wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Kaufrecht, Schadensersatzrecht und Vertragsrecht | 14.06.2016

VW-Abgas­skandal

Anwältin zu möglichen Garantie­ansprüchen bei manipulierter Abgas­software

Aufgrund der unterschiedlichen instanz­gerichtlichen Rechtsprechung besteht derzeit erhebliche Rechts­unsicherheit

Der Abgas­skandal hat für viel Aufsehen gesorgt. Mittlerweile sind die ersten Urteile in Deutschland ergangen. So hat das Landgericht München I, Urteil vom 14.04.2016, Az. 23 O 23033/15 erst vor Kurzem entschieden, dass Käufer von Fahrzeugen mit manipulierte Motoren den Vertrag anfechten und hiervon auch zurück­treten können. Im Gegensatz dazu hatte das Landgericht Bochum, Urteil vom 16.03.2016, Az. I-2 O 425/15 einen solchen Anspruch verneint. Wie verhält es sich aber mit Garantie­ansprüchen?

Werbung

Was ist passiert?

Der Kläger kaufte einen Audi Q3, der vom Abgas­skandal betroffen war. Beim Kauf wurde auch eine Neuwagen­garantie mit der Audi AG vereinbart. Nachdem der Käufer von den fehler­haften Abgaswerten erfuhr, verlangte er vom Service­partner den Austausch bzw. die Beseitigung des Mangels und verwies auf die Neuwagen­garantie.

Der Service­partner wies die Forderung zurück. Der Kunde habe den Wagen nicht beim Service­partner gekauft und im Übrigen sei die Neuwagen­garantie direkt gegenüber der Audi AG als Herstellerin geltend zu machen.

Die Entscheidung

Das Landgericht Braunschweig (Az. 8 O 129/16) hat die Klage des Auto­käufers abgewiesen. Der Anspruch aus der Neuwagen­garantie könne nur gegenüber dem Hersteller, hier also der Audi AG, geltend gemacht werden. Die einzelnen Service­partner seien hier die falschen Anspruchs­gegner. Die Garantie­vereinbarung nennt ausdrücklich die Audi AG als Herstellerin. Der Hinweis, dass die Durchführung durch die Service­partner erfolge, ändere an der Pflicht allein der Audi AG nichts. Die Service­partner übernehmen somit nur die Abwicklung.

Fazit

Der Abgas­skandal wird die deutschen Gerichte noch einige Zeit beschäftigen. Aufgrund der unterschiedlichen instanz­gerichtlichen Rechtsprechung besteht derzeit erhebliche Rechts­unsicherheit. Händler und Kunden sollten sich rechtlich beraten lassen um die konkreten Umstände des Einzelfalls besser einschätzen zu können!

Werbung

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  3 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#2608

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d2608
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!