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Immobilienrecht und Mietrecht | 08.03.2016

Gefährlicher Schimmel

Mietmindung wegen gefährlichen Schimmels: Kann die Miete gemindert sein, wenn der Schimmel (Schimmel­pilze) zwar toxisch ist, aber niemand durch den Schimmel erkrankt ist?

Anwalt für Mietrecht beantwortet häufige Fragen zum Thema Schimmel­befall und Miet­minderung (Teil 5)
Fachbeitrag von Rechtsanwalt Alexander Bredereck

Nach einer älteren Entscheidung des Land­gerichts Berlin kommt es nur darauf an, ob nach der festgestellten Konzentration der Schimmel­pilze eine objektive Gefährdungs­lage für die Mieter vorgelegen hat. Demnach ist eine Minderung aufgrund toxischer Belastung ohne nach­gewiesene Erkrankung der Mieter denkbar.

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Nach Ansicht des Land­gerichts Lübeck ist eine Miet­minderung bereits bei einem Verdacht auf toxischen Schimmel­befalls möglich

Nach einem älteren Urteil des Land­gerichts Lübeck ist ein Mangel der Mietsache mit der Rechtsfolge, dass dadurch die Miete gemindert ist bereits bei einem Verdacht auf toxischen Schimmel­befall gegeben. Nach diesem, letztgenannten Urteil wäre die Miete gemindert, wenn toxischer Schimmel nachgewiesen wird, aber niemand durch den Schimmel zu Schaden gekommen ist.

Für das Oberlandes­gericht Hamm reichte bereits eine toxische Raumluft­belastung für eine Miet­minderung aus

Eine toxische Raumluft­belastung war in einem älteren Urteil des Ober­landes­gerichts Hamm vom 13.2.2002 (Akten­zeichen: 30 U 20/01) ausreichend für die Minderung der Miete. Die Richter des OLG Hamm hielten es für eine Minderung der Miete nicht für erforderlich, dass Personen durch die toxische Raumluft­belastung zu Schaden gekommen sind.

Bei den Berliner Instanz­recht­sprechungen müssen Personen nachweisbar erkrankt sein

Tendenziell ist die Berliner Instanz­recht­sprechung (Landgericht Berlin und Kammer­gericht) eher strenger. Man wird nach der Prüfung der Rechtsprechung wohl sagen müssen, dass eine Minderung vom Landgericht Berlin und vom Kammer­gericht eher zugestanden wird, wenn Personen durch den Schimmel­befall nachweisbar erkrankt sind.

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Ein Fachbeitrag von [Anbieter­kenn­zeichnung]

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URL dieses Artikels: https://www.dawr/d2139
 

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