wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche

Bankrecht | 11.02.2016

Darlehens­vertäge

„Widerrufs­joker“: Gesetzes­änderung soll „endloses Widerrufs­recht“ bei Darlehens­verträgen beenden

Für Darlehens­nehmer mit Alt­verträgen besteht dringender Handlungs­bedarf

Fachbeitrag von Rechtsanwältin Sabine Burges

Im Zuge der Umsetzung einer EU-Richtlinie wird das Widerrufs­recht für künftig geschlossene Darlehens­verträge nach einem Jahr und vierzehn Tagen erlöschen - unabhängig davon, ob die Widerrufs­belehrung ordnungs­gemäß erfolgte oder nicht. Auch das „endlose Widerrufs­recht“ für Alt­verträge wird nach Ablauf einer Übergangs­frist erlöschen. Für Darlehens­nehmer mit solchen Alt­verträgen besteht daher dringender Handlungs­bedarf.

Werbung

Darlehensnehmer muss bei vorzeitiger Darlehensauflösung Vorfälligkeitsentschädigung zahlen

In der anhaltenden Tief­zins­phase suchen viele Darlehens­nehmer nach einer Möglichkeit, ihre teure Immobilien­finanzierung zu beenden, um stattdessen ein Darlehen auf aktuellem Zinsniveau abschließen zu können. Allerdings ist während der Zinsbindung nur unter sehr engen Voraus­setzungen eine Kündigung möglich, wie etwa Verkauf der Immobilie, wobei der Darlehens­nehmer den Zinsschaden den die Bank durch die vorzeitige Darlehens­auflösung erleidet, teuer mit einer Vor­fälligkeits­entschädigung bezahlen muss.

Fehlerhafte Widerrufsbelehrungen machen Widerruf des Darlehensvertrags auch noch nach Jahren möglich

Aus diesem Grund sehen sich viele Darlehens­nehmer veranlasst, ihre Darlehens­verträge auf eine auch heute noch mögliche Widerrufs­möglichkeit hin überprüfen zu lassen. Soweit es sich bei dem Darlehens­nehmer um einen Verbraucher handelt, ist ihm nach den entsprechenden Vorschriften des BGB ein Widerrufs­recht einzuräumen. Dabei war die Gesetzes­lage seit 2002 so gestaltet, dass die Wider­rufs­frist innerhalb welcher der Widerruf erklärt werden muss, nur dann in Gang gesetzt wurde, wenn der Verbraucher ordnungs­gemäß über sein Widerrufs­recht belehrt worden ist; dies war hingegen nicht der Fall, wenn die Widerrufs­belehrung fehlerhaft war. Anhaltspunkt für Fehler in der Widerrufs­belehrung sind dabei die in der BGB-Info­verordnung vorgegebenen Muster­belehrungen, von denen die Banken jedoch häufig abgewichen sind, so dass sich in zahlreichen Fällen die in den Verträgen verwendeten Belehrungen als fehlerhaft heraus­gestellt haben. In der Konsequenz können Darlehens­nehmer auch nach Jahren noch den Widerruf erklären, wobei es nach diversen gerichtlichen Entscheidungen sogar unschädlich ist, wenn die Darlehen bereits gekündigt und abgelöst sind.

Werbung

Darlehensnehmer kann zusätzlich zum Wegfall der Vorfälligkeitsentschädigung eine Nutzungsentschädigung von der Bank verlangen

Im Rahmen der Rück­abwicklung schuldet der Darlehens­nehmer keine Vor­fälligkeits­entschädigung und muss für die Nutzung des Kapitals nur eine markt­übliche Verzinsung zahlen, die häufig unter dem Vertrags­zins liegt. Zudem kann der Darlehens­nehmer nach der Rechtsprechung des BGH von der Bank auf die von ihm geleisteten Zins- und Tilgungs­raten eine Nutzungs­entschädigung verlangen.

Widerrufsrecht wird künftig nach einem Jahr und 14 Tagen erlöschen

Im Zuge der Umsetzung der EU-Richtlinie für Wohn­immobilien­kredite zum 21. März 2016, erfährt nun auch das Widerrufs­recht eine erneute Änderung. Demnach soll das Widerrufs­recht für künftige Verträge nach einem Jahr und 14 Tagen erlöschen, unabhängig ob die Belehrung ordnungs­gemäß erfolgt ist.

Neue Regelung für Altverträge

In diesem Zusammenhang ist allerdings auch eine Regelung für Alt­verträge dahingehend vorgesehen, wonach das „endlose Widerrufs­recht“ nunmehr endgültig erlöschen soll und im Rahmen einer Übergangs­frist der Widerruf nur noch bis zum 20. Juni 2016 als letzt­möglicher Termin möglich sein soll.

Bei Altverträgen besteht dringender Handlungsbedarf

Für alle Darlehens­nehmer die einen Widerruf ihres Darlehens­vertrages in Erwägung ziehen, besteht somit dringender Handlungs­bedarf, um nicht von der Widerrufs­möglichkeit abgeschnitten zu werden.

