wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Verkehrsrecht | 21.08.2016

HWS-Schleudertrauma

Schmerzensgeld bei HWS-Distorsion: Wie viel Schmerzensgeld gibt es bei einem Schleudertrauma?

Wann muss der Unfallverursacher Schmerzensgeld für ein erlittenes Schleudertrauma bezahlen?

Das durch einen Verkehrsunfall ausgelöste Schleudertrauma äußert sich in vielen Symptomen. Da der Unfallverursacher das Unfallopfer für dessen Schmerzen und Verletzungen mit Schmerzensgeld entschädigen muss, kann auch beim Schleudertrauma Anspruch auf Schmerzensgeld bestehen. Wir erklären, unter welchen Voraussetzungen und in welcher Höhe Anspruch auf Schmerzensgeldzahlungen bei einem erlittenen Schleudertrauma besteht.

Werbung

Wenn nach einem Verkehrsunfall keine Verletzungen zu sehen sind: Ein Schleudertrauma geht immer. Im Film steht die Halskrause oftmals für unberechtigte und überzogene Schmerzensgeldforderungen von Unfallbeteiligten, die aus ihrem Unfall Kapital schlagen wollen.

Dieses Bild ist jedoch unberechtigt, denn das Schleudertrauma ist alles andere als Fiktion. Das große Problem bei dem Krankheitsbild ist allerdings, dass es sehr vielfältig ist und nicht immer ganz klar zu diagnostizieren. Es handelt sich um verschiedene Krankheitssymptome, die durch Beschleunigung und Überstreckung des Kopfes verursacht werden – insbesondere beim Auffahrunfall im Straßenverkehr, wenn der Kopf abrupt nach vorne und wieder zurück in die Kopfstütze des Autos geschleudert wird.

Krankheitssymptome des Schleudertraumas

Das HWS-Schleudertrauma kann sich unter anderem in Kopf- und Nackenschmerzen, Schwindel, Sprachstörungen, Sehstörungen, Übelkeit, Schluckstörungen und Gangunsicherheit äußern. Die Verstauchung (Distorsion) der Halswirbelsäule (HWS) kann zu lang andauernden Schmerzen und einem langwierigen Krankheitsverlauf führen.

Auf den Einzelfall kommt es an: Keine feststehende Schmerzensgeldtabelle

Schmerzensgeld soll für die durch den Verkehrsunfall verursachten Schmerzen kompensieren. Deshalb hängt die Höhe des Schmerzensgeldes von der Schwere der Verletzung, der Schwere der Schmerzen, der Beeinträchtigung des Alltagslebens und den Umständen des Heilungsverlaufs ab.

Es gibt deshalb keine feststehenden Schmerzensgeldtabellen, die Eins zu Eins über die Höhe des zu erwartenden Schmerzensgeldes Auskunft geben können. Es kommt immer auf die Umstände des Einzelfalls an. Aus der Rechtsprechung lassen sich aber Orientierungswerte ableiten. So liegt das Schmerzensgeld bei einem HWS-Schleudertrauma in der Regel im Bereich von 150 Euro bis 6.000 Euro (vgl. DAWR Schmerzensgeldtabelle).

Die Schwere der Verletzung

Das HWS-Schleudertrauma lässt sich grob in drei Gruppen einteilen. Bei der HWS-Distorsion 1. Grades kommt es zu Nacken- und Kopfschmerzen. Eine klare Diagnostik ist schwer möglich, da die Verletzung auf diesem Level weder durch Röntgenbilder noch neurologische Untersuchungen nachweisbar ist. Bei der HWS-Distorsion 2. Grades können hingegen Röntgenbilder die Verletzung zeigen. Dabei kann ein Schiefstand, Kapseleinrisse oder Verletzungen der Gefäße nachgewiesen werden. Bei der HWS-Distorsion 3. Grades können Risse und Frakturen nachgewiesen werden.

Werbung

Unfallopfer muss Verletzung und Schmerzen beweisen

Ein großes Problem – insbesondere bei einem leichten Trauma – ist allerdings die Nachweisbarkeit gegenüber dem Unfallgegner. Denn wenn dieser bzw. die gegnerische Haftpflichtversicherung Schmerzensgeldzahlungen ablehnt und bestreitet, dass durch den Unfall ein Schleudertrauma mit den vom Unfallopfer angegebenen Schmerzen ausgelöst wurde, so muss der Verletzte den Beweis für seine Behauptungen antreten.

Keine Bagatellgrenze: Anspruch auf Schmerzensgeld auch bei geringen Verletzungen

Versicherungen berufen sich oft darauf, dass es sich um eine Bagatellverletzung handele, für die kein Schmerzensgeld gezahlt werden müsse. Der Bundesgerichtshof ist dem jedoch entgegen getreten und hat klar gemacht, dass es keine schematische Harmlosigkeitsgrenze gibt, wonach beispielsweise bei einem Unfall mit geringer Geschwindigkeit ein Schleudertrauma von vornherein ausgeschlossen werden könne. Es kommt immer auf die Umstände des Einzelfalls an.

Unfallhergang und Verletzungen nachweisen

Versicherungen argumentieren auch üblicherweise damit, dass die beschriebenen Schmerzen nicht durch den Unfall ausgelöst worden seien, sondern schon vorher vorgelegen hätten. Betroffene sollten sich deshalb wappnen und frühzeitig – möglichst noch am Unfalltag – einen Arzt aufsuchen und sich gründlich untersuchen lassen. Ferner sollte ein Schmerztagebuch geführt werden, damit die erlittenen Schmerzen detailliert beschrieben werden können.

