wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche

Bankrecht | 08.02.2016

Widerruf

Widerrufs­joker: Wie viel Geld kann man durch den Widerruf eines Darlehens­vertrages bzw. Kredit­vertrages einsparen?

Achtung: Bundes­kabinett will „ewiges“ Widerrufs­recht für Darlehens­verträge befristen
Fachbeitrag von Rechtsanwalt Guido Lenné

Es ist höchste Zeit sich über den Widerruf von Darlehens­verträgen Gedanken zu machen. Das Bundes­kabinett hat bereits beschlossen, dass das sogenannte „ewige“ Widerrufs­recht für die seit 2002 abgeschlossenen Darlehens­verträge nunmehr befristet wird.

Werbung

Doch was bringt mir ein Kredit­widerruf eigentlich in Euro?

Ein Kredit­widerruf hat verschiedene Vorteile:

Praxis­beispiele:

Wir unter­scheiden in unseren nachfolgenden Praxis­beispielen zwischen dem

  • Widerruf eines bereits abgelösten Darlehens und
  • Widerruf eines laufenden Darlehens.
1. Widerruf eines bereits abgelösten Darlehens

Der Fall:

Am 19.11.2007 wurde ein Darlehen in Höhe von 176.000,- Euro mit einem vertraglich vereinbarten Zinssatz in Höhe von 6,17 % aufgenommen. Die Ratenhöhe betrug 1.100,- Euro monatlich. Das Darlehen wurde am 16.09.2015 vollständig - inklusive einer Vor­fälligkeits­entschädigung - zurück­geführt. Der markt­übliche Zinssatz zum Zeitpunkt des Vertrags­schlusses betrug nur 5,08 %. Insgesamt wurden von dem Darlehens­nehmer tatsächlich 265.698,29 Euro (Zins + Tilgung + Vor­fälligkeits­entschädigung) an die Bank gezahlt.

Werbung

Was schuldet der Bankkunde der Bank nach dem Widerruf?

Unter Zugrunde­legung des markt­üblichen Zinssatzes von 5,08 % und Nutzung des Darlehens­nennbetrages bis zur Rück­führung des Darlehens am 16.09.2015 schuldet der Darlehens­nehmer den Gesamt­betrag in Höhe von 238.924,27 Euro.

Was schuldet die Bank dem Kunden?

Die Bank schuldet zum einen die Rück­zahlung aller vom Darlehens­nehmer bereits erbrachten Zins- und Tilgungs­leistungen sowie den Ablöse­betrag inklusive Vor­fälligkeits­entschädigung und zum anderen auch Nutzungen in Form von Zinsen in Höhe von bis zu 5 Prozent­punkten über dem jeweiligen Basis­zinssatz.

Insgesamt wurden von dem Darlehens­nehmer tatsächlich 265.698,29 Euro inklusive Vor­fälligkeits­entschädigung gezahlt. Zuzüglich der Zinsen in Höhe von 5 Prozent­punkten über dem Basis­zinssatz steht dem Darlehens­nehmer somit ein Betrag in Höhe von 286.025,17 Euro zu.

Dem Erstattungs­anspruch des Darlehens­nehmers in Höhe von 286.025,17 Euro steht ein Erstattungs­anspruch der Bank in Höhe von 238.924,27 Euro gegenüber.

Ergebnis:

Im Rahmen der Aufrechnung ergibt sich der Vorteil in Höhe von 47.100,90 Euro zugunsten des Darlehens­nehmers.

Die Bank muss zahlen. Der Widerruf hat sich gelohnt!

2. Widerruf eines laufenden Darlehens

Werbung

Der Fall:

Am 22.08.2007 wurde ein Darlehen in Höhe von 100.000,- Euro mit einem vertraglich vereinbarten Zinssatz in Höhe von 4,60 % aufgenommen. Die laufende Ratenhöhe beträgt 800,- Euro monatlich. Der markt­übliche Zinssatz zum Zeitpunkt des Vertrags­schlusses war höher als vertraglich vereinbart und lag bei 4,85 %.

Die Berechnung erfolgt genau so wie bereits oben dargestellt:

Der Unterschied zum abgelösten Darlehens­vertrag liegt jedoch darin, dass nun der Darlehens­nehmer der Bank einen Rückzahlungs­betrag schuldet.

Der Vorteil ergibt sich daraus, dass der Rückzahlungs­betrag nach dem Widerruf in aller Regel geringer ausfällt, als die vertrags­gemäß offene Restschuld.

In Zahlen würde es z.B. heißen, dass der Darlehens­nehmer bei einem Darlehen über 100.000,- Euro anstatt 50.000,- Euro lediglich 35.000,- Euro zurück zu zahlen hat.

Der Widerruf lohnt sich auch hier! Der Kunde spart.

Ein Fachbeitrag von [Anbieter­kenn­zeichnung]

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  3 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0
       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!
Rechtsanwalt Peter Hahn

Immobilien­darlehens

Fehlerhafte Widerrufs­belehrung: Landgericht Stuttgart verurteilt Kreis­spar­kasse Böblingen zur Rück­abwicklung eines Immobilien­darlehens

RechtsanwaltPeter Hahn

[26.08.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Landgericht Stuttgart hat in einem Urteil vom 22. August 2016 (Az. 29 O 266/15) die Kreis­spar­kasse Böblingen zur Rück­abwicklung eines Immobilien­darlehens verurteilt. Der Grund: Die Widerrufs­belehrung des Darlehens­vertrages vom 7. und 14. August 2008 war aus Sicht der Richterin fehlerhaft. Das Gericht hat dem Darlehens­nehmer einen Nutzungs­wertersatz von 2,5 Prozent­punkten auf die erbrachten Leistungs­raten zugesprochen.

