wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt suchen 

Deutsches Anwaltsregister

Anwalt gesucht? Anwalt gefunden!

Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Arbeitsrecht | 15.02.2016

Entzug von Krankengeld

Wichtige Regelung für Arbeit­nehmer: Bei verspäteter Krank­schreibung geht Anspruch auf Krankengeld verloren

Bei Arbeits­unfähigkeit immer an recht­zeitigen Arztbesuch und lückenlose Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung denken

Arbeit­nehmer bekommen bei Krankheit zunächst Lohn­fort­zahlung von ihrem Arbeitgeber. Bei länger andauernder Arbeits­unfähigkeit übernimmt die Kranken­kasse und zahlt Krankengeld – in der Regel nach 6 Wochen. Wer Krankengeld erhält, muss aber unbedingt darauf achten, immer rechtzeitig zum Arzt zu gehen und sich eine Folge-Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung ausstellen zu lassen. Andernfalls erlischt der Kranken­geld­anspruch.

Werbung

Die Frist um einen Tag zu überschreiten, kann den sozialen Abstieg besiegeln: § 46 SGB V regelt, dass der Anspruch auf Krankengeld jeweils bis zu dem Tag bestehen bleibt, „an dem die weitere Arbeits­unfähigkeit wegen derselben Krankheit ärztlich fest­gestellt wird, wenn diese ärztliche Feststellung spätestens am nächsten Werktag nach dem zuletzt bescheinigten Ende der Arbeits­unfähigkeit erfolgt“. Das heißt, dass ein krank­geschriebener Arbeit­nehmer spätestens am Tag nach Ablauf seiner Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung erneut einen Arzt aufsuchen und sich eine Folge­bescheinigung ausstellen lassen muss. Ansonsten endet sein Kranken­geld­anspruch.

Kranken­geld­falle bei verspätetem Arztbesuch

Das hat dramatisch Konsequenzen: Denn wer als Arbeit­nehmer arbeits­unfähig krank­geschrieben ist, erhält nach Ablauf der Lohn­fort­zahlung durch seinen Arbeitgeber nicht nur Krankengeld von seiner Kranken­kasse, sondern es bleibt auch seine Mitglied­schaft in der Kranken­kasse aus der Beschäftigung erhalten, wobei er von der Bezahlung der Kranken­kassen­beiträge befreit ist.

Mit Verlust von Krankengeld endet auch Beitrags­freiheit von Kranken­kassen­beitrag

Geht der Arbeit­nehmer bei andauernder Arbeits­unfähigkeit nicht spätestens am Folgetag des Ablaufs der Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung zum Arzt, so endet sein Versicherungs­verhältnis und beginnt ein neues Versicherungs­verhältnis. Mit der Folge, dass der Arbeit­nehmer nicht nur kein Krankengeld mehr erhält, sondern auch noch ab sofort Kranken­kassen­beiträge für die Zeit seiner Arbeits­unfähigkeit bezahlen muss. Woher das Geld für Lebens­unterhalt und Kranken­kassen­beiträge kommen soll, ist dann Sache des Arbeit­nehmers.

Fristen streng einhalten: Für lückenlose Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung sorgen

Auf Nachsicht bei der Kranken­kasse kann man im Fall eines verpassten recht­zeitigen Arztbesuchs nicht hoffen. Dazu ist die Rechtsprechung des Bundes­sozial­gerichts – nunmehr bestätigt durch eine Änderung des SGB V – zu eindeutig. Unter Kritikern hat sich für das Problem des Verlusts von Krankengeld aufgrund eines verspäteten Arztbesuchs bereits die Formulierung „Kranken­geld­falle“ durchgesetzt.

Auch eine geschlossene Arztpraxis ist keine ausreichende Entschuldigung. Dem Bundes­sozial­gericht zufolge braucht die Kranken­kasse keine rückwirkende Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung zu akzeptieren. Ein gering­fügiger Trost: Samstags muss niemand zum Arzt. Gemäß § 46 SGB V gilt der Samstag nicht als Werktag. Wenn die Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung also an einem Freitag endet, reicht es, sich am darauf folgenden Montag eine Folge­bescheinigung beim Arzt ausstellen zu lassen.

