wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Tierrecht | 29.02.2016

Info Hundebiss

Tierhalterhaftung: Wann ein Hundehalter für einen Hundebiss haftet - die Rechtslage bei Hundebissen

Herrchen haftet - Informationen zur Haftung bei Hundebissen

Wenn der Hund beißt, haftet in der Regel sein Herrchen für die Folgen. Dies betrifft zum einen die finanziellen Folgen. Zum anderen kann ein Hundebiss auch strafrechtliche Konsequenzen für den Halter des Tieres nach sich ziehen. Wenn er den Hundebiss hätte verhindern können, kommt eine Bestrafung wegen fahrlässiger Körperverletzung in Frage.

Werbung

Die zivilrechtlichen Folgen eines Hundebisses werden nach den Grundsätzen der Tierhalterhaftung geregelt. § 833 BGB bestimmt, dass der Tierhalter den Schaden ersetzen muss, der aus einer Körperverletzung oder einer Sachbeschädigung durch das Tier verursacht wird. Dabei kommt es nicht auf ein Verschulden des Tierhalters an. Das Herrchen kann sich also nicht mit dem Argument vor dem Schadenersatz drücken, dass es aufgepasst hätte und der Hundebiss nicht hätte verhindert werden können.

Tierhalterhaftung: Auf ein Verschulden kommt es nicht an

Das Gesetz regelt die Haftung nämlich im Rahmen der sogenannten Gefährdungshaftung. Da sich Tiere nicht zu 100 Prozent kontrollieren lassen, birgt das Halten eines Tieres immer ein gewisses Risiko, dass einmal die Rechte andere Personen beeinträchtigt werden. Für diese Schäden soll der Halter haften - vergleichbar mit der Fahrzeughalterhaftung, die der Gefährlichkeit der Nutzung von Fahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr mit der klaren Halterhaftung des § 7 StVG Rechnung trägt.

Sonderregelung bei beruflich gehaltenen Tieren

Eine Ausnahme von dieser Halterhaftung macht § 833 BGB bei Haustieren, die dem Beruf, der Erwerbstätigkeit oder dem Unterhalt des Tierhalters dienen. In diesen Fällen haftet der Halter nur bei Fahrlässigkeit – nämlich dann, wenn er bei der Beaufsichtigung des Tieres die im Verkehr erforderliche Sorgfalt nicht beachtet hat oder der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden wäre.

Höhe des Schadenersatzes

Haftet der Halter für den Hundebiss, stellt sich die Frage nach der Höhe des Schadens. Der Verletzte hat Anspruch auf Erstattung der ihm durch den Biss entstandenen materiellen Schäden wie Heilbehandlungskosten, Verdienstausfall, Schadenersatz für durch den Biss beschädigte Kleidung etc. Auch Haushaltsführungsschäden kommen in Betracht, wenn der eigene Haushalt aufgrund der Verletzungen nicht weiter geführt werden kann und eine Haushaltshilfe bezahlt werden muss. Besonders hohe Kosten können bei Pflegeschäden entstehen, also dann, wenn der Hundebiss das Opfer so schwer verletzt, dass eine Pflegekraft beschäftigt werden muss.

Werbung

Anspruch auf Schmerzensgeld

Zudem hat der Verletzte Anspruch auf Schmerzensgeld gegen den Hundehalter. Die Höhe des Schmerzensgeldes hängt von der Schwere und Art der Verletzung, dem Verlauf der Heilbehandlung und der Auswirkungen auf den Alltag ab. Gravierende Beeinträchtigungen bei andauernden Schmerzen, bei Arbeitsunfähigkeit und insbesondere, wenn der Hundebiss zu bleibenden Schäden wie Bewegungsbeeinträchtigungen nach dem Biss ins Bein oder bleibenden Narben führt, sind bei der Bemessung des Schmerzensgeldes besonders zu berücksichtigen (vgl. Wie viel Schmerzens­geld kann man bei einem Hundebiss bekommen?).

Tierhalterhaftpflichtversicherung

Tiere können beträchtliche Schäden anrichten. Um das damit einhergehende finanzielle Risiko zu schultern, kann eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Denn so unwahrscheinlich es zunächst erscheinen mag – wenn ein Hund doch einmal zubeißt, kann dies verheerende Folgen haben. Zumindest die finanziellen Schäden können dann durch die Versicherung aufgefangen werden.

Fahrlässige Körperverletzung

Ganz unabhängig von der Halterhaftung wird die strafrechtliche Seite nach einem Hundebiss geregelt. Im Normalfall geht es bei Hundebissen nicht um Vorsatz (also einen durch den Halter vorsätzlich herbeigeführten Angriff), sondern um die Frage, ob dem Halter der eine fahrlässige Körperverletzung vorzuwerfen ist. Diese Frage hängt immer vom konkreten Einzelfall ab, d.h. davon, ob der Halter bzw. derjenige, der das Tier zum Tatzeitpunkt beaufsichtigte, gegen die ihm obliegenden Aufsichtspflichten verstoßen hat und ob er den Hundebiss hätte verhindern können.

