vom KBA genehmigt wurde. Unter dem Code ALA1 ruft Porsche jetzt die betroffenen Cayenne-Modelle in die Werkstatt.

Das KBA hat den Rückruf am 18. März 2020 in seiner Datenbank veröffentlicht. Laut der Behörde müssen beim Porsche Cayenne S Diesel 4,2 Liter TDI der Schadstoffklasse Euro 5 unzulässige Abschalteinrichtungen bzw. die unzulässige Reduzierung der Wirksamkeit des Emissionskontrollsystems entfernt werden. Nach KBA-Angaben sind von dem Rückruf insgesamt fast 13.000 Cayenne der Baujahre 2013 bis 2018 betroffen. Davon sollen rund 5.200 Fahrzeuge in Deutschland zugelassen sein.

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Modelle mit der Abgasnorm Euro 5 vom Rückruf betroffen

Schon im Mai 2018 hatte das KBA den Rückruf für den Porsche Cayenne 4,2 Liter V8 TDI der Abgasnorm Euro 6 angeordnet. Nun sind auch die älteren Modelle mit der Abgasnorm Euro 5 von einem verpflichtenden Rückruf betroffen. „Verpflichtend bedeutet, dass den Fahrzeugen der Verlust der Zulassung droht, wenn das Update nicht aufgespielt wird“, erklärt Rechtsanwalt Dr. Ingo Gasser.

Porsche: Keine negativen Auswirkungen auf Verbrauch und Leistung durch Software-Update

Porsche versichert zwar, dass das Software-Update keine negativen Auswirkungen auf Verbrauch oder Leistung des Motors hat. Ob langfristig tatsächlich keine negativen Auswirkungen zu erwarten sind, darf aber durchaus kritisch gesehen werden. Zudem sind die Fahrzeuge von einem weiteren Wertverlust betroffen.

Trotz Update - gute Chancen auf Schadensersatz

„Porsche hat lange gebraucht, um ein genehmigungsfähiges Update vorzulegen. Das kann ein Hinweis auf große technische Schwierigkeiten sein. Die betroffenen Porsche-Kunden müssen sich mit einem Update mit ungewissen Folgen nicht zufrieden geben. Sie haben auch gute Chancen, Schadensersatzansprüche durchzusetzen“, so Rechtsanwalt Dr. Gasser.

Verschiedene Gerichte haben Porsche bereits zu Schadensersatz verurteilt

Der BGH hat bereits Anfang 2019 erklärt, dass eine unzulässige Abschalteinrichtung einen Mangel darstellt und die Käufer Anspruch auf Ersatz haben. Verschiedene Gerichte haben Porsche daher auch schon beim Macan oder dem Cayenne mit der Abgasnorm Euro 6 zu Schadensersatz verurteilt. „Ebenso dürften nun sehr gute Aussichten bestehen beim Porsche Cayenne 4,2 Liter Diesel der Abgasnorm Euro 5 Schadensersatzansprüche durchzusetzen“, sagt Rechtsanwalt Dr. Gasser, Kooperationspartner der IG Dieselskandal.

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