wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Eigentumsrecht, Naturschutzrecht und Strafrecht | 09.05.2017

Blumen pflücken im Park

Darf ich Blumen im Stadtpark oder öffentlichen Grün­anlagen pflücken?

Verbraucher-Frage: In vielen Parkanlagen und auf öffentlichen Grün­anlagen sehe ich aktuell schöne Blumen. Angesichts der Blumen­preise frage ich mich, ob es erlaubt ist, Blumen in Grün­anlagen zu pflücken oder aus öffentlichen Parks mitzunehmen?

Werbung

Pflanzen pflücken erlaubt?

Die Verlockung ist groß. Mal schnell hier ein paar Blumen pflücken und dort ein paar Kräuter für die heimische Küche mitnehmen. Aber ist das erlaubt?

Jein, heißt hier die Antwort. Es ist grund­sätzlich verboten, sich an der Natur zu bedienen. Das schreibt das deutsche Artenschutz­recht vor. Im deutschen Artenschutz­recht wird zwischen dem allgemeinen und dem besonderen Artenschutz unterschieden.

Der allgemeine Artenschutz gilt für sämtliche wild lebende, durch künstliche Vermehrung gewonnene sowie tote Pflanzen wild lebender Arten. Der besondere Artenschutz umfasst nur bestimmte, einzeln aufgeführte Arten.

Allgemeiner Artenschutz

Der allgemeine Artenschutz gilt gleich­mäßig für alle Pflanzen­arten, unabhängig von ihrem Schutz­status. Es handelt sich dabei somit um einen Mindest­schutz. Damit ist die Entnahme von Pflanzen grund­sätzlich verboten. Spricht ein Jurist von „grund­sätzlich“, dann gibt es aber auch Ausnahmen vom Grundsatz. Eine wichtige Ausnahme vom Grundsatz ist die Handstraußr­egelung. Danach darf jeder wild lebende Blumen, Gräser, Farne, Moose, Flechten, Früchte, Pilze, Tee- und Heil­kräuter sowie Zweige wild lebender Pflanzen aus der Natur an Stellen, die keinem Betretungs­verbot unterliegen, in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf pfleglich entnehmen und sich aneignen (vgl. § 39 III BNatSchG).

Aber Achtung: Die Handstrauß­regel gilt nur für Pflanzen, die nicht dem besonderen Artenschutz unterliegen. Für den Laien ist es natürlich schwierig zu wissen, welche Arten dem besonderen Artenschutz unterliegen. Hier ein paar Beispiele: Arnika, Blaustern, Eisenhut, Krokusse, Küchen­schellen, Narzissen, Schach­blumen, Schwertlilien, Tulpen, alle Nelken und Enziane und die meisten Farne gehören zu den besonders geschützten Arten. Auch viele Pilze sind geschützt: Birkenpilze, Brätling, Morcheln, Rotkappen, Steinpilz, Schweinsohr und alle Pfifferlings­arten. Für letztere gibt es allerdings eine Sonderaus­nahme zum Pflücken von geringen Mengen für den persönlichen Bedarf.

Werbung

Dürfen Blumen in Parkanlagen und öffentlichen Grünanlagen gepflückt werden?

Auch wenn auf bestimmte Pflanzen und Blumen die Handstrauß­regel anwendbar wäre, so dürfen Blumen in öffentlichen Parkanlagen gleichwohl nicht gepflückt werden. Die Parkanlage oder die Grün­fläche stehen im Eigentum der Stadt oder der Gemeinde, mithin auch die dortige Bepflanzung.

Die Mitnahme von Blumen aus öffentlichen Parkanlagen ist also nicht erlaubt und wer es gleichwohl tut, muss damit rechnen, dass die Stadt bzw. die Gemeinde Schaden­ersatz verlangt. Zudem stellt die Mitnahme von Blumen eine straf­rechtliche Sachbeschädigung dar, so dass eine Anzeige drohen kann. Viele sehen das Blumenpflücken als Kavaliersdelikt an, was allerdings nicht richtig ist.

Quelle: DAWR/pt
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  6 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#4084

Rechtsanwalt Dr. Ronny Jänig

Marken­rechts­verletzung

Amazon´s Sieg gegen Vorwürfe der Marken­verletzungen

RechtsanwaltDr. Ronny Jänig

[23.02.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDarf Amazon in seiner Suchleiste einfach die Produkte von Unternehmen mit dem gesuchten Markennamen gegen ihren Willen auftauchen lassen? Diese Frage hatten nun die Richter am Bundes­gerichthof (BGH) zu entscheiden. Unternehmen hatten sich dagegen gewehrt, dass ihre Markennamen von der Amazon-Suche auf verschiedene Weise genutzt wurden – und mussten sich letztlich im Streit um ihre Marken­rechte geschlagen geben.

