wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche

Internetrecht und Urheberrecht | 18.05.2015

Youtube

Youtube verliert vor Gericht: Gema-Sperrtafeln würdigen Gema herab

Alte Sperrtafeln unzulässig

Fachbeitrag von Rechtsanwalt Wolfgang Eckes

Das Oberlandesgericht München bestätigte die Rechtswidrigkeit von Gema-Sperrtafeln auf Youtube.

Wer in Deutschland Youtube-Videos anklickt, bekommt hin und wieder - insbesondere bei Musikvideos - statt des erwarteten Videos folgenden Hinweis zu lesen:

„Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar, da es möglicherweise Musik enthält, für die die erforderlichen Musikrechte von der GEMA nicht eingeräumt wurden. Das tut uns leid“.

Werbung

Gema: Aufführungserlaubnis nur gegen Lizenzzahlung

Denn in Deutschland nimmt die Gema (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) die Verwertungsrechte für die von ihr vertretenen Künstler wahr. Für öffentliche Aufführungen von Werken der Künstler verlangt die Gema deshalb Lizenzzahlungen, die sie wiederum nach bestimmten Verteilungsschlüsseln auszahlt.

Youtube zahlt nicht für Inhalte

Da sich Youtube grundsätzlich weigert, für über die Plattform veröffentlichte Videos Lizenzen zu bezahlen, und sich deshalb auch mit der Gema nicht einigte, darf Youtube die von der Gema betroffenen Videos in Deutschland nicht ausstrahlen. Statt des Videos wird auf den Youtube-Seiten ein Sperrhinweis veröffentlicht.

OLG München: Nicht die Gema, sondern Youtube selbst sperrt die Videos

Die Gema fühlte sich durch diesen Sperrhinweis jedoch in ihren Rechten verletzt. Sie meint, dass der Hinweis irreführend sei und sie herabwürdige. Denn den Nutzern werde der falsche Eindruck vermittelt, dass die Gema für die Sperrungen der Videos verantwortlich sei - obwohl Youtube selbst die Sperrungen (wohlgemerkt aufgrund einer fehlenden Einigung mit der Gema) vornehme.

Nachdem bereits das Landgericht München (Urteil vom 25.02.2014, Az. 1 HKO 1401/13) der Gema Recht gegeben hat, hat nunmehr auch das Oberlandesgericht München mit Urteil vom 07.05.2015 (Az. 6 U 1211/14) die Rechtswidrigkeit der Gema-Sperrtafeln auf Youtube bestätigt.

Werbung

Sie haben Fragen?

Sie haben Fragen im Zusammenhang mit unserem obigen Text oder einen ähnlichen Rechtsfall? Gern unterstützen wir Sie. Wir sind deutschlandweit tätig. Der Erstkontakt ist für Sie in jedem Fall kostenlos!

Rufen Sie jetzt einfach unverbindlich in unserer Rechtsanwaltskanzlei an. Sie erreichen uns unter

Tel. (030) 31 00 44 00

Ein Fachbeitrag von [Anbieter­kenn­zeichnung]

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 4 (max. 5)  -  2 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0
Nehmen Sie direkt Kontakt zu Rechtsanwalt Wolfgang Eckes auf ...
Bild von Rechtsanwalt Wolfgang Eckes
       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!
Teuer eingetragen in ein Branchenbuch, das keiner kennt? Wir helfen Ihnen!Anzeige

#767

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d767
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!