wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche

Arbeitsrecht | 15.06.2015

Schriftform

Kündigung per E-Mail: Darf mein Chef mich per E-Mail kündigen?

Gibt es bei der Kündigung eine Schriftform, die unbedingt einzuhalten ist?

Fachbeitrag von Rechtsanwalt Thilo Seelbach, LL.M.

Täglich verschicken wir viele E-Mails. Für manche Schreiben nutzen wir aber immer noch Papier und die Briefpost. Wie ist das eigentlich bei der Kündigung eines Arbeitsverhältnisses? Ist es zulässig, dass ein Arbeitgeber einem Mitarbeiter per E-Mail kündigt oder muss der Chef bestimmte Formalien einhalten?

Kündigung per E-MailQuelle: DAWR

Was die Frage einer Kündigung des Arbeitsvertrags angeht, ist das Gesetz eindeutig: Gemäß § 623 BGB bedarf es der Schriftform. Das bedeutet zum einen schon dem Wortlaut nach, dass eine mündliche Kündigungserklärung unwirksam ist. Zum anderen reicht aber auch nicht jede schriftliche Erklärung aus (E-Mail, Fax etc.). Vielmehr meint der Begriff „Schriftform“, dass die Kündigungserklärung mit der eigenhändigen Unterschrift des Arbeitgebers (bzw. des Vertreters) versehen werden muss.

Werbung

Kündigung: Schriftlich und mit eigenhändiger Unterschrift

Eine Kündigung per E-Mail ist demnach nicht möglich. Die eigenhändige Unterschrift kann auch nicht durch eine elektronische Signatur ersetzt werden. Für eine wirksame Kündigung muss der Arbeitgeber also eine schriftliche Kündigungserklärung auf Papier verfassen und diese eigenhändig unterschreiben und dem Arbeitnehmer sodann zustellen.Die Zustellung kann durch Übergabe (persönlich, durch Vertreter oder Boten) oder per Post erfolgen. Der Arbeitgeber muss den Zugang des Kündigungsschreibens im Streitfall beweisen können.

Arbeitgeber trägt Beweislast, ob und wann zugestellt wurde

Das Schreiben als einfachen Brief per Post zu verschicken, ist deshalb nicht zu empfehlen. Denn in dem Fall lässt sich nicht beweisen, dass der Brief auch sein Ziel erreicht hat. Am sichersten dürfte die Übergabe des Briefes vor Zeugen sein. Der Arbeitgeber kann dazu den Brief im Beisein weiterer Mitarbeiter übergeben. Eine weitere Möglichkeit ist es, den Arbeitnehmer, der gekündigt werden soll, den Empfang des Kündigungsschreibens durch Unterschrift quittieren zu lassen.

Kündigungsschutzklage: 3-Wochen-Frist beachten!

Für den Arbeitnehmer ist der Zeitpunkt des Zugangs der Kündigungserklärung besonders bedeutsam: Denn wenn er sich gegen die Kündigung zur Wehr setzen möchte, muss er schnell handeln: Kündigungsschutzklagen müssen binnen drei Wochen vor dem Arbeitsgericht erhoben werden. Die Frist beginnt mit der Zustellung des Kündigungsschreibens.

Anwaltliche Hilfe

Wenn Sie Fragen zum Arbeitsrecht haben, rufen Sie einfach unsere Rechtsanwaltskanzlei unter der Telefonnummer (030) 31 00 44 00 an. Der Erstkontakt ist kostenlos. Wir helfen Ihnen gern weiter.

Rufen Sie uns an unter: (030) 31 00 44 00.

Werbung

Ein Fachbeitrag von [Anbieter­kenn­zeichnung]

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  2 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0
Nehmen Sie direkt Kontakt zu Rechtsanwalt Thilo Seelbach, LL.M. auf ...
Bild von Rechtsanwalt Thilo Seelbach, LL.M.
       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!
Teuer eingetragen in ein Branchenbuch, das keiner kennt? Wir helfen Ihnen!Anzeige

#802

Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!
Rechtsanwalt Gerald Freund

Vermietung einer Ferien­immobilie

Ferienhaus-Vermietung durch Agenturen in Andalusien: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

RechtsanwaltGerald Freund

[21.05.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternFerien­häuser oder Ferien­wohnungen werden durch deren Eigentümer oft nur wenige Wochen im Jahr selbst genutzt. Da liegt es nahe, durch eine Vermietung dieser Immobilien an andere Ferien­gäste Einnahmen zu erzielen, um die Unterhalts­kosten zu reduzieren oder sogar Über­schüsse zu realisieren.