Rechtsanwalt Dr. Peter Kennedy MacKenzie

Halber Mit­eigentums­anteil

Grundstück: Hat ein halber Mit­eigentums­anteil wirklich einen Wert von 50 % des Ganzen? Oder anders gefragt: Wer kauft schon einen hälftigen Mit­eigentums­anteil an einem Haus­grundstück?

RechtsanwaltDr. Peter Kennedy MacKenzie

[25.08.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDer Pflichtteilsberechtigte ist in mehrerlei Weise benachteiligt, unter anderem hat naturgemäß der Erbe einen erheblichen Informations­vorsprung und der Pflichtteilsberechtigte – also zum Beispiel Kinder des Erblassers, die durch das Testament aus der Erbfolge herausgenommen wurden – wird naturgemäß stets befürchten, dass er rein faktisch durch vielerlei Handlungen lebzeitig des Erblassers schon benachteiligt wurde, ohne dass dies jetzt überhaupt noch aufgeklärt und finanziell ausgeglichen werden könnte.

Rechtsanwalt Stephan Imm

Betriebskostenabrechnung

Richtige Betriebskostenabrechnung: Worauf Mieter und Vermieter bei der Betriebskostenabrechnung achten müssen

RechtsanwaltStephan Imm

[25.08.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Betriebskostenabrechnung ist für Vermieter und Mieter ein schwieriges Thema. Der Vermieter ist bedacht darauf, die entstandenen Nebenkosten auf den Mieter umzulegen. Dabei können ihm eine Vielzahl formeller wie inhaltlicher Fehler unterlaufen, die zur Unwirksamkeit einzelner Positionen oder der gesamten Abrechnung führen. Spiegelbildlich lohnt sich für den Mieter der genaue Blick auf die Abrechnung, um solche Fehler aufzudecken und nicht mehr zu bezahlen, als gesetzlich verlangt.

Rechtsanwalt Thilo Seelbach, LL.M.

Arbeitnehmer-Rechte

Hitzefrei im Büro? Nur im Ausnahmefall

RechtsanwaltThilo Seelbach, LL.M.

[25.08.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternLaut Arbeitsstätten-Regelung soll die Temperatur in Arbeitsräumen 26 Grad Celsius nicht überschreiten. Auch wenn der Arbeitgeber bei großer Hitze zum Einschreiten verpflichtet ist: Zu viel Hoffnung auf ein Hitzefrei sollten sich Arbeitnehmer nicht machen.

Rechtsanwalt Guido Lenné

Vor­fälligkeits­entschädigung

BGH: Keine Vor­fälligkeits­entschädigung bei Kündigung durch die Bank

RechtsanwaltGuido Lenné

[24.08.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternMit Urteil vom 19.01.2016 hat der Bundes­gerichts­hof darüber entschieden, ob bei Kündigung eines Kredit­vertrages durch die Bank wegen Zahlungs­verzuges des Bankkunden, neben den Verzugs­zinsen auch noch zusätzlich eine Vor­fälligkeits­entschädigung verlangt werden darf.

Rechtsanwalt Wolfgang Eckes

Patientenverfügung

Patientenverfügung: Was ändert sich nach dem BGH-Beschluss XII ZB 61/16 vom 06.07.2016 für Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht?

RechtsanwaltWolfgang Eckes

[24.08.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternNach einer grundlegenden Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) zur Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht dürfte ein Großteil bereits bestehender Verfügungen unwirksam sein. Der BGH-Beschluss vom 06.07.2016 (Az. XII ZB 61/16) stellt konkrete Anforderungen an die Formulierung schriftlicher Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten. Betroffenen ist dringend zu raten, sich die Entscheidung genau anzusehen und ihre Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht entsprechend anzupassen.

Rechtsanwalt Peter Hahn

Immobilien­darlehens­verträge

Landgericht Stuttgart verurteilt Kreis­spar­kasse Böblingen zur Rück­abwicklung von Immobilien­darlehens­verträgen

RechtsanwaltPeter Hahn

[23.08.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Landgericht Stuttgart hat in einem aktuellen Urteil vom 08. August 2016 - 25 O 35/15 - die Widerrufs­belehrungen in fünf Immobilien­darlehens­verträgen der Kreis­spar­kasse Böblingen aus Januar, Oktober und November 2008 und September 2009 als fehlerhaft angesehen und einen Anspruch auf Zahlung von Nutzungs­wertersatz von 2,5 Prozent­punkten zugesprochen. Die Kläger hatten zum Zwecke der Finanzierung einer Eigentums­wohnung in Leinfelden-Echterdingen in Schweizer Franken (CHF) ausgewiesene Fremd­währungs­darlehens­verträge abgeschlossen. Sie wurden von HAHN Rechts­anwälte vertreten.

Falsch­belastung bei Sexual­delikten

Das Gina-Lisa Urteil ist richtig und gut! ... und eine schallende Ohrfeige für die beiden Bundes­minister Schwesig und Maas

RechtsanwaltDr. Alexander Stevens

[23.08.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBis zuletzt war auch für Experten nicht absehbar, wie das Verfahren rund um das „It-Girl“ Gina-Lisa Lohfink ausgehen würde.

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d1960
 

Jetzt Fan bei Facebook werden und mit dem
Deutschen Anwaltsregister
immer auf dem Laufenden bleiben!

Ich bin schon Fan.