wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Mietrecht | 24.03.2016

Schadens­ersatz

Nachbar haftet für Sturz eines Mitmieters über Osternest im Treppenhaus

Verunfalltem Mieter ist bei Wissen über Existenz des Osternestes jedoch Mitschuld anzulasten

Das Amtsgericht Dortmund hat entschieden, dass ein Mieter, der im Treppenhaus ein Osternest aufstellt, für die Unfall­folgen haftet, wenn ein Nachbar über das Nest stürzt und sich verletzt. Dem Verunfallten ist jedoch ein hälftiges Mit­verschulden an dem Sturz anzulasten, wenn die Existenz des Osternestes seit Wochen bekannt ist (Amtsgericht Dortmund, Urteil vom 24.07.2012, Az. 425 C 4188/12).

Werbung

Im zugrunde liegenden Rechtstreit kam es in der Vergangenheit bereits des Öfteren zu Streitig­keiten zwischen den betroffenen Mieter­parteien. Ende März 2012 stolperte die Bewohnerin einer der Miet­wohnungen über ein Osternest im Treppenhaus. Dieses wurde Anfang März von den Nachbarn im Treppenhaus aufgestellt. Das kranz­förmige Osternest hatte einen Durchmesser von etwa 30 cm und eine Höhe von 24 cm. Es verkürzte den Treppen­durchgang auf 64 cm. Aufgrund des Sturzes erlitt die Mieterin eine 2 cm lange ober­flächliche Haut­abschürfung mit umgebender leichter Schwellung sowie eine Hautrötung. Zudem wurde ihre Strumpfhose zerrissen. Sie behauptete ferner, durch den Sturz sei ihre Arbeits­fähigkeit zu 35 % eingeschränkt gewesen. Sie verlangte daher Schaden­ersatz und Schmerzens­geld.

AG bejaht Anspruch auf Schaden­ersatz und Schmerzens­geld

Das Amtsgericht Dortmund entschied zu Gunsten der Mieterin. Ihr habe ein Anspruch auf Schaden­ersatz und Schmerzens­geld zugestanden. Denn die Nachbarn haben durch das Aufstellen des Osternestes im Treppenhaus ihre Verkehrs­sicherungs­pflicht verletzt.

Jeder im Treppenhaus auf dem Boden liegende Gegenstand stellt potentielle Stolper­falle dar

Durch das Aufstellen des Osternestes haben die Nachbarn aus Sicht des Gerichts eine Gefahren­quelle geschaffen. Denn jeder Gegenstand, der im Treppenhaus auf dem Boden liegt, stelle eine potentielle Stolper­falle dar. Gerade in Not­situationen, wie bei einem Brand, können dort abgestellte Gegenstände zu einer Gefahr werden. Daher sei das Abstellen von Gegenständen im Treppenhaus regelmäßig verboten. Nur so könne gewähr­leistet werden, dass die Wohnungen gefahrlos erreicht und verlassen werden können.

Zahlung eines Schmerzens­gelds in Höhe von 100 Euro angemessen

Für das Gericht war es nicht nachvollziehbar, weshalb die Verletzungen der Mieterin ihre Arbeits­fähigkeit als Hausfrau zu 35 % einschränkte. Dies könne lediglich auf eine besondere Empfind­lichkeit zurück zu führen sein. Eine solche sei aber unbeachtlich. Das Gericht hielt daher die Zahlung eines Schmerzens­gelds von 100 Euro für angemessen. Das von der Mieterin verlangte Schmerzens­geld von 850 Euro sei angesichts der bagatell­artigen Verletzung deutlich überhöht gewesen.

Werbung

Verunfallter Mieterin war Existenz des Nestes durch wochenlange Wahrnehmung bekannt

Nach den Ausführungen des Amts­gerichts sei der Mieterin zudem ein Mit­verschulden von 50 % an dem Unfall anzulasten gewesen. Sie habe selbst fahrlässig gehandelt, indem sie die ihr selbst obliegende Sorgfalt nicht beachtet hatte. Der Sturz sei für sie vorhersehbar und daher vermeidbar gewesen. Die Mieterin habe vor dem Unfall­zeitpunkt das Osternest bereits mehrmals täglich unfallfrei passiert. Es habe entsprechend also kein überraschendes und neues Hindernis vorgelegen. Der Mieterin sei die Existenz des Nestes vielmehr durch wochenlange Wahrnehmung bekannt gewesen. Dazu sei gekommen, dass sie sich ganz bewusst über die Existenz des Nestes geärgert und sogar darüber nachdachte habe, deshalb gegen die Nachbarn zu klagen.