Werbung

Quelle: DAWR/we

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 4.7 (max. 5)  -  3 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!
Rechtsanwalt Mark Eplinius

Verkehrs­verstoß

Die Facebook-Falle: Polizei sucht Verkehrs­sünder auch im Internet

RechtsanwaltMark Eplinius

[22.07.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternNach einem Verkehrs­verstoß ist es Sache der Behörde, den wahren Fahr­zeugführer zu ermitteln. Dies ist oft schwierig, da der Halter nicht immer der Fahrer ist.

Peter Hahn

Widerrufs­belehrung

BGH: „Frühestens“-Widerrufs­belehrungen der Sparkassen sind fehlerhaft

Peter Hahn

[22.07.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDer XI. Zivilsenat des Bundesgerichts­hofes hat mit Urteil vom 12. Juli.2016 - XI ZR 564/15 - entschieden, dass die „frühestens“-Widerrufs­belehrung der Sparkasse Nürnberg fehlerhaft ist und ein Darlehens­vertrag aus April 2008 daher noch widerruflich sei.

Rechtsanwalt Guido Lenné

Widerruf

OLG Düsseldorf zur Fußnote „Nicht für Fernabsatz“ und zu Rechts­missbrauch

RechtsanwaltGuido Lenné

[22.07.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBislang galt die Rechtsprechung des OLG Düsseldorf als eher banken­freundlich. Der 6. Senat des OLG Düsseldorf ist der Auffassung, dass der Widerruf bei bereits beendeten Darlehens­verträgen überhaupt nicht mehr möglich sei und bei noch laufenden Darlehens­verträgen aufgrund der aktuell günstigen Marktzinsen rechts­missbräuchlich sei. Die Banken zitieren diese Rechtsprechung sehr gerne in ihren Standard­schreiben an ihre Kunden.

Rechtsanwalt Arthur R. Kreutzer

Insolvenz

Anwalt zur Insolvenz der Magellan Maritime Services GmbH – 9000 Anleger bangen um 350 Millionen Euro

RechtsanwaltArthur R. Kreutzer

[21.07.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Pleite der Magellan Maritime Services GmbH erschüttert den Grauen Kapital­markt. Betroffen sind rund 9.000 Anleger, die etwa 350 Millionen Euro in die See-Container der Magellan Maritime Services investiert haben.

Rechtsanwalt Ingo Driftmeyer

Routen­planer-Trick

Achtung Kostenfalle: Routen­planer der Media Works GmbH auf maps-Routen­planer.info

RechtsanwaltIngo Driftmeyer

[21.07.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Schlichen, Usern im Internet das Geld aus der Tasche zu locken, erscheinen selbst für denjenigen, der häufig mit der Thema zu tun hat, schier unbegrenzt.

Rechtsanwalt Thilo Seelbach, LL.M.

Jahresurlaub

Krankschreibung im Urlaub: Arbeitnehmer können Urlaub erneut nehmen

RechtsanwaltThilo Seelbach, LL.M.

[21.07.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternUrlaub dient der Erholung der Arbeitnehmer – und nicht dem Auskurieren von Krankheiten. Gerade im Urlaub ist aber mancher besonders anfällig für Erkrankungen. Betroffenen Arbeitnehmern hilft das Bundesurlaubsgesetz, das vorsieht, dass nachgewiesene Tage der Arbeitsunfähigkeit nicht auf den Jahresurlaub angerechnet werden.

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchenbuchabzocke

Vorsicht, Abzocke! Fahl, Meihöfer & Neu GbR ist mit Branchenverzeichnis „Branchenheld“ auf Kundenfang

RechtsanwaltRobert Binder

[20.07.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Fahl, Meihöfer & Neu GbR verschickt Rechnungen für einen kostenpflichtigen Eintrag auf www.branchenheld.de.

Rechtsanwalt Prof. Dr. Albert Krölls

Widerruf

Anwalt zum aktuellen Stand von Gesetz­gebung und Rechtsprechung zum „Widerrufs­joker“

RechtsanwaltProf. Dr. Albert Krölls

[20.07.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternAufgrund einer gesetzlichen Neuregelung ist seit dem 21. Juni 2016 das ursprünglich „ewige“ Widerrufs­recht für Alt­verträge, die im Zeitraum von November 2002 bis zum 10. Juni 2010 abgeschlossen worden sind, erloschen.

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d1941
 

Jetzt Fan bei Facebook werden und mit dem
Deutschen Anwaltsregister
immer auf dem Laufenden bleiben!

Ich bin schon Fan.