wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche

Familienrecht | 12.10.2018

Trennung mit Kindern

Umgangs­recht nach Trennung: Das sollten Eltern wissen

Kind hat Recht auf Umgang mit beiden Eltern­teilen

Fachbeitrag von Rechtsanwalt Guido Lenné

Gemäß § 1684 BGB stellt das Umgangs­recht nicht nur ein Recht, sondern auch eine Pflicht dar.

So heißt es in den ersten beiden Absätzen des § 1684 BGB:

Abs. 1: Das Kind hat das Recht auf Umgang mit jedem Elternteil; jeder Elternteil ist zum Umgang mit dem Kind verpflichtet und berechtigt.

Abs. 2: Die Eltern haben alles zu unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum jeweils anderen Elternteil beeinträchtigt oder die Erziehung erschwert. Entsprechendes gilt, wenn sich das Kind in der Obhut einer anderen Person befindet.

Das Umgangs­recht ist in einer dem Wohl des Kindes entsprechenden Weise auszuüben. Es besteht nicht nur für Eltern, sondern auch für andere Bezugs- und vertraute Personen des Kindes wie beispiels­weise Großeltern, Geschwister, Pflege­eltern.

Sowohl der biologische Vater hat gemäß § 1686 a BGB ein Umgangs­recht als auch der rechtliche, nicht leibliche Vater gemäß § 1685 Abs. 2 BGB.

Oftmals können sich die Eltern nach einer Trennung über das Umgangs­recht nicht einigen. In diesem Fall hat dann das Familien­gericht auf Antrag über das Umgangs­recht zu entscheiden.

Werbung

Wohl des Kindes ist entscheidend

Das Umgangsrecht ist gesetzlich nicht konkret aus­gestaltet. Daher hat eine Regelung im Einzelfall zu erfolgen. Dabei müssen das Alter sowie die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigt werden. Bei kleineren Kindern sollten kürzere Abstände zwischen den Besuchs­tagen liegen. Bei Kindern im Schulalter wird häufig ein Umgang an jedem zweiten Wochenende ausgeübt. Das Familien­gericht trifft in der Regel Bestimmungen über den Umgang nach Zeit, Ort und Art. Auch hierbei ist das Familien­gericht gehalten, die Entscheidung im Hinblick auf das Kindeswohl zu treffen. Denn der entscheidende Maßstab ist hierbei stets das Kindeswohl.

Elternteile vergessen bei Umgangs­streitigkeiten oftmals, dass das Umgangs­recht nur als Schein­argument herangezogen wird, um eigene Interessen durch­zusetzen und den ehemaligen Partner unter Druck zu setzen oder sogar zu verletzen. Letztendlich muss das Familien­gericht im Einzelfall entscheiden, wie das Umgangs­recht im Streitfall auszugestalten ist und dem Kindeswohl am besten entspricht. Dabei hat das Familien­gericht auf die Wünsche des Kindes Rücksicht zu nehmen.

Umgangsrecht mit Einschränkungen

Gemäß § 1684 Abs. IV BGB kann das Familien­gericht das Umgangs­recht auch einschränken oder sogar ausschließen. Das betrifft beispiels­weise Fälle von sexuellem Missbrauch des Kindes durch den umgangs­berechtigten Elternteil.

Das Familien­gericht kann darüber hinaus anordnen, dass das Umgangs­recht nur im Beisein eines neutralen Dritten stattzufinden hat. Diese Umgangs­termine finden dann meistens im Jugendamt mit einem Jugendamts­mitarbeiter statt.

Die Kosten des Umgangs­rechts hat der Umgangs­berechtigte zu tragen.

Werbung

Nutzen Sie unsere kostenlose Erstberatung

Wenn Sie vor einer Trennung bzw. Scheidung stehen, bei der Kinder involviert sind, und Streitig­keiten um das Sorge- und Umgangs­recht absehbar sind, sollten Sie sich schnell­stmöglich von einem Anwalt beraten und vertreten lassen. Schildern Sie uns Ihren Fall. Wir stehen Ihnen dafür gerne zur Verfügung.

Ein Fachbeitrag von [Anbieter­kenn­zeichnung]

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 3.7 (max. 5)  -  3 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0
       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#5870

Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!
Rechtsanwalt Guido Lenné

Muster­feststellungs­klage

VW-Abgas­skandal: Muster­feststellungs­klage gegen VW - eine äußerst langwierige Angelegenheit

RechtsanwaltGuido Lenné

[25.03.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternViele Verbraucher haben sich gefreut, dass die Möglichkeit einer Muster­feststellungs­klage geschaffen wurde, und haben diese genutzt, um gegen VW wegen der illegalen Abschalt­einrichtungen in ihren Fahrzeugen vorzugehen. Mittlerweile wird jedoch ziemlich klar, dass sich dieses Verfahren extrem lange hinziehen wird.