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 4.5 (max. 5)  -  2 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!
Rechtsanwältin Andrea Häcker-Hollmann

Nachbelehrung zum Widerspruchs­recht

Widerspruch Lebens­versicherung aktuell: Versicherungs­nehmern droht Verlust des Widerrufs­jokers

RechtsanwältinAndrea Häcker-Hollmann

[27.02.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternEtliche Kunden von Lebens­versicherungen erhalten derzeit von deren Anbieter Anschreiben, in denen sie aufgefordert werden, eine Nachbelehrung zum Widerspruchs­recht zu unter­zeichnen. Die Folge: Kommen die Versicherungs­nehmer dieser Aufforderung nach, droht ihnen der Verlust ihres Widerrufs­rechts.

Rechtsanwalt Marcel Seifert

Anlage­beratung

Deutsche Bank entschuldigt sich für Fehler - den Anlegern bringt das nichts

RechtsanwaltMarcel Seifert

[24.02.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternFür Anleger, die durch eine fehlerhafte Beratung durch die Deutsche Bank ihr Geld in diverse Kapital­anlagen gesteckt und einen Großteil davon verloren haben, wird es wie Hohn klingen: Die Deutsche Bank entschuldigt sich in großf­lächigen Anzeigen für ihre Fehler in der Vergangenheit.

Rechtsanwältin Dr. Petra Brockmann

Lebens­versicherungen

Vorsicht bei Nach­belehrungen: Versicherungs­nehmern droht Verlust des „ewige“ Wider­spruchs- oder Widerrufs­rechts

RechtsanwältinDr. Petra Brockmann

[23.02.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternFür Lebens­versicherer, die bei Abschluss des Versicherungs­vertrages keine ordnungs­gemäße Wider­spruchs- oder Widerrufs­belehrung vorgenommen haben, besteht die Möglichkeit, eine sogenannte Nachbelehrung vorzunehmen, um das „ewige“ Wider­spruchs- oder Widerrufs­recht zu beseitigen.

Rechtsanwalt Guido Lenné

Kündigung des Miet­verhältnisses

Wenn der Mieter nicht ausziehen will: Warum Vermieter oft zu wenig Nutzungs­ersatz verlangen

RechtsanwaltGuido Lenné

[22.02.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternFast jeder Vermieter kennt das: Nach Kündigung des Miet­verhältnisses zieht der Mieter einfach nicht aus. Oft stellt der Mieter (spätestens) dann auch noch die Zahlungen ein.

Elternzeit

Schutz bei Massen­entlassungen: Massen­entlassungs­schutz gilt auch für Mütter in der Elternzeit

RechtsanwaltSebastian Trabhardt

[21.02.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternArbeit­nehmer in Elternzeit sind vor Massen­entlassungen geschützt, auch wenn sie erst zu einem späteren Zeitpunkt die Kündigung erhalten.

Rechtsanwältin Daniela Bergdolt

Insolvenz

Anleger des Fonds S & K erhalten Klagen

RechtsanwältinDaniela Bergdolt

[20.02.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternAnleger des Fonds S & K Sachwerte Nr. 2 GmbH und Co. KG erhalten in jüngster Zeit Klagen des Insolvenz­verwalters.

Künstler­sozialkasse

Selbständige Kameraleute und die Kunst des „fach­kundigen Blicks“

RechtsanwaltThorsten Blaufelder

[17.02.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternFür die Herstellung professioneller Filme und Videos sind Kameraleute trotz aller neuen Technik immer noch auf ihren „fach­kundigen Blick“ angewiesen.

Rechtsanwalt Hartmut Göddecke

Informations­veranstaltung

EGI-Euro Grundinvest Fonds: Kriegen EGI-Fonds Anleger zu Karneval einen Neuanfang oder nur „alte Kamellen“?

RechtsanwaltHartmut Göddecke

[16.02.2017]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternKann man so Anleger überzeugen? Zu allererst fehlt ein klares kommuniziertes Konzept mit Zahlen und Fakten und danach degeneriert die ange­kündigte Gesellschafter­versammlung am 21.02.2017 unversehens zur reinen Informations­veranstaltung. Außerdem wurde mit dem Abstimm­vorgang drei Wochen vor der Informations­veranstaltung am 01.02.2017 begonnen; so dass für die eigentliche Entscheidungs­findung faktisch nur wenige Tage bleiben. Die größte Panne jedoch dürfte sein, dass Anträge von Anlegern zur Beschluss­fassung vor­enthalten wurden.

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d2239
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!

Jetzt Fan bei Facebook werden und mit dem
Deutschen Anwaltsregister
immer auf dem Laufenden bleiben!

Ich bin schon Fan.