Kommt es zum Gerichtsverfahren, kann die Einholung eines unfallanalytischen Sachverständigengutachtens sowie eines medizinischen Sachverständigengutachtens erforderlich werden.

Mehr Infos hier:

Werbung

Quelle: DAWR/we

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  1 Abstimmungsergebnis Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!
Rechtsanwalt Arthur R. Kreutzer

Insolvenz

Modekonzern Wöhrl AG: Insolvenz im Schutz­schirm­verfahren – Anleger sollten handeln

RechtsanwaltArthur R. Kreutzer

[07.12.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternÜber den insolventen Modekonzern Wöhrl AG hat sich der Schutz­schirm aufgespannt. Das bedeutet, dass das Unternehmen drei Monate Zeit hat aus eigenen Kräften die Kehrtwende zu schaffen. Gelingt dies nicht, geht das Schutz­schirm­verfahren in ein reguläres Insolvenz­verfahren über.

Abzocke der Kurz­zeitparker

Privater Parkplatz­betreiber: Parker Louis GbR - Die Abzocke geht weiter!

RechtsanwältinDiana Hopf

[06.12.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternÜber die Parker Louis GbR, die sowohl in Dresden als auch in Berlin Privat­gelände für Kurz­zeitparker zur Verfügung stellt, wurde an dieser Stelle bereits in der Vergangenheit berichtet. Die Parker Louis GbR treibt schon seit geraumer Zeit ihr Unwesen und die Abzocke geht weiter.

Rechtsanwältin Anna Rehfeldt,  LL.M

Internet

Urheber­rechte auf der Homepage - Kostenfrei heißt nicht rechtefrei

RechtsanwältinAnna Rehfeldt, LL.M

[06.12.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBilder, Logos oder die Anfahrts­skizze zum Unternehmen. Fotos sind auf der eigenen Homepage nicht mehr wegzudenken. Erstellt man die Bilder nicht selbst, sondern greift auf entsprechende Portale zurück, sind die Nutzungs­bedingungen und das Urheber­recht zwingend zu beachten. Denn auch wenn die Bilder kostenfrei bereit­gestellt werden, sind diese nicht automatisch auch rechtefrei!

Rechtsanwalt Achim Böth

Verkehrs­ordnungswidrigkeits­verfahren

Die Grundzüge des Bußgeld- bzw. Verkehrs­ordnungswidrigkeits­verfahrens nach OwiG

RechtsanwaltAchim Böth

[05.12.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDer Artikel soll einen kurzen Überblick über das richtige Vorgehen in Bußgeld- bzw. Verkehrs­ordnungswidrigkeits­verfahren, insbesondere wegen Geschwindigkeits­überschreitung, verschaffen.

Rechtsanwalt Thilo Seelbach, LL.M.

Urlaubsantrag

Kollegenzoff um die Feiertage: Wem muss der Arbeitgeber an Heiligabend und Silvester freigeben?

RechtsanwaltThilo Seelbach, LL.M.

[05.12.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternAuch wenn viele Menschen an diesen Tagen frei haben: Heiligabend und Silvester sind keine Feiertage. Wer als Arbeitnehmer trotzdem frei nehmen möchte, muss Urlaub beantragen. Doch was, wenn der Betrieb an den Tagen geöffnet bleibt und sich die Kollegen nicht einigen können, wer im Unternehmen die Stellung hält? Wie entscheidet der Arbeitgeber, wem er an Heiligabend und Silvester frei gibt?

Rechtsanwalt Christopher Kress

Schiffs­fonds

LG Fulda verurteilt freien Finanz­dienst­leister zu Schadens­ersatz und Rück­abwicklung der Schiffs­fonds­beteiligung am HSC Aufbauplan IV Schiff GmbH & Co. KG

RechtsanwaltChristopher Kress

[02.12.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternIn einem von der Kanzlei Aslanidis, Kress & Häcker-Hollmann erstrittenen Urteil vom 04. November 2016 hat das Landgericht Fulda den beklagten freien Finanz­dienst­leister zum Schadens­ersatz und zur Rück­abwicklung der Schiffs­fonds­beteiligung am HSC Aufbauplan IV verurteilt.

Rechtsanwalt Guido Lenné

Widerruf

Darlehenswiderruf: Erneut BGH-Entscheidung zu Widerrufs­fällen

RechtsanwaltGuido Lenné

[01.12.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternIn seinem jetzt veröffentlichten Urteil vom 11.10.2016 hat sich der Bundes­gerichts­hof (BGH) erneut mit einem Wider­rufsfall zu befassen gehabt (Az. XI ZR 482/15). Mit dieser Entscheidung beendet der BGH nach den bereits verbraucher­freundlichen Urteilen vom 12.07.2016 (wir berichteten) erneut eine Reihe von Streit­fragen.

Rechtsanwalt Arthur R. Kreutzer

Insolvenz

Schiffs­fonds HCI MS JPO Tucana ist insolvent - Möglichkeiten der Anleger

RechtsanwaltArthur R. Kreutzer

[01.12.2016]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternSchon nach fünf Jahren muss der Schiffs­fonds HCI MS JPO Tucana die Segel wieder streichen. Das Amtsgericht Lüneburg hat am 5. September das vorläufige Insolvenz­verfahren über die Gesellschaft des Container­schiffs eröffnet (Az.: 56 IN 74/16).

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d2050
 

Jetzt Fan bei Facebook werden und mit dem
Deutschen Anwaltsregister
immer auf dem Laufenden bleiben!

Ich bin schon Fan.