Rechtsanwalt Frank Vormbaum

Berufs­unfähigkeit

Berufs­unfähigkeit beantragen: Wann Sie bei Berufs­unfähigkeit den Leistungs­antrag stellen sollten

RechtsanwaltFrank Vormbaum

[22.03.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternIn unserem heutigen Rechtstipp informiere ich Sie darüber, wann Sie den Leistungs­antrag in der privaten Berufs­unfähigkeits­versicherung stellen sollten.

Rechtsanwalt Marcel Seifert

Abgas­skandal

Erneute Niederlage für VW: OLG Köln bejaht erneut vor­sätzliche sitten­widrige Schädigung durch den VW-Konzern

RechtsanwaltMarcel Seifert

[21.03.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Oberlandesgericht Köln hatte schon mit Beschluss vom 3. Januar 2019 entschieden, dass es VW im Abgas­skandal für schadens­ersatz­pflichtig hält (Az.: 18 U 70/18). Diese Rechts­auffassung bestätigte das Oberlandesgericht Köln nun mit Hinweis­beschluss vom 1. März (Az.: 16 U 146/18).

Rechtsanwalt Hermann Kaufmann

Ökologische Geld­anlage

Biogas­anbieter UDI: Sind die Anleger­gelder der UDI Biogas 2011 und der UDI Sprint Festzins gefährdet?

RechtsanwaltHermann Kaufmann

[20.03.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternNach dem vielfachen Scheitern von Anlagen im Bereich der Immobilien und Schiffs­fonds bot sich mit den „grünen Technologien“ eine Möglichkeit, zukunfts­weisend zu investieren. Aber auch hier sind die Anleger vor den Gefahren des Marktes und dem Verlust ihres Geldes nicht gefeit. So drohen die Kapital­anlagen UDI Biogas 2011 und UDI Sprint Festzins zu einem Desaster für die Anleger zu werden.

Rechtsanwalt Prof. Dr. Marco Rogert

VW Abgas­skandal

Erneuter Erfolg im Diesel­skandal: OLG Köln bestätigt vorsätzlich sitten­widrige Schädigung durch VW-Konzern

RechtsanwaltProf. Dr. Marco Rogert

[19.03.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternNachdem sich sowohl der Bundesgerichtshof als auch das Oberlandesgericht Karlsruhe in für den Verbraucher vielversprechender Weise zu dessen Rechten geäußert haben, stellt sich das Oberlandesgericht Köln in seinem Hinweis-Beschluss vom 1. März 2019 wieder auf die Seite der Betroffenen (Az. 16 U 146/18).

Rechtsanwalt Gerd Klier

Ruhestand

Vorgezogene Altersrente oder Erwerbs­minderungs­rente: Welche Rente ist die bessere Wahl

RechtsanwaltGerd Klier

[18.03.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternWer in Rente gehen will, sollte zuvor genau prüfen, für welche Rente wann die Voraus­setzungen erfüllt sind und welche Rente persönlich die beste Wahl ist.

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

Branchen­verzeichnis Regionaler Telefonbuch­verlag: Rechnung wegen „Google Auffind­barkeit Vertrag“

RechtsanwaltRobert Binder

[15.03.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie OPTIMA - COMPUTER GmbH verschickt Rechnungen wegen eines „Google Auffind­barkeit Vertrag“ in Höhe von 712,81 Euro.

Rechtsanwalt Dr. Peter Meides

Meister­pflicht

Wieder­einführung der Meister­pflicht: Ist bald Schluss für viele selbstständige Handwerker ohne Meister?

RechtsanwaltDr. Peter Meides

[14.03.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternEs ist noch nicht konkret, aber gut möglich, dass in absehbarer Zukunft für viele Handwerks­berufe die Rückkehr der Meister­pflicht ansteht. Was wird dann aus selbstständigen Handwerkern ohne Meister­brief und aus Handwerks­betrieben ohne Meister? Sie haben investiert, Kredite aufgenommen und vielleicht auch Personal eingestellt. Kann man ihnen quasi von einem Tag zum anderen die Berufs­ausübung untersagen?

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d5870
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!