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Glücksspielrecht, Internetrecht und Vertragsrecht | 23.04.2021

Online-Glücks­spiele

Verluste beim Online-Casino-Glücks­spiel?

Wie man sich seine Verluste zurückholt

Fachbeitrag von Rechtsanwalt Hermann Kaufmann

Grund­sätzlich sind Online-Glücks­spiele mit einigen wenigen Ausnahmen nach deutschem Recht illegal. Dennoch hören viele Seiten­betreiberinnen und Betreiber von Online-Casinos nicht auf, die Glücks­spiele ihren Kundinnen beziehungs­weise Kunden online zur Verfügung zu stellen. Doch was passiert, wenn man durch diese illegalen Online-Casinos große Verluste macht? Kann man das Geld gegebenenfalls zurück­fordern?

Online-Casinos sind in Deutschland nach 4 Abs. 4 im Glücksspiel­staats­vertrag gesetzlich verboten. Auch in § 284 des Straf­gesetz­buches ist das Verbot solcher öffentlichen Glücks­spiele geregelt. Ausnahmen bilden hier Glücks­spiele, die behördlich genehmigt wurden. Darunter fallen auch staatliche Lotterien oder Sportwetten. Zudem ist das Glücksspiel­recht Sache der Bundes­länder. Daher sind Online-Glücks­spiele in Schleswig-Holstein unter bestimmten Bedingungen gestattet.

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Online-Glücksspiele werden trotz verbot geduldet

Obwohl solche Online-Casinos in den meisten Fällen illegal sind, erzielen die Betreiberinnen und Betreiber immer wieder ausgesprochen hohe Umsätze. Dies ist unter anderem damit zu begründen, dass die zuständigen Behörden die Online-Glücks­spiele unter der Voraussetzung, dass sich die Betreiberinnen und Betreiber an rechtliche Vorgaben halten, dulden. Bereits im Sommer des Jahres 2021 sollen Online-Glücks­spiele nämlich ohnehin bundesweit unter den bereits geltenden Duldungs­regelungen legalisiert werden.

Ein Beispiel für Rückerstattung von Online Casino Geld in Gießen

Noch ist es jedoch nicht so weit. Ein aktuelles Urteil des Gießener Land­gerichts zeigt, dass es aufgrund der Illegalität solcher Spiele sogar möglich ist, Verluste von den Betreiberinnen und Betreibern zurückzufordern.

Bei dem Verfahren wurde einem Spieler ein Rück­erstattungs­anspruch der verlorenen Einsätze in Höhe von 12.000 Euro zugesprochen, da er diese nach der gerichtlichen Auffassung ohne Rechtsgrund getätigt habe. Wegen der Illegalität dieses Online-Glücks­spiels sei der Vertrag zwischen Anbieter und Spieler nämlich nichtig. Dies berechtigt die Spielerinnen und Spieler dazu, ihr verlorenes Geld zurückzufordern.

Weder eine im Ausland erworbene Glücks­spiel-Lizenz, noch die gängige Duldung illegaler Online-Casinos durch die Behörden können die Betreiber in einem solchen Fall recht­fertigen.

Die Auffassung der Beklagten, dass das deutschland­weite Verbot nach dem Unionsrecht gegen die Nieder­lassungs­freiheit für Unternehmen verstoße, wurde von dem Gericht abgestritten.

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Immer mehr Spieler haben in den Verfahren Erfolg

Das aktuelle Urteil des Land­gerichts Gießen stellt nur einen von etlichen Fällen dar, bei denen es den Spielern gelingt, das verlorene Geld zurück­zuerlangen. Viele Glücksspiel­firmen vermeiden sogar solche Urteile, indem sie sich mit den Klägerinnen oder Klägern auf eine teilweise oder vollständige Rück­erstattung der Verluste einigen.

Wir helfen gerne weiter

Auch wenn dies zunächst relativ einfach klingt, ist es in der Praxis mit ganz vielen Problemen verbunden, die häufig nur ein qualifizierter Rechtsanwalt überwinden kann. Im Falle eines Rück­forderungs­anspruchs sollten Sie also auf die Hilfe eines solchen Fachanwalts nicht verzichten. Mithilfe seiner Kenntnisse können Sie erfolgreich gegen den Online-Casino Betreiber vorgehen und Ihr verlorenes Geld zurück­fordern. Gerne prüft Herr Rechtsanwalt Kaufmann Ihren Fall und zeigt Ihnen die Möglichkeiten auf, die Sie in dem Fall haben. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Nachricht.

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