Rechtsanwalt Frank Vormbaum

Pflege­dienste

Be­schleunigung von Kranken­kassen­zahlungen an Pflege­dienste durch pauschalen Schadens­ersatz

RechtsanwaltFrank Vormbaum

[22.02.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternPflege­dienste leiden häufig darunter, dass Kranken­kassen eingereichte Rechnungen nur sehr langsam bearbeiten. Dieses kann für Pflege­dienste, egal welcher Größe, zu existenz­bedrohenden Liquiditäts­problemen führen.

Rechtsanwalt Dr. Martin Heinzelmann

Darlehens­widerruf

Darlehens­widerruf wegen fehlerhafter Widerrufs­belehrung („Widerrufs­joker“) - Verbraucher­eigenschaft des Darlehens­nehmers erforderlich

RechtsanwaltDr. Martin Heinzelmann

[21.02.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDarlehens­nehmer in Gestalt einer GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts), welche auch Jahre nach Abschluss des Darlehens­vertrages, gestützt auf eine fehlerhafte Widerrufs­belehrung, den hoch verzinsten Darlehens­vertrag widerrufen wollen, stehen häufig vor dem Dilemma, dass ihnen von der Bank eine Unternehmer­eigenschaft unterstellt wird und der Widerruf deshalb zurück gewiesen wird.

Rechtsanwalt Gerd Klier

Reha-Begleitperson

Zum Anspruch auf Kosten­übernahme für eine Begleit­person während einer stationären Reha-Maßnahme

RechtsanwaltGerd Klier

[20.02.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Kosten­übernahme für eine Begleit­person während einer stationären Reha-Maßnahme setzt zwingend voraus, dass die Begleit­person tatsächlich in die stationäre Einrichtung mit aufgenommen wird, in welcher die Reha-Maßnahme durch­geführt wird. So ist dies in nach § 11 Abs. 3 SGB V geregelt.

Rechtsanwalt Dr. Ronny Jänig

Datenschutz

Schlechte Karten für Hobby-Stalker: Facebook muss auf Chronik bei Google hinweisen

RechtsanwaltDr. Ronny Jänig

[19.02.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternWer früher etwas über eine andere Person heimlich in Erfahrung bringen wollte, der musste manches Mal einen Privat­detektiv einschalten. Dank sozialer Medien geschieht dies heute deutlich einfacher. Wer den Namen kennt, findet Profil­informationen von Facebook über die Person in den Ergebnis­listen von Such­maschinen wie Google. Das Landgericht Berlin hat im Bereich des Internet­rechts Facebook nun verboten, diese Bereit­stellung des Links von Anfang an zu aktivieren.

Falschparken

Parken auf dem Gehweg: Fahrzeug darf unverzüglich abgeschleppt werden

RechtsanwaltMark Eplinius

[16.02.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternEin in einer Innenstadt auf dem Gehweg geparktes Fahrzeug kann unverzüglich abgeschleppt werden. In einem solchen Fall hatte jetzt das Verwaltungs­gericht Neustadt zu entscheiden.

Rechtsanwalt Peter Hahn

Negativ­zinsen

Streitfall Negativ­zinsen: Landgericht Tübingen untersagt Negativ­zinsen bei unterschiedlichen Einlagen­geschäften

RechtsanwaltPeter Hahn

[15.02.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas Landgericht Tübingen hat in einem Fall, in welchem die Volksbank Reutlingen für Termin­einlagen und Tagesgelder negative Zinsen erhoben hatte, den verwendeten Preis­aushang als unwirksam angesehen (Urteil vom 26.01.2018 - 4 O 187/17 -).

Rechtsanwalt Thomas Brunow

Verletzung der Anzeige­pflicht

Anzeige­pflicht nach Unfall: Kein Leistungsanspruch gegen Versicherung wegen vorsätzlicher Verletzung der Anzeige­pflicht

RechtsanwaltThomas Brunow

[14.02.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDas OLG Hamm hatte sich in der Entscheidung vom 21. Juni 2017 (20 U 42/17) mit der Frage befasst, ob der Anspruch gegen die Kasko bei zu später Meldung nach dem Unfall erlischt.

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d4084
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!