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

www.regionaler­telefonbuch­verlag.de: Culpa Inkasso GmbH für Goldex Marketing GmbH tätig

RechtsanwaltRobert Binder

[20.05.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Culpa Inkasso GmbH mahnt im Auftrag der Goldex Marketing GmbH eine offene Forderung an. Es geht um einen Vertrag über Gewerbeeinträge in Sachen „Regionaler Telefonbuchverlag“.

Rechtsanwalt Guido Lenné

Unternehmer­kredite

BGH kippt Bearbeitungs­entgelte auch in Darlehens­verträgen mit Unter­nehmern

RechtsanwaltGuido Lenné

[17.05.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDurch Allgemeine Geschäfts­bedingungen (AGB) pauschal vereinbarte Bearbeitungs­gebühren sind in Verbraucher­darlehens­verträgen unwirksam. Der Bundes­gerichts­hof hatte am 04.07.2017 (- XI ZR 562/15 - und - XI ZR 233/16 -) entschieden, dass dies ebenfalls für Unter­nehmer­darlehens­verträge gilt.

Rechtsanwalt Prof. Dr. Marco Rogert

VW-Abgas­skandal

Anspruch auf Schadens­ersatz auch für Käufer von betroffenen Fahrzeugen, die nach der Aufdeckung des Diesel­abgas­skandals erworben wurden

RechtsanwaltProf. Dr. Marco Rogert

[16.05.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternWieder ein Paukenschlag aus Nieder­sachsen, dem Heimatland des VW-Konzerns. Wie die in der rechtlichen Aufarbeitung des Abgas­skandals führende Rechts­anwalts­kanzlei Rogert & Ulbrich aus Köln mitteilt, hat sich in Nieder­sachsen wieder einmal eine Wendung ergeben, die nicht unbedingt zu erwarten war.

Rechtsanwalt Frank Vormbaum

Verzugs­pauschale

Anspruch von Pflege­diensten auf pauschalen Schadens­ersatz

RechtsanwaltFrank Vormbaum

[15.05.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternIn unserem heutigen Rechtstipp gebe ich Ihnen ein Update zu dem Anspruch von Pflege­diensten auf pauschalen Schadens­ersatz in Höhe von 40 Euro bei jeder verspätet gezahlten Pflege­rechnung.

Rechtsanwalt Hermann Kaufmann

Insolvenz­verfahren

Pfändungs­schutz von Ansprüchen auf Erbbauzins

RechtsanwaltHermann Kaufmann

[14.05.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternPfändbar im Insolvenz­verfahren ist grund­sätzlich das gesamte Vermögen des Schuldners, dass er zur Zeit der Eröffnung des Insolvenz­verfahrens besaß. Auch pfändbar ist das Vermögen, welches er während des Verfahrens erlangt.

Rechtsanwalt Thomas Brunow

Vorsatz bei Geschwindigkeits­überschreitung

Auswirkungen auf die Annahme von Vorsatz bei einer Über­schreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit

RechtsanwaltThomas Brunow

[13.05.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternGemäß § 3 Abs. 4 a der Bußgeld­katalog-Verordnung heißt es: Wird ein Tatbestand des Abschnitts I des Bußgeld­katalogs vorsätzlich verursacht, für den ein Regelsatz von mehr als 55 Euro vorgesehen ist, so ist der dort genannte Regelsatz zu verdoppeln.

Rechtsanwalt Stephan Imm

Namens­änderung nach der Scheidung

Muss Doris Schröder-Köpf nach der Scheidung den Namen Schröder abgeben?

RechtsanwaltStephan Imm

[10.05.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternAus aktuellem Anlass wollen wir an dieser Stelle der Frage nachgehen, ob man nach einer Scheidung den Namen, den man von seinem Ehepartner angenommen hat, behalten darf oder ihn wieder ablegen muss. Eine Frage, die uns bei dem Thema Scheidung in unserer Rechts­anwalts­kanzlei immer wieder gestellt wird.

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d802
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!