Werbung

Quelle: DAWR/we
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 3.3 (max. 5)  -  7 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#2098

Rechtsanwalt Dr. Martin Heinzelmann

Kündigungs­schutz­klage

Kündigungs­schutz­klage – Ihre Chance gegen die Entlassung

RechtsanwaltDr. Martin Heinzelmann

[13.12.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternAngestellten wegen schlechter Arbeit oder Fehl­verhalten zu kündigen ist extrem schwer und die Erfolgs­aussichten einer Kündigungs­schutz­klage sind entsprechend gut. Es locken meist zumindest hohe Abfindungen.

Rechtsanwalt Prof. Dr. Marco Rogert

Abgas­skandal

Klagen ohne Verkehrs­rechtsschutz­versicherung: Prozess­finanzierung für Einzel­klagen im VW Abgas­skandal (EA 189)

RechtsanwaltProf. Dr. Marco Rogert

[12.12.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Düsseldorfer Rechts­anwalts­kanzlei Rogert und Ulbrich, eine der führenden Kanzleien in der rechtlichen Aufarbeitung des Diesel-Abgas­skandals, teilt mit, dass effizienter Rechts­schutz nun auch denjenigen möglich ist, die zum Zeitpunkt des Fahrzeug­erwerbs über keine Verkehrs­rechtsschutz­versicherung verfügten.

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

www.firmenscout24.com oder www.infobel24.de: Aus EU Marketing AG wird FirmenScout24 und Infobel24

RechtsanwaltRobert Binder

[11.12.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie EU Marketing AG, die bereits aus der E&S Marketing AG hervorgegangen ist, tritt ebenfalls unter den Namen FirmenScout24 und Infobel24 auf. Unter beiden Namen verschickt das Unternehmen Rechnungen wegen eines Branchen­buch­eintrags oder eines Google Auffindbarkeits­vertrags.

Rechtsanwalt Michael Winter

VW-Abgas­skandal

Verjährung im VW-Abgas­skandal: VW schummelt nicht nur bei der Software

RechtsanwaltMichael Winter

[10.12.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternÜberall liest und hört man, dass Ansprüche geschädigter Diesel-Besitzer der Marken VW, AUDI,SEAT und SKODA Ende 2018 endgültig verjähren – die Frage lautet; “Stimmt das, was von VW behauptet wird?”

Rechtsanwalt Frank Vormbaum

Berufs­unfähigkeit und Krankentage­geld

Rechtstipp: Wann trotz Eintritts der Berufs­unfähigkeit Krankentage­geld nicht zurück­zuzahlen ist

RechtsanwaltFrank Vormbaum

[07.12.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternIn unserem heutigen Beitrag informiere ich Sie über einige wichtige Umstände im Zusammenhang mit der Verpflichtung zur Zurück­zahlung von Krankentage­geld bei Eintritt der Berufs­unfähigkeit.

Rechtsanwalt Marcel Seifert

Abgas­skandal

Stilllegung oder Software-Update: Ohne Software-Update droht Diesel-Fahrzeugen die Stilllegung

RechtsanwaltMarcel Seifert

[06.12.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDer Druck auf Diesel-Fahrer in Bayern, ein Software-Update aufspielen zu lassen, steigt. Wie das Verwaltungs­gericht München mit Urteilen vom 28. November 2018 entschieden hat, ist es rechtmäßig, die Fahrzeuge still­zulegen, wenn der Halter nicht an der vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) angeordneten Nach­rüstung teilnimmt.

Rechtsanwalt Guido Lenné

Über­stunden

Vergütung von Über­stunden: Wie viele Über­stunden sind mit dem Gehalt abgedeckt?

RechtsanwaltGuido Lenné

[05.12.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBei Über­stunden handelt es sich um Arbeitszeit, die der Arbeit­nehmer über die regelmäßige Arbeitszeit hinaus leistet, sei es aufgrund des Arbeits­vertrages, eines Tarif­vertrages oder einer Betriebs­vereinbarung. Es handelt sich somit bei Vollzeit­beschäftigten um Mehrarbeit.

Rechtsanwalt Frank Vormbaum

Berufs­unfähigkeit

Rechtstipp Berufs­unfähigkeit: Gutachten bei psychischen Erkrankungen und worauf Sie achten müssen

RechtsanwaltFrank Vormbaum

[04.12.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternIn unserem heutigen Beitrag informiere ich Sie über einige Besonderheiten im Zusammenhang mit der Begutachtung durch den Berufs­unfähigkeits­versicherer.

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d2098
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!