Gerne prüfen wir für Sie, ob ein Widerruf Ihres Darlehens­vertrages in Betracht kommt.

Werbung

Ein Fachbeitrag von [Anbieter­kenn­zeichnung]

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 4.5 (max. 5)  -  2 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0
       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#1984

Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!
Rechtsanwalt Robert Binder

Branchenbuchabzocke

www.deutschegewerbeeintraege.com: Telefonische Kaltakquise der Deutsche Gewerbeeinträge SLU

RechtsanwaltRobert Binder

[08.12.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Deutsche Gewerbeeinträge SLU betreibt unter www.deutschegewerbeeintraege.com ein Branchenverzeichnis. Um an Kunden für das Verzeichnis zu gelangen, betreibt das Unternehmen telefonische Kaltakquise.

Rechtsanwalt Florian Hitzler

Berufsunfähigkeitsversicherung

BGH stärkt Rechte der Verbraucher bei der Berufsunfähigkeitsversicherung

RechtsanwaltFlorian Hitzler

[08.12.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Berufsunfähigkeitsversicherung gilt allgemein als eine der wichtigsten Versicherungen. Schließlich weiß niemand, wie lange die eigene Gesundheit mitmacht und der Beruf ausgeübt werden kann. Es kommt aber auch immer wieder vor, dass der Versicherer nicht zahlen will, wenn der Ernstfall eingetreten ist.

Rechtsanwalt Dr. Peter Meides

Pensions­rück­stellung

Ermittlung von Pensions­rück­stellungen: Finanz­gericht hält 6 Prozent Rechnungs­zins für verfassungs­widrig

RechtsanwaltDr. Peter Meides

[07.12.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternWenn ein Unternehmen eine Pensions­verpflichtung eingegangen ist und deshalb Pensions­rück­stellungen gebildet hat, werden diese steuerlich mit einem Teilwert angesetzt. Der Teilwert der Pensions­rück­stellung entspricht (vereinfacht gesagt) dem Barwert der künftigen Leistungen abzüglich des Barwerts der künftigen Beiträge.

Rechtsanwalt Frank Vormbaum

Berufs­unfähigkeit

Berufs­unfähigkeit: Alte Leipziger Lebensversicherung stimmt Vergleich zu

RechtsanwaltFrank Vormbaum

[06.12.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternIn dieser Angelegenheit haben wir einen Mandanten vertreten, welcher bei der Alten Leipziger Lebens­versicherung auf Gegen­seitigkeit gegen das Risiko der Berufs­unfähigkeit versichert ist.

Rechtsanwalt Dr. Martin Heinzelmann

Schadens­ersatz­anspruch

Kapital­anleger aufgepasst - Schadens­ersatz­ansprüche aus Prospekt­haftung bei einer Publikums­gesellschaft (KG, OHG u.ä.) aussichtsreich!

RechtsanwaltDr. Martin Heinzelmann

[05.12.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternVor dem Hintergrund vermehrter Anfragen an unsere Kanzlei seitens geschädigter Kapital­anleger von Schiffs-/Immobilien- und Filmfonds dürfen wir auf folgende Grundsätze der Prospekt­haftung, welche den Weg für erfolgreiche Schadens­ersatz­klagen geschädigter Anleger bahnen, hinweisen.

Rechtsanwalt Dr. Ronny Jänig

Gleich­behandlung unehelicher Kinder

Endlich absolute Gleich­stellung?

RechtsanwaltDr. Ronny Jänig

[05.12.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Erbrecht ist immer noch ein unübersichtliches Kuddel­muddel, wenn es zur Erben­stellung unehelicher Kinder kommt. Kaum hatte der Gesetzgeber ein neues Gesetz auf den Markt geworfen, erklärte der Europäische Gerichtshof für Menschen­rechte (EGMR) es schon wieder für ungenügend und konventions­widrig. Was gilt denn nun eigentlich für die unehelichen Kinder?

Rechtsanwalt Guido Lenné

PayPal-Käufer­schutz

PayPal-Käufer­schutz: BGH schränkt Schutz für Online­käufe ein

RechtsanwaltGuido Lenné

[04.12.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDer Bundes­gerichts­hof hat sich am 22.11.2017 in zwei Entscheidungen erstmals mit den Auswirkungen einer Rück­erstattung des vom Käufer mittels PayPal gezahlten Kaufpreises aufgrund eines Antrags auf PayPal-Käufer­schutz befasst.

Rechtsanwalt Frank Vormbaum

Berufs­unfähigkeits­rente

Berufs­unfähigkeits­rente: Continentale LV AG zu BU-Rente verurteilt

RechtsanwaltFrank Vormbaum

[01.12.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternMit rechts­kräftigem Urteil des Land­gerichts Münster wurde die Continentale Lebens­versicherung AG im Jahre 2017 rückwirkend zur Zahlung der durch uns für unseren Mandanten ein­geklagten Berufs­unfähigkeits­rente verurteilt.

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d1984
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!